WM-Aktuell: Konchellah-Sohn Kamel auch im 800-m-Finale

Yusuf Saad Kamel steht auch über 800 m am Sonntag im Finale. © www.photorun.net

Yusuf Saad Kamel steht auch über 800 m am Sonntag im Finale. © www.photorun.net

Mit dem 1.500-Meter-Sieger Yusuf Saad Kamel (Bahrain), dem Sohn des früheren kenianischen 800-m-Weltmeisters Billy Konchellah, aber ohne den Führenden in der Jahresweltbestenliste, Abubaker Kaki (Sudan), wird am Sonntag das 800-m-Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin stattfinden.

Der 26-jährige Yusuf Saad Kamel gewann das zweite von drei Halbfinals am Freitagabend mit einer Zeit von 1:45,01 Minuten – es war das mit Abstand schwerste Rennen der Vorschlussrunde. Denn die Auslosung der einzelnen Läufe hatte eine Reihe der besten Mittelstreckler der Welt in diesem Halbfinale zusammen gebracht. Hinter Kamel erreichten Yuriy Borzakovskiy (Russland/1:45,16), Alfred Yego (Kenia/1:45,22) und Mbulaeni Mulaudzi (Südafrika/1:45,26) das Finale.

Das erste Halbfinale hatte überraschend Nick Symmonds (USA) in 1:45,96 Minuten für sich entschieden. In diesem Rennen hatte Abubaker Kaki großes Pech. In der zweiten Kurve traf ihn der Fuß eines anderen Konkurrenten so unglücklich von hinten am Fuß, dass er das Gleichgewicht verlor und fiel. Bram Som (Holland) und Marcin Lewandowski (Polen) fielen dann über Kaki, so dass auch sie keine Chance mehr auf das Finale hatten. Der Pole lief als Einziger weiter und wurde abgeschlagener Sechster. Das dritte Halbfinale gewann Amine Laalou (Marokko) in 1:45,27.

Auch im Halbfinale über 1.500 m der Frauen gab es einen prominenten Ausfall: Ohne die kenianische Überraschungssiegerin von Peking 2008, Nancy Langat, wird am Sonntag das Finale der Frauen stattfinden. Während die Äthiopierin Gelete Burka souverän das Rennen an der Spitze bestimmte und in 4:10,19 Minuten gewann, kam Langat nicht über Rang sieben in 4:11,10 hinaus.

Den ersten der beiden Läufe hatte die Titelverteidigerin Maryam Yusuf Jamal (Bahrain) in 4:03,64 Minuten souverän, wenn auch knapp gewonnen. Ihr folgten Natalia Rodriguez (Spanien/4:03,73) und Lisa Dobriskey (Großbritannien/4:03,84).

Auch am Freitagabend standen auf dem Programm der Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion keine Finalrennen.