Giving

"Go Mom"-Poster-Mädchen, Dana-Farber Marathon Challenge 2006. © Laura Wulf
„Go Mom“-Poster-Mädchen, Dana-Farber Marathon Challenge 2006. © Laura Wulf

Das Dana-Farber-Krebsinstitut und der Jimmy Fund

Das ultimative Ziel des Dana-Farber-Krebsinstituts ist es, Krebs, AIDS sowie damit verbundene Krankheiten und Ängste zu besiegen. Das Institut wurde 1947 gegründet und hat sich dem Auftrag verschrieben, krebskranken Kindern und Erwachsenen die bestmögliche und einfühlsamste Behandlung zukommen zu lassen und zugleich das Verständnis für die Krankheit, die Diagnose, die Behandlung, die Heilung und Prävention von Krebs und krebsbedingten Krankheiten voranzutreiben. In Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School und einem vom National Cancer Institute mitgestalteten Krebszentrum (Comprehensive Cancer Center) stellt Dana-Farber auch Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für zukünftige Generationen von Ärzten und Wissenschaftlern zur Verfügung. Zudem werden speziell für Risikogruppen und medizinisch unterversorgte Menschen Programme entwickelt, die für mehr Gesundheitsbewusstsein innerhalb dieser Personengruppen werben. Darüber hinaus verbreitet Dana-Farber auch neue Therapieansätze und neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl in den USA als auch weltweit. Beim alljährlichen Boston-Marathon erzielen die Teilnehmer der Dana-Farber-Marathon Challenge Spendengelder für die Krebsforschung in mehrfacher Millionenhöhe.

Bei der Überreichung des Schecks 2003 © privat
Bei der Überreichung des Schecks 2003 © privat

„Mein Engagement für Dana-Farber begann 1998. Ich war eingeladen, auf der Pasta Party am Vorabend des Boston- Marathon eine Rede vor Teilnehmern des Dana-Farber-Marathon-Teams zu halten“, erinnert sich Uta. „Damals wusste ich zwar, dass das Institut eine gute und wichtige Arbeit leistete, aber ich hatte keine Vorstellung davon, wie großartig diese Organisation war. Es war erstaunlich zu beobachten, wie eng Wissenschaftler, Ärzte, Pflegepersonal, Kinder und deren Eltern zusammenarbeiteten. Im Laufe der Jahre ist das Marathon-Programm gewachsen und im gleichen Maße wuchsen meine Wertschätzung und mein Verständnis für alles, was diese Organisation leistet.”

Mehr Informationen über Dana-Farber: www.Dana-Farber.org
Mehr Informationen über Dana-Farber-Marathon Challenge: www.Dana-Farber.org/How-to-Help/Dana-Farber-Marathon-Challenge.aspx


Take The Magic Step® und Dana-Farber

Pasta-Dinner vor dem Boston-Marathon im April 2007 © Justin Knight
Pasta-Dinner vor dem Boston-Marathon im April 2007 © Justin Knight
Dana-Farber Marathon Challenge 2007 © Justin Knight, Fotograf für das Dana-Farber-Krebsinstitut
Dana-Farber Marathon Challenge 2007 © Justin Knight, Fotograf für das Dana-Farber-Krebsinstitut

Uta hatte das Glück, dass sich aus diesem ersten Pasta Dinner im Jahr 1998 eine enge Verbundenheit zwischen ihr und dem Dana-Farber-Institut entwickelt hat. Seit 1998 spricht sie jedes Jahr am Vorabend des Boston-Marathons zu den Läufern, sie besucht die Kinder im Krankenhaus, pflegt regelmäßigen Kontakt zu den Krebspatienten und engagiert sich bei Spendenaktionen.

„Diese Kinder müssen täglich einen Marathon bestreiten”, sagt Uta. „Es ist wichtig, dass ich und jetzt auch das Take The Magic Step-Team die Bemühungen und den täglichen Kampf dieser Kinder unterstützen.”

Der nachfolgende Text ist ein Beispiel für Utas Arbeit mit Dana-Farber. Uta sprach am 18. April 2004 – dem Vorabend des 108. Boston-Marathons – zu einer Gruppe von krebskranken Kindern in Boston.

Ich bin sehr glücklich, dass ich auch in diesem Jahr wieder zu Eurer Pasta-Party am Vorabend der nun 108. Ausgabe des Boston-Marathons eingeladen worden bin. Danke! Ich hoffe, Ihr alle habt einen tollen Abend und eine gute Portion Carboloading! Doch am allermeisten hoffe ich für die Läufer unter Euch, dass Ihr wegen des morgigen Laufs nicht zu aufgeregt seid.

Ich habe mir für diese Rede keine Notizen gemacht, denn was ich gleich erzählen werde, kommt direkt aus meinem Herzen. Mit einer kleinen Geschichte möchte ich Euch für morgen viel Erfolg wünschen.

Ich habe das große Glück, eine ganz besondere kleine Freundin zu haben. Klein ist vielleicht etwas untertrieben, denn sie ist größer als ich – aber sie ist viel jünger – gerade mal 14 Jahre alt. Sie hat wunderschönes langes, dunkles Haar, die schönsten braunen Augen, die ich je gesehen habe und ein großes Herz. Im vergangenen Jahr habe ich sie mehrmals getroffen und bei jeder Begegnung war ihr Haar etwas länger geworden.

Das hat mich neugierig gemacht und deshalb habe ich sie gefragt, warum sie ihr Haar bis zu den Hüften wachsen lässt. Ihre Augen fingen an zu strahlen und sie fragte mich, ob ich schon einmal etwas über „Locks for Love“ (Locken der Liebe) gehört habe. Ich verneinte und fragte sie, was das bedeutet. Darauf erklärte sie mir, dass Kinder ihre Haare ganz lang wachsen lassen, damit daraus eine Perücke für andere Kinder gemacht werden kann, die eine brauchen. Dabei handelte es sich um ein landesweites Programm, mit dem krebskranke Kinder unterstützt wurden. Ich war so glücklich über diese Aktion zu hören, dass ich sie fragte: „Und wie lang muss dein Haar sein, damit daraus eine Perücke gemacht werden kann?“ Daraufhin hat sie mir erzählt, dass die Haare mindestens 25 cm lang sein müssen. Dass sie ihr Haar aber ein wenig länger wachsen lässt, damit auch die Haarspitzen, die manchmal etwas kaputt sind, gut an der Perücke aussehen.

Als nun endlich der große Tag gekommen war und wir zum Friseur gingen, war sie schrecklich besorgt, dass etwas schief gehen könnte. Ihr größter Wunsch war es, einem anderen Mädchen zu helfen. Ihre Haare wurden gemessen und sie waren mehr als lang genug – sie würden eine großartige Spende sein. Auf dem Nachhauseweg war sie plötzlich ganz still. Ich dachte, vielleicht braucht sie etwas Zeit, um sich an ihr neues Aussehen zu gewöhnen. Doch dann sah sie mich an und ihr sanfter Blick hat mich tief berührt, sie fragte mich: „Glaubst Du wirklich, dass ich damit einem anderen Mädchen helfen kann?” Ich strich ihr übers Haar und sagte: „Ja, meine Kleine, das kannst Du ganz bestimmt und ich bin so glücklich, dass Du das getan hast….. Ich hab’ dich so lieb.”

Dann musste ich an einige von euch Kindern denken. Ihr wart so stark, habt niemals aufgegeben und hattet immer ein Lächeln auf den Lippen, wenn ich Euch im Krankenhaus besucht habe. Ich verspreche Euch, wir werden Euch immer helfen! Meine tiefste Bewunderung gilt Euch und Euren Eltern, Euren Laufpartnern, den Ärzten und dem Pflegepersonal, den Wissenschaftlern, Euren Freunden und natürlich all den Sponsoren des Dana-Farber-Krebsforschungs-Programms. Danke für Eure hingebungsvolle Liebe und Betreuung der Kinder. Und den Läufern unter Euch wünsche ich viel Glück für den morgigen Lauf! Vielleicht solltet Ihr eine helle Laufkappe aufsetzen, damit Ihr einen kühlen Kopf bewahrt, denn der Wetterbericht sagt warme Temperaturen und Sonnenschein voraus. Wir werden Euch über die gesamte Marathonstrecke begleiten.

Ich möchte noch ein Wort an alle richten, die heute Abend hier sind: „Bitte lasst uns niemals aufgeben – und dafür hab’ ich Euch lieb!“