Kenenisa Bekele schafft fünftes Cross-WM-Double

Von Jörg Wenig
Das Teilnhmerfeld bei den IAAF Cross-Weltmeisterschaften in Fukuoka. © Victor Sailer
Das Teilnhmerfeld bei den IAAF Cross-Weltmeisterschaften in Fukuoka. © Victor Sailer

Kenenisa Bekele hat bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Fukuoka (Japan) am Wochenende seine einmalige Serie fortgesetzt. Der Äthiopier schaffte zum fünften Mal in Folge einen Doppelsieg bei diesen Titelkämpfen. Diese in der Leichtathletik-Geschichte einmalige Leistung wird wohl unübertroffen bleiben. Denn vom nächsten Jahr an wird es bei der Cross-WM nur noch einen Langstreckenlauf geben. Die Kurzstrecke wurde gestrichen. „Ich habe alles erreicht im Cross, daher könnte es sein, dass ich im nächsten Jahr nicht mehr bei dieser WM an den Start gehe“, erklärte Kenenisa Bekele. Am Sonnabend triumphierte er zunächst über die 4-Kilometer-Strecke, allerdings war es knapp. Denn Isaac Songok lief ein starkes Rennen und wurde Zweiter. „Ich habe mein Bestes gegeben und wollte hier Gold gewinnen. Aber trotzdem habe ich das Rennen mit Bekele genossen, und Silber ist auch ein gutes Ergebnis für mich“, erklärte der Kenianer. Der Marokkaner Adil Kaouch, WM-Zweiter über 1.500 Meter im letzten Sommer, wurde Dritter.

Am Sonntag siegte Bekele über 12 km in seinem traditionellen Stil. Er setzte sich am Ende des Rennens ab und ließ seinen Teamkameraden Sileshi Sihine hinter sich. Der kam als Zweiter ins Ziel, während der Kenianer Martin Mathathi Dritter in 35:44 Minuten wurde. Trotzdem Bekele und Sihine sehr gute Leistungen erzielten, gewann Kenia den Team-Titel.

Tirunesh Dibaba (Äthiopien), die am Sonnabend die 8 km vor Lornah Kiplagat (Holland) und Meselech Melkamu (Äthiopien) gewonnen hatte, verpasste am Sonntag den Doppelsieg. Sie gab über die 4-km-Kurzdistanz sogar auf. Ihre Teamkollegin Gelete Burka wurde Weltmeisterin vor der Kenianerin Priscah Jepleting in 12:51. Als Dritte kam Meselech Melkamu, die ihre zweite Medaille gewann, ins Ziel.