WM (2. Tag): Shaheen kämpft mit den Kenianern

Von Jörg Wenig

Das Finale über 3.000 Meter Hindernis am Dienstagabend wird sicherlich einer der spannenden Höhepunkte dieser Leichtathletik-WM. Der große Favorit, Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen (Katar), rannte am Sonntag, an einem der Tage ohne Lauf-Finals, im Vorlauf. Er erzielte dabei mit 8:11,79 Minuten die schnellste Zeit des Tages. Der frühere Kenianer, der seine Nationalität und seinen Namen tauschte, muss im Endlauf gegen drei Kenianer bestehen. Unter ihnen ist der Olympiasieger Ezekiel Kemboi, der im Vorlauf unmittelbar hinter Shaheen in 8:11,90 Zweiter war.

„Ich bin gut vorbereitet auf die Kenianer, ich weiß, dass sie sehr gut sein werden“, sagte Saif Saaeed Shaheen. Befragt nach der derzeitigen Situation, in der immer mehr Kenianer ihre Nationalität wechseln, sagte er: „Das ist ein Problem des kenianischen Leichtathletik-Verbandes.“

Aber auch einige Europäer haben gute Platzierungschancen im Finale. KIMbias Bob Tahri (Frankreich) gehört zu den Favoriten, ebenso wie der Österreicher Günther Weidlinger oder der Spanier Antonio Jiménez.

Da die 800-m-Olympiasiegerin Kelly Holmes (Großbritannien) verletzungsbedingt nicht am Start ist, könnte das Finale zu einer russischen Angelegenheit werden. Alle drei Russinnen stehen am Dienstag im Endlauf: Svetlana Cherkasova, Larisa Chzhao und Tatyana Andrianova. Titelverteidigerin Maria Mutola (Mosambique) steht ebenfalls im Finale, ist aber nicht in ganz so guter Form.