Unsere Marathon-Vorschau: Von Rotterdam über London bis Boston

Von Jörg Wenig

Tsegaye Kebede trifft in London auf Patrick Makau
Robert Kiprono Cheruiyot in Boston
Rotterdam verspricht schnelle Zeiten
Ausgewählte Frühjahrs-Marathonrennen

Der Start des Frauen-Elitefeldes 2010 in Boston. © www.photorun.net
Der Start des Frauen-Elitefeldes 2010 in Boston. © www.photorun.net

Der April ist der Marathon-Monat des Jahres. Die bestbesetzten Frühjahrsrennen über die klassische 42,195-km-Distanz ballen sich in diesem Jahr aufgrund des späten Osterfestes an nur zwei Wochenenden. Rotterdam und Paris machen am 10. April den Anfang, London folgt eine Woche sowie Boston acht Tage später. Erst im Mai werden dann drei interessante deutsche Rennen gestartet: Düsseldorf, Hannover (jeweils am 8. Mai) sowie Hamburg (22.5.). Vor allem in Rotterdam und in London, aber auch beim aufgrund der hügeligen Strecke nicht einfach zu laufenden Boston-Marathon sind aufgrund der stark besetzten Teilnehmerfelder Weltklassezeiten zu erwarten.

Rund 200.000 Marathonläufer werden bei den spannenden Frühjahrs-Rennen an den Start gehen, mehrere Millionen Zuschauer begeistert an den Strecken stehen und die Events zuhause gebannt an den Fernsehbildschirmen verfolgen. Die Faszination, die der Marathonlauf ausübt, ist ungebrochen.

Kann Patrick Makau nach seinen großen Siegen in Rotterdam und Berlin auch in London gewinnen? © www.photorun.net
Kann Patrick Makau nach seinen großen Siegen in Rotterdam und Berlin auch in London gewinnen? © www.photorun.net

Besonders bei den Männern gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Ergebnisse, die in der Liste der besten jemals erzielten Zeiten ganz vorne zu finden sind. Unter den Top 10 aller Zeiten finden sich drei Resultate aus dem Jahr 2010 sowie je zwei aus 2009 und 2008. Die zudem in der Breite der Spitze immer stärker werdenden Athleten aus Kenia und Äthiopien dominieren das Geschehen. Auch in diesem Frühjahr können Zeiten erzielt werden, die dem Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/ 2:03:59 Stunden) zumindest sehr nahe kommen. Bei den Frauen hingegen gibt es zurzeit keine Läuferin, der man zutrauen kann, an den Weltrekord der Britin Paula Radcliffe (2:15:25) heranzukommen. Gespannt darf man darauf sein, wer zum ersten Mal seit 2008 wieder unter 2:20 Stunden läuft. Die letzte Frau, der das gelang, war die Deutsche Irina Mikitenko (2:19:19 Stunden).

„Ich denke, es wird bald einen neuen Weltrekord im Marathon geben. Ich erwarte, dass die Marke in diesem Jahr fällt. Denn es gibt zurzeit eine Reihe von Athleten, die Haile Gebrselassies Bestzeit von 2:03:59 unterbieten können“, sagt Mario Kadiks, der Race-Direktor des ABN AMRO Rotterdam-Marathons. Für die besten kenianischen und äthiopischen Läufer gibt es neben der Weltrekordjagd einen weiteren Grund, in diesem Jahr besonders schnell zu rennen: Denn schon die April-Marathonrennen können von den nationalen Verbänden als Olympia-Qualifikation anerkannt werden. Da bei den Spielen in London 2012 jede Nation nur mit drei Athleten an den Start gehen kann, ist der Konkurrenzkampf besonders in Kenia und Äthiopien sehr groß. Daher wird es sogar für Haile Gebrselassie äußerst wichtig sein, im Herbst einen sehr schnellen Marathon zu laufen. Eine Zeit unter 2:06 Stunden oder schneller ist für die äthiopischen und kenianischen Athleten sicherlich nötig, um sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren.

Nach seinem verletzungsbedingten Verzicht auf den Tokio-Marathon im Februar wird Haile Gebrselassie im Frühjahr nicht über die klassische Distanz starten. Stattdessen läuft er beim Halbmarathon in Wien, der im Rahmen des dortigen Marathons stattfindet. Dass er wieder gut trainieren konnte, bestätigte Haile Gebrselassie in der vergangenen Woche über Twitter.

Der Titelverteidiger Tsegaye Kebede trifft in London auf Patrick Makau, den schnellsten Läufer des Jahres 2010

Irina Mikitenko siegte 2009 in London. © www.photorun.net
Irina Mikitenko siegte 2009 in London. © www.photorun.net

Seit vielen Jahren findet der am besten besetzte Marathon in London (Großbritannien) statt. Hier treffen am 17. April die Vorjahressieger Tsegaye Kebede (Äthiopien) und Liliya Shobukhova (Russland) unter anderen auf den schnellsten Läufer des Jahres 2010, Patrick Makau (Kenia/2:04:48), und die Olympiasiegerin Constantina Dita (Rumänien). Sechs Männer mit Bestzeiten von unter 2:05:30 (!) stehen auf der Startliste, fünf Frauen liefen bereits unter 2:22. Die schnellste von ihnen ist Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) – sie hatte in London 2008 und 2009 gewonnen. Unter anderen tritt sie in London gegen die 25-km-Weltrekordlerin Mary Keitany (Kenia) an, die sich bei ihrem Marathondebüt in New York im vergangenen November mit Platz drei in 2:29:01 zufrieden geben musste. Mary Keitany wird zeigen wollen, dass sie bereit ist, in London 2012 um die olympische Marathon-Goldmedaille zu kämpfen.

„Ohne Zweifel ist unser Frauenfeld das Beste, das wir je am Start hatten. Das Elitefeld der Männer ist mit den starken Feldern der letzten Jahre vergleichbar. Wir glauben, dass der Kursrekord bei den Männern in Gefahr geraten wird, während wir bei den Frauen eines der qualitativ besten Rennen in der Geschichte des Virgin London-Marathons erwarten“, erklärt Race-Direktor David Bedford, der kurzfristig noch neun japanische Topläuferinnen in das Feld integrierte. Aufgrund der in der Folge des Tsunamis abgesagten Marathonrennen von Nagoya und Nagano fehlte den Japanerinnen ein Qualifikationslauf für die WM im Sommer. In London wollen sie sich nun für Daegu (Süd Korea) qualifizieren.

Etwa Dreiviertel aller Läufer werden in diesem Jahr erneut für einen wohltätigen Zweck an den Start gehen. Seit der Gründung des Programms im Jahr 1981 konnten so durch dieses außergewöhnliche Engagement bereits über 500 Millionen britische Pfund zu Gunsten der karitativen Arbeit von zahlreichen Wohltätigkeitsorganisationen gesammelt werden.

Der Kursrekordhalter Robert Kiprono Cheruiyot kehrt nach Boston zurück

Schafft Robert Kiprono Cheruiyot in Boston die Titelverteidigung? © www.photorun.net
Schafft Robert Kiprono Cheruiyot in Boston die Titelverteidigung? © www.photorun.net

Auf der vergleichsweise schweren Strecke des Boston-Marathons sind die Zeiten meist längst nicht so schnell wie in Rotterdam oder London. Im vergangenen Jahr sorgte jedoch an der US-Ostküste ein junger kenianischer Athlet für Furore: Robert Kiprono Cheruiyot stürmte trotz ‚Heartbreak Hill‘ in der famosen Kursrekordzeit von 2:05:52 Stunden ins Ziel. Der 22-Jährige wird am 18. April erneut am Start des von John Hancock gesponserten Laufes sein. Als Nachwuchstalent war Robert Kiprono Cheruiyot 2008 beim BMW Frankfurt-Marathon zum Streckenrekord von 2:07:21 Stunden gestürmt.

Mit Geoffrey Mutai hat Robert Kiprono Cheruiyot einen der derzeit stärksten Läufer weltweit als Kontrahenten. Der 25-jährige Kenianer war im vergangenen Jahr der Zweitschnellste der Welt. In Rotterdam lief er hinter Patrick Makau in 2:04:55 ins Ziel. Es könnte ein sehr spannendes kenianisches Duell in Boston geben. Doch auch eine Reihe von weiteren Athleten können in den Kampf um die höchste Siegprämie in diesem Marathon-Frühling (150.000 Dollar) eingreifen. Sieben Athleten sind am Start, die Bestzeiten von unter 2:07 Stunden vorweisen können. Darunter ist zur Freude der bekannt sachkundigen Zuschauer an der Strecke von Hopkinton nach Boston auch ein US-Amerikaner: Ryan Hall weist eine Bestzeit von 2:06:17 Stunden auf. Im vergangenen Jahr erreichte er in Boston bereits einen starken vierten Platz. Der aktuelle New-York-Marathon-Sieger Gebre Gebremariam (Äthiopien) gehört ebenfalls zum Favoritenkreis.

Gespannt sein darf man zudem auf das Marathon-Debüt von Moses Mosop. Der 25-jährige Kenianer, früher ein Weltklasse-Bahnlangstreckler und Zweiter bei den Cross-Weltmeisterschaften 2007, überzeugte bereits bei seinem Halbmarathon-Debüt im vergangenen Jahr. Mit 59:20 Minuten gewann er den Stramilano-Halbmarathon in Mailand.

Die Amerikaner hoffen auf Kara Goucher beim Boston-Marathon. © www.photorun.net
Die Amerikaner hoffen auf Kara Goucher beim Boston-Marathon. © www.photorun.net

Die Titelverteidigerin Teyba Erkesso (Äthiopien) gewann im vergangenen Jahr in 2:26:11 und wird am traditionellen Montag-Termin auf eine Reihe von ehemaligen Boston-Siegerinnen treffen. Darunter sind Weltklasseläuferinnen wie Dire Tune (Äthiopien) und die frühere Weltrekordlerin Catherina Ndereba (Kenia). Ihr Marathon-Comeback nach der Geburt ihres Sohnes Ende September 2010 wird Kara Goucher (USA) laufen. Sie hat vor kurzem gute Form über die Halbmarathondistanz gezeigt, als sie in New York Platz drei in 69:03 Minuten belegte. Auch bei den Frauen ist eine interessante Debütantin im Bostoner Elitefeld: Florence Kiplagat feierte in den vergangenen beiden Jahren große Erfolge. 2009 wurde die kenianische Läuferin Cross-Weltmeisterin, im vergangenen Oktober gewann sie Gold bei der Halbmarathon-WM. Jetzt wird die 24-Jährige erstmals über die 42,195 km antreten.

Der älteste Teilnehmer in Boston ist Clarence Hartley. Der 81-jährige besiegte erst vor kurzem zweimal den Krebs und qualifizierte sich nun mit einer Zeit von 4:39 Stunden für den Marathon!

Der Rotterdam-Marathon verspricht auch in diesem Jahr schnelle Zeiten

Eliud Kiptanui will in Rotterdam einen Weltrekordversuch starten. © www.photorun.net
Eliud Kiptanui will in Rotterdam einen Weltrekordversuch starten. © www.photorun.net

Rotterdam hat in der Vergangenheit schon mehrere Weltrekorde gesehen. Und dort wurden zuletzt die schnellsten Zeiten des Jahres gelaufen. Die Kenianer Duncan Kibet (2:04:27/2009) und Patrick Makau (2:04:48/2010) kamen dort einem Weltrekord sehr nahe. Am 10. April gehen gleich vier Läufer an den Start, die Bestzeiten von unter 2:06 Stunden aufweisen. Es ist das beste Feld, das in Holland bisher für einen Marathon verpflichtet wurde.

Besonders zu beachten sind voraussichtlich die Kenianer Vincent Kipruto (2:05:13 in Rotterdam 2010) und Eliud Kiptanui, der sich im Mai 2010 in Prag mit sensationellen 2:05:39 in die Weltelite katapultierte. In Rotterdam überwand Vincent Kipruto, der vor zwei Jahren den Kursrekord in Paris auf 2:05:47 Stunden verbesserte, im vorigen Jahr ein unerwartetes Hindernis: Der 23-Jährige musste sein Rennen in der Schlussphase unterbrechen, weil sich eine Innensohle seines Schuhs gelöst hatte und ihn behinderte. Er riss die Sohle heraus, lief weiter und stellte trotzdem eine persönliche Bestzeit auf.

Beim Frauenrennen könnte es ebenfalls schnelle Zeiten geben. Am Start befindet sich unter anderen die Boston-Marathon-Siegerin von 2006, Rita Jeptoo. Die 30-jährige Kenianerin, die eine Bestzeit von 2:23:38 Stunden hat, nennt als Vorbild ihre Landsfrau Tegla Loroupe. Sie wiederum ist mit 2:20:47 Stunden die Kursrekordlerin in Rotterdam. 1998 bedeutete diese Zeit von Tegla Loroupe Weltrekord. Rita Jeptoo wird sich unter anderen mit der aktuellen Vize-Weltmeisterin im Halbmarathon, Fyles Ongori, auseinandersetzen müssen. Die Kenianerin läuft in Rotterdam ihr Marathon-Debüt.

Düsseldorf, Hannover und Hamburg setzen weitere Highlights in dieser Marathonsaison

In Deutschland war der METRO GROUP Düsseldorf-Marathon in den vergangenen Jahren der Aufsteiger des Frühjahrs, was den Spitzensport angeht. Entsprechend gut besetzt wird das Rennen am 8. Mai sein. Österreichs Marathon-Rekordler Günther Weidlinger wird neben einer Reihe von afrikanischen Läufern unter anderen auf den Debütanten Jan Fitschen (TV Wattenscheid) treffen. Bei den Frauen kehrt Titelverteidigerin Natalya Volgina (Russland) zurück.

Sehr gut entwickelt hat sich auch der TUIfly Hannover-Marathon, der in diesem Jahr zum ersten Mal live im NDR-Fernsehen zu sehen sein wird. Unter anderen am Start sind mit Jason Mbote (Bestzeit: 2:07:37) und dem Commonwealth-Games-Sieger John Kelai (2:09:09) zwei starke kenianische Läufer. Der Haspa Hamburg-Marathon, in den am 22. Mai die Deutschen Meisterschaften integriert sein werden, findet deutlich später statt als in den vergangenen Jahren. Hier wird der Titelverteidiger Wilfred Kigen (Kenia) starten.

Falls auch Sie sich auf einen dieser Marathonläufe vorbereiten, so können Sie in diesem Gruß von Uta Informationen und Last-Minute-Tipps finden.

Marathon-Termine des Frühjahrs im Überblick

10. April Rotterdam
Paris
Mailand
17. April London
Wien
Zürich
Madrid
Enschede
18. April Boston
8. Mai Düsseldorf
Hannover
Prag
22. Mai Hamburg

Daten und Favoriten ausgewählter Frühjahrs-Rennen

1. ROTTERDAM (10. April)

IAAF Gold Label Race
Meldezahl: rund 12.000
Meldungen noch möglich: nein
Web site: www.abnamromarathonrotterdam.com
TV: Live vorauss. im RTV Rijnmond und vorauss. Live-Stream im Internet (universalsports.com and nos.nl)

Siegprämie: abhängig von Siegzeit
Gesamtpreisgeld: 1 Million US-Dollar

Streckenrekorde:
2:04:27 Duncan Kibet (KEN/2009), James Kwambai (KEN/2009)
2:20:47 Tegla Loroupe (KEN/1998)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Vincent Kipruto (KEN/2:05:13), Feyisa Lelisa (ETH/2:05:23), Eliud Kiptanui (KEN/2:05:39), Getu Feleke (ETH/2:05:44), Wilson Chebet (KEN/2:06:12), Gilbert Kirwa (KEN/2.06:14), Chala Dechase (ETH/2:06:33).
Frauen: Rita Jeptoo (KEN/2:23:38), Atsede Habtamu (ETH/2:24:26), Hilda Kibet (NED/2:26:23), Olga Glok (RUS/2:28:27), Irene Limika (KEN/2:28:31), Alessandra Aguilar (ESP/2:29:01), Beatriz Ros (ESP/2:29:32), Shitaye Bedaso (ETH/2:29:48), Eugenia Danilova (RUS/2:31:44), Fyles Ongori (KEN/Debüt).

2. PARIS (10. April)

IAAF Gold Label Race
Meldezahl: 40.000
Meldungen noch möglich: nein
Web site: www.parismarathon.com

Siegprämie: 50.000 Euro
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): zwischen 136.500 und 268.500 Euro (zeitabhängig)

Streckenrekorde:
2:05:47 Vincent Kipruto (KEN/2009)
2:22:04 Atsede Baysa (ETH/2010)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Eshetu Wendimu (ETH/2:06:46), Daniel Rono (KEN/2:06:58), Bernard Kipyego (KEN/2:07:01), Alfred Kering (KEN/2:07:11), Benjamin Kiptoo (KEN/2:07:17), David Barmasai (KEN/2:07:18), Jafred Chichir (KEN/2:08:10), Zambale Yegeze (ETH/2:08:27), Henry Sugut (KEN/2:08:40), Abraham Chelanga (KEN/2:08:43), Daniel Kosgei (KEN/2:08:45), Isaia Kiplagat (KEN/2:09:09), Vincent Kiplagat (KEN/2:09:22), Simon Munyutu (FRA/2:09:24), Stephen Kibet (KEN/2:09:27), Stephen Chebogut (KEN/2:09:38).
Frauen: Agnes Kiprop (KEN/2:24:07), Mamitu Daska (ETH/2:24:18), Koren Yal (ETH/2:24:33), Ashu Kasim (ETH/2:25:49), Priscah Jeptoo (KEN/2:27:01), Kateryna Stetsenko (UKR/2:27:51), Fate Geleto (ETH/2:28:22), Gisaw Melkam (ETH/2:28:58), Wude Ayelew (ETH/Debüt).

3. LONDON (17. April)

World Marathon Majors (WMM)-Rennen
IAAF Gold Label Race
Meldezahl: rd. 50.000
Meldungen noch möglich: nein
Web site: www.virginlondonmarathon.com
TV: Live vorauss. im BBC Sport, Eurosport und Sky Sport und vorauss. Live-Stream im Internet (Virginlondonmarathon.com (nur für die USA))

Siegprämie: 55.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 295.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:05:10 Samuel Wanjiru (KEN/2009)
2:15:25 Paula Radcliffe (GBR/2003/WR)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Patrick Makau (KEN/2:04:48), Martin Lel (KEN/2:05:15), Tsegaye Kebede (ETH/2:05:18), Abel Kirui (KEN/2:05:04), Bazu Worku (ETH/2:05:25), Jaouad Gharib (MAR/2:05:27), Emmanuel Mutai (KEN/2:06:15), Viktor Röthlin (SUI/2:07:23), Abderrahime Bouramdane (MAR/2:07:33), Yonas Kifle (ERI/2:07:34), José Manuel Martinez (ESP/2:08:09), Marilson Gomes dos Santos (BRA/2:08:37), Dmitry Safronov (RUS/2:10:12).
Frauen: Irina Mikitenko (SC Gelnhausen/2:19:19), Liliya Shobukhova (RUS/2:20:25), Zhou Chunxiu (CHN/2:19:51), Constantina Dita (ROU/2:21:30), Askale Tafa (ETH/2:21:31), Inga Abitova (RUS/2:22:19), Lornah Kiplagat (NED/2:22:22), Aselefech Mergia (ETH/2:22:38), Bezunesh Bekele (ETH/2:23:09), Bai Xue (CHN/2:23:27), Mariya Konovalova (RUS/2:23:50), Xiaolin Zhu (CHN/2:23:57), Aberu Kebede (ETH/2:23:58), Yuri Kano (JPN/2:24:27), Yukiko Akaba (JPN/2:24:55), Edna Kiplagat (KEN/2:25:38), Mizuho Nasukawa (JPN/2:25:38), Yurika Nakamura (JPN/2:25:51), Magdalena Lewy Boulet (USA/2:26:22), Madoka Ogi (JPN/2:26:55), Yoshiko Fujinaga (JPN/2:28:13), Liz Yelling (GBR/2:28:33), Lisa Weightman (AUS/2:28:48), Yukari Sahaku (JPN/2:28:55), Mary Keitany (KEN/2:29:01), Azusa Nojiri (JPN/2:29:12), Jo Pavey (GBR/Debüt), Jessica Augusto (POR/Debüt), Noriko Matsuoka (JPN/Debüt), Risa Shigetomo (JPN/Debüt).

4. WIEN (17. April)

Meldezahl: 8.000
Meldungen noch möglich: ja
Web site: www.vienna-marathon.com

Siegprämie: 15.000 Euro
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 64.500 Euro

Streckenrekorde:
2:07:38 Abel Kirui (KEN/2008)
2:23:47 Maura Viceconte (ITA/2000)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Paul Kirui (KEN/2:06:44), Dimitriy Baranovsky (UKR/2:07:15), Isaac Macharia (KEN/2:07:16), Nicholas Chelimo (KEN/2:07:38), Patrick Ivuti (KEN/2:07:46), Joseph Ngeny (KEN/2:08:10), Wilson Kigen (KEN/2:08:16), Henryk Szost (POL/2:10:27), Adam Draczynski (POL/2:10:49), Roman Weger (AUT/2:16:18) – weitere noch nicht bekannt.
Frauen: Elza Kireyeva (RUS/2:28:02), Fate Tola (ETH/2:28:22), Elisabeth Chemweno (KEN/2:28:55), Ana Dulce Felix (POR), Peninah Arusei (KEN/Debüt).

5. BOSTON (18. April)

World Marathon Majors (WMM)-Rennen
IAAF Gold Label Race
Meldezahl: 26.800
Meldungen noch möglich: nein
Web site: www.baa.org
TV: Live vorauss. im WBZ-TV und vorauss. Live-Stream im Internet (boston.cbslocal.com and universalsports.com) and Live Internet Berichterstattung (baa.org)

Siegprämie: 150.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 746.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:05:52 Robert Kip. Cheruiyot (KEN/2010)
2:20:43 Margaret Okayo (KEN/2002)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Geoffrey Mutai (KEN/2:04:55), Robert Kiprono Cheruiyot (KEN/2:05:52), Ryan Hall (USA/2:06:17), Gilbert Yegon (KEN/2:06:18), Evans Cheruiyot (KEN/2:06:25), Tadese Tola (ETH/2:06:31), Sylvester Teimet (KEN/2:06:49), Bekana Daba (ETH/2:07:04), Philip Kimutai Sanga (KEN/2:07:11), Tekeste Kebede (ETH/2:07:23), Feleke Abreham Cherkos (ETH/2:07:29), Shadrack Kiplagat (KEN/2:07:53), Deressa Chimsa (ETH/2:07:54), Stephen Kibiwot (KEN/2:07:54), Robert Kipchumba (KEN/2:08:07), Gebre Gebremariam (ETH/2:08:14), Alistair Cragg (IRL/Debüt), Moses Mosop (KEN/Debüt).
Frauen: Catherine Ndereba (KEN/2:18:47), Galina Bogomolova (RUS/2:20:47), Sharon Cherop (KEN/2:22:43), Tirfi Tsegaye (ETH/2:22:44), Merima Mohammed (ETH/2:23:06), Salina Kosgei (KEN/2:23:22), Caroline Kilel (KEN/2:23:25), Hiromi Ominami (JPN/2:23:26), Dire Tune (ETH/2:23:44), Teyba Erkesso (ETH/2:23:53), Alice Timbilili (KEN/2:25:03), Kim Smith (NZL/2:25:21), Kara Goucher (USA/2:25:52), Tatyana Pushkareva (RUS/2:26:14), Desiree Davila (USA/2:26:20), Misiker Mekonin (ETH/2:26:20), Sylvia Skvortsova (RUS/2:26:24), Werknesh Kidane (ETH/2:27:15), Hellen Mugo (KEN/2:27:16), Yuliya Ruban (UKR/2:27:44), Woynishet Girma (ETH/2:27:51), Blake Russell (USA/2:29:10), Florence Kiplagat (KEN/Debüt).

6. DÜSSELDORF (8. Mai)

Meldezahl: vorauss. gut 4.000
Anmeldungen noch möglich: ja
Web site: www.metrogroup-marathon.de

Siegprämie: 7.000 Euro
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 35.750 Euro

Streckenrekorde:
2:08:32 Iaroslav Musinschi (MDA/2010)
2:26:44 Luminita Zaituc (GER/2004)

Favoriten und Bestzeiten:
Männer: Günther Weidlinger (AUT/2:10:47), Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen/2:13:42), Jan Fitschen (TV Wattenscheid/Debüt) – weitere noch nicht bekannt.
Frauen: Natalya Volgina (RUS/2:27:32), Jacqueline Nytepi (KEN/2:34:16) – weitere noch nicht bekannt.

7. HANNOVER (8. Mai)

Meldezahl: vorauss. rd. 2.000
Anmeldungen noch möglich: ja
Web site: www.marathon-hannover.de
TV: Live vorauss. im N3

Siegprämie: 4.000 Euro
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 20.400 Euro

Streckenrekorde
2:08:52 Yussuf Songoka (KEN/2010)
2:31:36 Kateryna Stetsenko (UKR/2010)

Favoriten und Bestzeiten:
Männer: Jason Mbote (KEN/2:07:37), John Kelai (KEN/2:09:09) – weitere noch nicht bekannt.
Frauen: Irene Mogaka (KEN/2:30:10) – weitere noch nicht bekannt.

8. HAMBURG (22. Mai)

Meldezahl: zw. 17- und 20.000
Anmeldungen noch möglich: ja
Web site: www.marathon-hamburg.de

Siegprämie: nicht bekannt
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): nicht bekannt

Streckenrekorde:
2:06:52 Julio Rey (ESP/2006)
2:24:14 Irina Timofeyeva (RUS/2008)

Favoriten und Bestzeiten:
Männer: Wilfred Kigen (KEN) 2:07:33 – weitere noch nicht bekannt.
Frauen: noch nicht bekannt.

Die zehn schnellsten Marathonzeiten

Männer:

 2:03:59 Stunden  Haile Gebrselassie  ETH  Berlin (GER)  2008
 2:04:26  Haile Gebrselassie  ETH  Berlin (GER)  2007
 2:04:27  Duncan Kibet  KEN  Rotterdam (NED)  2009
 2:04:27  James Kwambai  KEN  Rotterdam (NED)  2009
 2:04:48  Patrick Makau  KEN  Rotterdam (NED)  2010
 2:04:53  Haile Gebrselassie  ETH  Dubai (UAE)  2008
 2:04:55  Paul Tergat  KEN  Berlin (GER)  2003
 2:04:55  Geoffrey Mutai  KEN  Rotterdam (NED)  2010
 2:04:56  Sammy Korir  KEN  Berlin (GER)  2003
 2:04:57  Wilson Kipsang  KEN  Frankfurt (GER)  2010

Frauen:

 2:15:25 Stunden  Paula Radcliffe  GBR  London (GBR)  2003
 2:17:18  Paula Radcliffe  GBR  Chicago (USA)  2002
 2:17:42  Paula Radcliffe  GBR  London (GBR)  2005
 2:18:47  Catherine Ndereba  KEN  Chicago (USA)  2001
 2:18:56  Paula Radcliffe  GBR  London (GBR)  2002
 2:19:12  Mizuki Noguchi  JPN  Berlin (GER)  2005
 2:19:19  Irina Mikitenko  GER  Berlin (GER)  2008
 2:19:26  Catherine Ndereba  KEN  Chicago (USA)  2002
 2:19:36  Deena Kastor  USA  London (GBR)  2006
 2:19:36  Yingjie Sun  CHN  Peking (CHN)  2003

World Marathon Majors (WMM)
Stand der Serie 2010-2011*

Männer:

 1.  Tsegaye Kebede  ETH  40 Punkte  1. London 2010 und 2. Chicago 2010
 2.  Emmanuel Mutai  KEN  30  2. New York 2010 und 2. London 2010
 3.  Patrick Makau  KEN  25  1. Berlin 2010
 Robert Kiprono Cheruiyot  KEN  25  1. Boston 2010
 Samuel Wanjiru  KEN  25  1. Chicago 2010
 Gebre Gebremariam  ETH  25  1. New York 2010
 7.  Geoffrey Mutai  KEN  15  2. Berlin 2010
 Tekeste Kebede  ETH  15  2. Boston 2010
 9.  Feyisa Lilesa  ETH  10  3. Chicago 2010
 Bazu Worku  ETH  10  3. Berlin 2010
 Jaouad Gharib  MAR  10  3. London 2010
 Deriba Merga  ETH  10  3. Boston 2010
 Moses Kigen Kipkosgei  ETH  10  3. New York 2010

Frauen:

 1.  Liliya Shobukhova  RUS  50 Punkte  1. London 2010 und 1. Chicago 2010
 2.  Edna Kiplagat  KEN  25  1. New York 2010
 Aberu Kebede  ETH  25  1. Berlin 2010
 Teyba Erkesso  ETH  25  1. Boston 2010
 5.  Inga Abitova  RUS  20  4. New York 2010 und 2. London 2010
 Bezunesh Bekele  ETH  20  2. Berlin 2010 und 4. London 2010
 7.  Atsede  Baysa  ETH  15  2. Chicago 1010
Tatyana Pushkareva  RUS  15  2. Boston 2010
 Shalane Flanagan  USA  15  2. New York 2010
 10.  Tomo Morimoto  JPN  10  3. Berlin 2010
 Mariya Konovalova  RUS  10  3. Chicago 2010
 Aselfech Mergia  ETH  10  3. London 2010
 Salina Kosgei  KEN  10  3. Boston 2010
 Mary Keitany  KEN  10  3. New York 2010
 15.  u.a. Sabrina Mockenhaupt  GER  5  4. Berlin 2010
 18.  u.a. Irina Mikitenko  GER  1  5. Chicago 2010

*Eine WMM-Serie erstreckt sich jeweils über einen Zwei-Jahres-Zyklus. Die beiden Sieger teilen sich am Ende ein Preisgeld von einer Million US-Dollar.