WM-Aktuell: Hindernis-Vorläufe dominiert von kenianischen Läufern

Brimin Kipruto ist sehr optimistisch bezüglich der kenianischen Chancen über 3.000-m-Hindernis. Hier ist er auf dem Weg zum Vorlaufsieg bei der WM.© www.photorun.net

Brimin Kipruto ist sehr optimistisch bezüglich der kenianischen Chancen über 3.000-m-Hindernis. Hier ist er auf dem Weg zum Vorlaufsieg bei der WM.© www.photorun.net

Die Kenianer haben ihre Überlegenheit auf der 3.000-m-Hindernisstrecke bei den Vorläufen der Weltmeisterschaften in Berlin am Sonntagvormittag eindrucksvoll bewiesen. Da Brimin Kipruto als Titelverteidiger automatisch für die WM in Berlin qualifiziert war, gingen die Kenianer zu Viert ins Rennen. Und das Quartett erreichte geschlossen das Finale, das am Dienstagabend stattfinden wird. Von 15 Finalteilnehmern kommen damit vier allein aus Kenia.

Die Kenianer stellten am Sonntag bei allen drei Vorläufen auch jeweils die Sieger. Im ersten Rennen gewann Richard Mateelong in 8:17,99 Minuten vor Tareq Mubarak Taher (Bahrain/8:18,13) und Paul Koech (Kenia/8:18,16). Im zweiten Vorlauf setzte sich Weltmeister und Olympiasieger Brimin Kipruto in 8:18,07 Minuten vor dem französischen Europarekordler Bob Tahri (8:18,23) durch. Und im letzten Rennen der ersten Runde war der Olympiasieger von 2004, Ezekiel Kemboi, in 8:19,36 Minuten nicht zu schlagen. Hier war der Marokkaner Jamel Chatbi in 8:20,26 Zweiter.

„Ich glaube, ich bin in diesem Jahr in noch besserer Form als vor einem Jahr, deswegen erwarte ich von mir gute Resultate”, sagte Brimin Kipruto und fügte optimistisch hinzu: „Ich glaube, dass es nicht so schwer wird für uns, alle drei Medaillen zu gewinnen. Wir werden uns einen Plan zurecht legen für den Endlauf.”

WM-Start von Radcliffe wird immer wahrscheinlicher 

Währenddessen gewann Paula Radcliffe ihr Testrennen vor dem möglichen WM-Marathonstart am kommenden Sonntag in Berlin. Die Britin startete zum ersten Mal in diesem Jahr. Dabei siegte sie beim Halbmarathon in New York in 69:45 Minuten. Sie sei noch nicht sicher, ob sie bei der WM starten würde, erklärte sie danach der britischen BBC. Noch am Abend wollte die Marathon-Weltrekordlerin ins Flugzeug Richtung Berlin einsteigen. Erst in den nächsten Tagen wird Paula Radcliffe dann entscheiden, ob sie beim Marathon startet. „Wenn ich mich nicht 100-prozentig gut fühle, werde ich nicht laufen. Aber ein Start ist jetzt wahrscheinlicher als noch vor einer Woche”, sagte Paula Radcliffe der BBC.

Am Sonntagabend standen in Berlin keine Entscheidungen im Mittel- oder Langstreckenlauf auf dem Programm.