„Uta ist eine große Inspiration“

Von Marisa Reich
T-Shirt mit der Aufschrift “Livers are cool” (American Liver Foundation, April 2005). © Norman J. Lang
T-Shirt mit der Aufschrift “Livers are cool” (American Liver Foundation, April 2005). © Norman J. Lang

Im Rahmen ihres Charity-Engagements trat Uta bei einem Meeting der American Liver Foundation in Boston auf. Danach gaben der Direktor der Stiftung, Barry N. Chait, und die Executive-Direktorin, Wendy Lennon das folgende Interview.

Was sagen Sie zu dem Engagement von Uta bei Ihrem Charity-Projekt?

Barry Chait: Es ist großartig, Uta Pippig bei unserem Charity-Projekt dabei zu haben. Und es ist immer gut, jemanden zu haben, der derartig hochkarätig ist. Sie ist eine tolle Person, wir sind froh, ein solches Kaliber im Team zu haben. Es ist erstaunlich, was Uta Pippig alles in ihrem Leben gemacht hat. Sie ist durch dick und dünn gegangen, als sie sich beispielsweise sich dazu entschlossen hat, die ehemalige DDR zu verlassen und nach West-Deutschland zu gehen. Sie musste ihren Körper und ihre Seele auf ein anderes Level bringen. Uta ist für jeden eine große Inspiration, und sie hat jeden optimistisch gestimmt. Es sind nur noch sechs Wochen Trainingszeit bis zum großen Ziel, dem Boston Marathon. Und Uta hat jeden motiviert, weiter hart zu trainieren für eine sehr gute Sache – um noch mehr Geld zu sammeln.

Wie war die Reaktion der Mitarbeiter der American Liver Foundation darauf, dass Uta die Stiftung unterstützt?

Barry: Die Reaktion war fantastisch. Sie haben mich gefragt, wie ich das geschafft habe. Das wird uns wirklich helfen auf ein nächstes, höheres Level zu kommen. Wenn man mit jemandem wie Uta Pippig zusammen arbeitet, kann das nur gut sein.

Wie waren die Reaktionen, als Uta am Mittwoch in Boston präsentiert wurde?

Barry: Es war unglaublich. Uta kam nach dem Meeting und sagte, es sei eine tolle Atmosphäre und ein sehr liebenswerter Empfang gewesen. Es war sehr schön, dass sie unser Charity-Projekt präsentiert hat. Sie hat nach dem Meeting jedes Mitglied umarmt. Sie ist kein Star, sie ist jemand, der sich wirklich um Leute kümmert. Sie gibt einem eine Art heimisches Gefühl. Uta interessiert sich für einen, und du merkst, dass Worte manche Dinge gar nicht ausdrücken können. Wenn man sie anschaut, weiß man, dass sie sich für jemanden interessiert. Ihr Lachen ist erstaunlich.

Wendy Lennon: 215 Läufer werden den Boston-Marathon für die American Liver Foundation laufen, und ungefähr 80 von ihnen waren bei dem Meeting mit Uta am Mittwoch. Sie kommen aus allen möglichen sozialen Schichten. Es sind Mütter und Väter, aber auch beispielsweise ein Vorstandsmitglied des Bostoner Leichtathletik-Verbandes oder ein Führungsmitglied der Sport Directors der American Liver Foundation. Sie alle wollen helfen, Geld für dieses Projekt zu sammeln. Und Uta hat sie motiviert und ihnen zu verstehen gegeben, dass sie etwas Tolles und sehr Wichtiges tun. Dadurch, dass Uta bei dem Meeting einen Vortrag gehalten hat, sind viel mehr Leute gekommen als sonst. Sie war sehr selbstlos und ist nach ihrem Vortag noch über 45 Minuten geblieben, um sich mit unseren Läufern zu unterhalten und Fotos zu machen. Sie ist eine wirklich sehr liebevolle Frau.

Was denken Sie über ihren Auftritt in Boston?

Barry: Es war besser, als wir erwartet haben. Einige Leute sind gut, andere nicht so. Aber Uta hat mit uns zusammen an diesem Abend den Marathon gewonnen. Uta ist eine sehr einfühlsame Sprecherin. Jeder hat nach diesem Auftritt gesagt, dass es eines der besten Meetings seit Jahren war. Ich glaube, jede Stiftung kann von so einem Auftritt nur träumen. Uta ist jemand, die der Gesellschaft etwas wiedergeben möchte und ihr etwas Gutes tun möchte. Wir können nur noch sagen: Gott sei Dank.

Wendy: Uta hat die Gruppe angesprochen und wollte dieser helfen, mehr Geld für das gemeinsame Ziel aufzubringen. Das war sehr motivierend. Jeder hat ihre liebenswürdige und gütige Art gespürt. Ich kann wirklich nicht sagen, wie motivierend und inspirierend das für unsere Läufer war – sie war umwerfend. Sie sagte, es sei ihr Job. Aber ich denke, was sie den Leuten gegeben hat – all die Motivation für die Läufer, die Geld sammeln – das ist mehr als nur seinen Job tun. Sie hilft Menschen und kümmert sich um sie.

Was erhoffen Sie sich für die zukünftige Kooperation mit Uta?

Barry: Wir würden sie gerne so oft hier haben, wie sie möchte. Die Tür steht für Uta immer offen, und wir sind stolz, dass sie ein Teil von uns ist. Ich kann nur sagen ‚Je öfter, desto besser‘. Sie ist so bescheiden und gehört wirklich zu unserer Familie. Das Großartige am Laufen ist, dass man mehr für sich selbst läuft und nicht so sehr dafür, um andere zu schlagen.

Wendy: Ich kann ebenfalls nur sagen, wie gerne wir sie hier wieder begrüßen würden, um unsere Leute zu motivieren, Geld für die American Liver Foundation zu sammeln. Ich hoffe, wir haben ihr das Gefühl gegeben, dass sie sehr wichtig für uns ist und für das Erreichen unserer Ziele. Uta steht für Gesundheit und Wellness – das ist eine unserer Aufgaben. Wir sind sehr stolz, sie in unserer Familie zu haben. Und wir würden uns natürlich sehr freuen, dieses Engagement weiter zu führen und auszubauen.