KIMbia feiert Doppelsieg beim Bellin Run in Green Bay

John Korir, hier zu sehen beim New York City-Halbmarathon, gewinnt den Bellin Run zum fünften Mal. © www.PhotoRun.net
John Korir, hier zu sehen beim New York City-Halbmarathon, gewinnt den Bellin Run zum fünften Mal. © www.PhotoRun.net

Seit 34 Jahren findet der Bellin Run in Green Bay, Wisconsin (USA) statt, und mit jedem Jahr steigt die Begeisterung für diese Laufveranstaltung. Es registrierten sich 18.398 Teilnehmer – eine neue Rekordbeteiligung – für den jährlich stattfindenden 10-Kilometer-Lauf, dessen Einnahmen dem ‚Bellin College of Nursing‘ zugutekommen. Kühle Temperaturen und ein bedeckter Himmel sorgten am Samstag für angenehme Bedingungen während des Rennens, dessen Start- und Zielpunkt sich vor dem Bellin-Krankenhaus befindet.

Uta selbst war zum 14. Mal beim Rennen in Green Bay dabei. „Es war ein großartiger Morgen zum Laufen. Wir hatten perfektes Wetter, das Beste in den letzten zwanzig Jahren. Das Rennen war super organisiert. Sowohl das Rekordteilnehmerfeld von mehr als 18.000 Sportbegeisterten als auch die Zuschauer hatten eine großartige Zeit auf und entlang der Strecke. Einen herzlichen Glückwunsch an das Bellin-Krankenhaus, den Race-Direktor Randy Van Straten, und alle, die zu diesem hervorragenden Rennen beigetragen haben“, sagte sie im Anschluss an das Rennen. Uta kam als Zweitplatzierte in ihrer Altersklasse (40-44 Jahre) ins Ziel und freute sich über ihre Zeit von 40:12 Minuten.

Der zur KIMbia-Gruppe gehörende John Korir (Kenia) konnte beim Rennen der Männer in 29:12 Minuten bereits seinen fünften Sieg beim Bellin Run feiern. Dies gelang vor ihm bis dato nur dem US-Amerikaner Ed Eyestone. „Ich bin noch nie zuvor bei solch einem Wetter gerannt; es ist unglaublich. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich mag den Kurs so sehr und bin glücklich“, sagte ein lächelnder John Korir danach der Green Bay-Press-Gazette. Die US-Amerikaner James Carney (29:33) und Mike Morgen (29:56) belegten die Plätze zwei und drei.

Uta freut sich jedes Jahr auf die großartige Atmosphäre beim Bellin Run. © www.PhotoRun.net
Uta freut sich jedes Jahr auf die großartige Atmosphäre beim Bellin Run. © www.PhotoRun.net

Bei ihrer ersten Bellin Run-Teilnahme gewann die ebenfalls zur KIMbia-Gruppe gehörende Kenianerin Jelliah Tenega auf Anhieb das Frauenrennen in 32:27 Minuten. Ihre Strategie, mit den Elite-Männern zu rennen und so lange wie möglich ’dran zu bleiben, zahlte sich aus. „Ich fühlte mich auf dem gesamten Weg stark. Mir gefiel der Kurs und die Atmosphäre des gesamten Events“, erinnert sie sich danach. Dot McMahan (USA/34:05) und Ann Alyanak (USA/34:17) kamen auf Rang zwei und drei ins Ziel.

Das Teilnehmerfeld bestand aus vielen begeisterten Läufern wie z. B. auch Kathy Kampen aus Green Bay. Sie trainierte mit ihrem neunjährigen Sohn Nathaniel als Teil eines außerschulischen Sportprogrammes für den Lauf. „Dies ist eine hervorragende Möglichkeit für uns, Zeit miteinander zu verbringen; auch wenn ich immer versuchen muss, ihn einzuholen. Das ist wirklich eine tolle Erfahrung für uns, die wir miteinander teilen können, und wir freuen uns darauf, dies zu einer alljährlichen Tradition zu machen“, sagte Kathy Kampen zur Green Bay-Press-Gazette.

Eltern und Kinder wie Kathy und Nathaniel sind genau diejenigen Menschen, die die Organisatoren des Bellin-Runs erreichen möchten. Seit seiner Gründung vor 34 Jahren hat das Rennen eine stetig wachsende Zahl von Menschen zu einer gesünderen Lebensweise inspiriert.

Die Ergebnisse aller Teilnehmer können Sie hier finden.

Linet Masai gewinnt Duell der Weltmeisterinnen in New York

Linet Masai auf dem Weg zum Sieg in New York. © www.PhotoRun.net
Linet Masai auf dem Weg zum Sieg in New York. © www.PhotoRun.net

Linet Masai hat das große Duell der Weltmeisterinnen in New York City (USA) gewonnen: Bei dem 10-Kilometer-Frauenlauf durch den Central Park ließ die 10.000-Meter-Goldmedaillengewinnerin der WM in Berlin 2009 die aktuelle Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet klar hinter sich. Damit gelang der Kenianerin Masai zudem eine kleine Revanche, denn im März bei der Cross-WM hatte die Kenianerin Emily Chebet mit nur einer Sekunde Vorsprung vor ihr gewonnen. In New York war Linet Masai nach flotten 30:48 Minuten im Ziel. Für die 39. Auflage des ältesten Frauenlaufes hatten über 7.000 Läuferinnen gemeldet.

Bei guten Bedingungen startete hier am Samstag das stärkste Elitefeld in der Geschichte des Rennens. Neben Linet Masai und Emily Chebet waren unter anderen die aktuelle Boston-Marathon-Siegerin Teyba Erkesso (Äthiopien) und die mehrfache Halbmarathon-Weltmeisterin Lornah Kiplagat (Holland) am Start. Doch als Linet Masai nach einer 5-km-Durchgangszeit von 15:24 Minuten weiter auf das Tempo drückte, konnte keine der anderen mehr mithalten. Die erst 20-jährige Kenianerin lief die zweite Rennhälfte dann exakt genauso schnell wie die erste und gewann in 30:48 Minuten, der viertschnellsten je in New York bei diesem Rennen gelaufenen Zeit. Um lediglich drei Sekunden verpasste Linet Masai die aktuelle Jahresweltbestzeit. „Jetzt kenne ich die Strecke, und beim nächsten Mal werde ich versuchen, den Kursrekord zu brechen“, sagte Linet Masai, der 20 Sekunden fehlten, um den acht Jahre alten Streckenrekord der Marokkanerin Asmae Leghzaoui zu brechen.

Paula Radcliffe (rechts) joggte das letzte Stück gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter Isla und der ebenfalls schwangeren Kara Goucher (ohne Startnummer). © www.PhotoRun.net
Paula Radcliffe (rechts) joggte das letzte Stück gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter Isla und der ebenfalls schwangeren Kara Goucher (ohne Startnummer). © www.PhotoRun.net

Den Kampf um Platz zwei entschied die Cross-Weltmeisterin für sich: Emily Chebet war nach 31:13 Minuten vor der Äthiopierin Worknesh Kidane (31:18) im Ziel. Lornah Kiplagat wurde nach einer längeren Verletzungspause Vierte in 31:40. Als beste nicht aus Afrika stammende Läuferin erreichte Kim Smith (Neuseeland) mit 32:15 Rang fünf. Sechste wurde Teyba Erkesso in 32:24.

Im fünften Monat schwanger, joggte die
10-km- und Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe in New York locker mit. Die Engländerin, die im September ihr zweites Kind erwartet, wurde auf den letzten Metern von ihrer Tochter Isla und der ebenfalls schwangeren US-Topläuferin Kara Goucher begleitet.

Über 72.000 Läufer beim größten Rennen der Welt in Frankfurt

Mit der Rekordzahl von 72.741 Läufern fand in Frankfurt (Main) die in diesem Jahr bisher größte Laufveranstaltung der Welt statt. Die deutsche Auflage der J.P. Morgan Corporate Challenge gehört zu einer internationalen Kette von Firmenläufen. Dabei steht der Team-Gedanke im Vordergrund. Für ihre jeweiligen Unternehmen gehen die Läufer über die 5,6-km-Strecke an den Start. Die größten Teams stellten in Frankfurt die Commerzbank und die Lufthansa.

Der schnellste Läufer auf dem Kurs durch die Frankfurter Innenstadt war Christophe Chayriguet von der Bongrain Deutschland GmbH. Er war nach einem spannenden Finish in 16:34 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung vor Manuel Stöckert (Bereitschaftspolizei Würzburg), der lange Zeit in Führung gelegen hatte, im Ziel. Bei den Frauen gelang Jenny Schulz (Deutsche Bundesbank) ein Hattrick: Bei ihrer dritten Teilnahme sicherte sie sich in 19:25 Minuten ihren dritten Sieg. Zweite wurde mit Katharina Heinig (Polizei Hessen) eine hoffnungsvolle deutsche Marathon-Nachwuchsläuferin – die Tochter der ehemaligen Weltklasseläuferin Katrin Dörre-Heinig.

Den Startschuss zur J.P. Morgan Corporate Challenge hatte der Gesundheitsminister Philipp Rösler gegeben. „Es geht um die Betriebe, die gemeinsam einen Teamgeist haben. Ein Unternehmen findet sich so zusammen, das finde ich klasse“, sagte der Minister. Bei der Veranstaltung wurden knapp 220.000 Euro an Spendengeldern gesammelt, die der Stiftung Deutsche Sporthilfe zugute kommen und für junge behinderte Sportler bestimmt sind.

Das bisher in diesem Jahr größte Rennen der Welt fand im Mai in San Francisco statt. Beim ,Bay to Breakers‘ rannten über 60.000 Läufer über 12 km.