Bernds Geschichte: Erfahrungen auf dem Weg zum ersten Marathon

Von Bernd Liebscher mit David Wright

Eine Botschaft von Uta:

Die folgende Geschichte beschreibt Bernds langen Weg, seine Erfahrungen und sein überwältigendes Endergebnis: „Ja, ich habe es tatsächlich geschafft!“ Freudentränen! Bernd hat Dinge in seinem Leben verändert — er wollte diese Veränderungen, er war konsequent und er hat durchgehalten!

Als wäre das so einfach … Sie wissen wahrscheinlich nur zu gut, was ich meine! Manchmal kann man die Veränderungen noch nicht greifen, doch man wünscht es sich so sehr. Und dann, ganz plötzlich passiert es. Und das ist eine phantastische Erfahrung.

Erfolgsgeschichten liefern den Beweis: Auch SIE können es schaffen! Was Sie dazu brauchen ist Selbstvertrauen, den Glauben daran, dass Veränderung möglich ist und den Wunsch, besser zu werden! Es gibt immer wieder die Chance für einen Neuanfang, vielleicht nehmen Sie den Beginn eines neuen Jahres zum Anlass oder die Bemerkung eines guten Freundes, wie Bernd es getan hat, oder Sie lassen sich durch eine Erfolgsgeschichte inspirieren es gibt so viele Möglichkeiten neu zu beginnen!

Ich hoffe, Bernds Geschichte kann Sie ebenso inspirieren, wie sie mich inspiriert hat. Es gibt Momente, da denke ich an seine Geschichte und mach mich auf zu einem weiteren Trainingslauf am Ende einer arbeitsreichen Woche. Ich bin so dankbar für all sein Bemühen und seine Stärke!

Wenn Sie uns Ihre Erfolgsgeschichte ebenfalls erzählen möchten, dann schreiben Sie uns. Mein Team und ich freuen uns über Ihre Zuschrift und vielleicht können Ihre Erfahrungen andere Menschen inspirieren! Bitte schreiben Sie vorzugsweise in englischer Sprache an uta@TakeTheMagicStep.com

Ein Salut auf ein großartiges neues Jahr, auf alle Neuanfänge und den magischen den ersten IHREN ersten Schritt zu einem besseren Wohlbefinden und Fitness! Auf diesem einzigartigen Weg möchten wir Sie gerne begleiten…

Für 2009 und darüber hinaus wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Erreichen Ihrer neuen Ziele!

Bleiben Sie fit! Keep running!

Uta

Meine Geschichte

von Bernd Liebscher

Mein erster Marathon liegt gerade hinter mir und es war fast so, als wäre Uta die ganze Zeit neben mir gelaufen! Ich danke ihr und dem Take The Magic Step-Team für diese Website, die sehr viel zu meiner Motivation und meinem Erfolg beigetragen hat.

Bernd an seinem Schreibtisch in Bangkok, 2005. © Alle Fotos wurden von Bernd Liebscher zur Verfügung gestellt.
Bernd an seinem Schreibtisch in Bangkok, 2005. © Alle Fotos wurden von Bernd Liebscher zur Verfügung gestellt.

Ich bin 1,78 m groß und vor noch gar nicht allzu langer Zeit wog ich 99 kg. Mein Taillenumfang vergrößerte sich im Laufe der Zeit von 81 cm auf 101,6 cm. Es war unmöglich, in meiner Konfektionsgröße noch etwas Schickes zum Anziehen zu finden und wenn ich in den Spiegel schaute, versuchte ich das zu ignorieren, was ich sah. Eines Tages begann ein alter Freund mich spaßeshalber „Uan“ zu nennen, das ist der Thai-Begriff für „Fettsack“ und mir wurde schlagartig bewusst: Ich hatte mich gehen lassen und aus dem einst fitten und gut aussehenden Mann ist langsam der sprichwörtliche übergewichtige und ungesunde Geschäftsmann geworden. Mein Freund hat genau das getan, was ich brauchte mit diesem Namen hat er mich wachgerüttelt. Danach war klar, mein Leben musste sich ändern.

Ich begann mit Joggen und Schwimmen und suchte im Internet nach der Inspiration, die mich beim Weitermachen unterstützen würde. Glücklicherweise führte Google mich zu www.TakeTheMagicStep.com. Mir gefiel der Schreibstil, doch was noch viel wichtiger war, ich konnte mir plötzlich vorstellen wie es wäre, selbst wieder fit zu sein. Je mehr Artikel ich über Ernährung und Sport auf der Website gelesen hatte, desto mehr wollte ich all diese positiven Wirkungen von Fitness am eigenen Leib erfahren.

Vorher – Bernd im Jahr 2005.
Vorher – Bernd im Jahr 2005.

Ich war nicht immer so schlecht in Form. Als Polizist in Bayern gehörte ich fast acht Jahre zu einer taktischen Spezialeinheit. 1999 zog ich nach Bangkok, Thailand, um dort für ein Unternehmen zu arbeiten. Beruflich bin ich sehr erfolgreich gewesen, heute bin ich Leiter des Bereichs Supply Chain Management in einem führenden multinationalen Unternehmen. Jede Beförderung bedeutete jedoch gleichzeitig auch mehr Verantwortung und längere Arbeitszeiten. Außerdem waren da noch die zahlreichen Geschäftsessen oder die Drinks mit Freunden. Die Zeit für Sport wurde immer knapper. Genau genommen war die Zeit schon da, aber ich habe sie nicht gesehen oder einfach nicht genutzt. Ich hatte andere Prioritäten, wie beispielsweise vor dem Fernseher zu sitzen, bis zum Mittag zu schlafen oder mit Freunden wegzugehen.

Ich bin Uta nie begegnet, doch wir liegen altersmäßig ja nicht weit auseinander und ich habe ihre legendäre Karriere als Weltklasse-Marathonläuferin verfolgt, in der sie einen Sieg nach dem anderen erreichte. Nachdem ich also im Internet auf www.TakeTheMagicStep.com gestoßen war und Uta vollständig vertraute, bin ich ihren Empfehlungen auf der Website einfach gefolgt und begann ernsthaft mit dem Training.

Nachher – wenige Stunden vor dem Bangkok-Marathon 2008.
Nachher – wenige Stunden vor dem Bangkok-Marathon 2008.

Durch den Artikel „Träume werden wahr“ lernte ich, mir realistische Ziele zu setzen Schritt für Schritt. Von langsamen, kurzen Läufen steigerte ich mich von Tag zu Tag zu schnelleren und längeren Läufen. Ich ging zweimal in der Woche zum Schwimmen und trainierte regelmäßig im Fitnessstudio. Außerdem achtete ich auf eine ausgewogene und kohlenhydratarme Ernährung mein Leben begann wirklich sich langsam zu verändern.

Um mich selbst zu inspirieren, habe ich jedes Mal, wenn ich mich gewogen und ein Kilo abgenommen hatte, eine Ein-Liter-Flasche mit so viel Wasser gefüllt, dass sie genau ein Kilo wog. Sobald sechs Flaschen voll waren, legte ich sie in eine große Sporttasche. Für jedes weitere Kilo kam eine neue Flasche hinzu. Die Tasche deponierte ich in meinem Schlafzimmer und immer wenn ich an ihr vorbei lief, hob ich sie hoch. So konnte ich jedes Mal fühlen, wie viel schwerer die Tasche geworden war und mir wurde klar, um wie vieles ich nun leichter sein musste. Auf diese Weise war es mir gelungen, meinen Erfolg sichtbar zu machen.

Als ich im Juli 2008 durch den Lumpini Park joggte, fielen mir Läufer auf, die sich auf einen 10-Kilometer-Lauf vorbereiteten. Ich schloss mich Hunderten von anderen Läufern an und habe mich unglaublich gefreut, als ich am Ende des Rennens eine Finisher-Medaille erhielt und ein paar neue Freunde gefunden hatte. Zwei Wochen später bestritt ich einen Halbmarathon auf der Ziellinie schossen mir beim Blick auf die Uhr Freudentränen in die Augen: 2:22:02 Stunden. In diesem Augenblick traf ich meine Entscheidung: Mit Utas Hilfe würde ich mich auf den Marathon vorbereiten! Eifrig verschlang ich auf der Take The Magic Step-Website all die Tipps für die Wochen und Tage bis zum Rennen allerdings muss ich gestehen, dass ich hin und wieder einem Stück Pizza nicht widerstehen konnte. (Irgendwie war das Stück Pizza psychologisch wichtig für mich, denn es gab mir das Gefühl, immer noch normal zu sein und nicht auf alles verzichten zu müssen, was mir schmeckte). Zum Schluss las ich den Artikel mit den Tipps für die letzten Tage vor dem Marathon und hielt mich strikt daran.

Ich hatte den Bangkok-Marathon anvisiert, der im November 2008 stattfand. Dabei handelt es sich um ein großes internationales Ereignis, an dem Tausende von Läufern starten. Der Streckenverlauf geht vorbei am Königspalast, dem Parlament sowie Tempeln und Statuen berühmter thailändischer Staatsmänner. Am Tag vor dem Rennen habe ich mich auf die Waage gestellt ich hatte mein Gewicht runter auf 72 kg gebracht, also in acht Monaten 27 kg abgenommen davon 10 kg während der vier Monate, in denen ich mich auf den Marathon vorbereitet hatte. Mein Taillenumfang war wieder auf schlanke 81 cm geschrumpft.

In der Nacht vor dem Marathon machte ich kein Auge zu. Um Mitternacht stand ich auf, zog meine Laufkleidung an und machte mich auf den Weg zum Grand Palace. Wegen der großen Hitze sollte der Marathon von dort aus bereits um 3:30 Uhr starten. Mein Ziel waren 4 Stunden 30 Minuten, doch ich war so aufgeregt, dass ich viel schneller lief als ich mir vorgenommen hatte … 10 Kilometer in 55 Minuten, 20 Kilometer in 1:56 Stunden. Schließlich wurde ich langsamer. Bei der 30-Kilometer-Marke habe ich mit mir selbst gerungen und diskutiert. „Bernd, hör auf zu rennen und gehe lieber … nein, gehe nicht, renne weiter … was zum Teufel mache ich hier eigentlich? … Komm schon, gehe jetzt … ich bin so müde … nein, verdammt, nein! … Komm schon, ein kleines Stück gehen und dann kannst du wieder rennen … NEIN, NEIN, NEIN! Ich bin so weit gekommen, ich höre jetzt nicht auf, vergiss es … ich werde es schaffen …“ Ich erspare Ihnen den Rest dieses Monologes, doch was für mich wichtig war, ich bin weitergelaufen ich folgte Utas Ratschlägen Schritt für Schritt.

Dann ganz plötzlich ging die Sonne über der Stadt auf und ich konnte die Skyline von Bangkok erkennen. Es war phantastisch. Ich hatte wieder zu einem guten Laufrhythmus gefunden und die Zuschauer feuerten uns an. Ob Sie es glauben oder nicht, ich habe überhaupt nicht mehr auf meine Zeit geachtet es war mir einfach nicht mehr wichtig, denn ich spürte den Geist und die Atmosphäre dieses Marathon-Rennens und genoss es. Ich war stolz auf mich. Außerdem habe ich einen neuen Freund gefunden; während des Rennens gab ich einem anderen Läufer einen meiner letzten Energie-Gels, weil er mit seinen Kräften fast am Ende war. Er war mir sehr dankbar für die Hilfe und es hat mir Spaß gemacht, ihn glücklich zu sehen. Du läufst niemals alleine!!!

Bernd mit seiner Finisher-Medaille nach dem Bangkok-Marathon.
Bernd mit seiner Finisher-Medaille nach dem Bangkok-Marathon.

Nach der letzten Kurve konnte ich die Ziellinie sehen ich dachte wirklich, ich werde gleich verrückt. Ich dachte an meine Mutter und an meinen Vater (die ich beide liebe). Ich dachte an mich selbst, als ich noch 99 kg wog, meine Zeit an den Wochenenden vor dem Fernseher verschwendete, meine Freizeit in Bars verbrachte; fett, faul und langweilig war und Bundweite 40 trug. Auf den letzten 250 Metern dachte ich darüber nach, was ich für mich selbst getan und was ich erreicht hatte und ich weinte vor Glück.

Ich war nach 5:00:32 Stunden als 1052. von 1867 Läufern im Ziel. Ich war müde, meine Beine schmerzten, doch ich war glücklich.

Nach dem Lauf ging ich wieder zurück zu meinen alten Freunden von www.TakeTheMagicStep.com um den Artikel „Nach dem Marathon: So kommen Sie schnell wieder auf die Beine“ zu lesen. Anschließend setzte ich mich hin, um Uta in einer E-Mail Danke zu sagen und sie einzuladen, ein Stück von dem köstlichen Blaubeer-Käsekuchen aus Bangkok zu probieren.

Nachwort: Auch nachdem ich nun all die magischen Schritte gemacht habe, bin ich immer noch erfolgreich in meinem Beruf, nehme weiterhin an Geschäftsessen teil und mache verrückte Sachen zusammen mit meinen Freunden. Mir ist eines klar geworden: Wenn man richtig plant und sich vernünftig ernährt, muss man auf nichts verzichten. Jetzt habe ich viel mehr Energie, meine Lebensqualität hat sich verbessert und mein Leben ist viel besser organisiert.

Für 2009 habe ich mir neue Ziele gesetzt und ich will mich neuen Herausforderungen stellen: Den Berlin-Marathon im September will ich in 3:45 Stunden schaffen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, einen Ironman-Triathlon zu absolvieren (halbe Distanz = kluge Zielsetzung).

Und wie bereits in Bangkok, wird Uta die ganze Zeit an meiner Seite sein!