
Schüler der Silgich-Hill-Akademie mit Paul Koech (mitte). © Victah Sailer
KIMbia Athletics hat das Charity-Projekt, Schulgeld für kenianische Kinder zu sammeln, 2005 auf den Weg gebracht. Die Gebühr für ein Schuljahr beträgt zwar nur zwischen 400 und 700 US-Dollar, aber die meisten Kinder bekommen die Schulbildung, die über die Grundschule hinausgeht, einfach nicht finanziert. Um auf diesen Missstand hinzuweisen, hat KIMbia eine Stiftung gegründet, die jungen, viel versprechenden Schülern die Möglichkeit gibt, sich schulisch wie auch sportlich weiterzuentwickeln.
KIMbia ist sehr dankbar für die bis jetzt erhaltenen Spenden. Unter den Spendern befindet sich auch die zweite Klasse des Lehrers D. aus Carlisle, Massachusetts. Der Weltklasseläufer Paul Koech, der die Silgich-Hill-Akademie 2004 gegründet hat (siehe: www.kimbia.net/charity.php), besuchte die Schulklasse im letzten Jahr und erzählte den Schülern von seiner Schule und der Not vieler kenianischer Kinder. Die Schüler sammelten anschließend 650 US-Dollar und unterstützen jetzt einen Fünftklässler an der Silgich-Hill-Akademie. Die Carlisle-Schüler haben auch Schulzubehör an die Schule geschickt und einen Briefwechsel gestartet. Bob und Anne Rothenberg, ehemalige Trainer der Brown Universität, haben sich ebenfalls bereit erklärt, eine Schülerin an der Singore Mädchen-Oberschule in Iten zu unterstützen.
KIMbia möchte ganz besonders Victor Sailer, dem bekannten Sportfotografen aus New York, danken, der sehr großzügig gespendet hat. Victor arbeitet seit vielen Jahren eng mit kenianischen Athleten zusammen und wollte etwas Bedeutendes der Leichtathletik zurückgeben, aber vor allem den Kenianern. Er gab www.kimbia.net das folgende Interview:
Sie sind schon in Kenia gewesen – ist das der Grund für Ihr Engagement?
Victor: Als ich im letzten Jahr nach Kenia geflogen bin, um das KIMbia-Team zu fotografieren, bat mich mein guter, alter Freund, Paul Koech, seine Schule anzuschauen. Ich hab mir die Silgich-Akademie angeschaut und war so beeindruckt, dass ich Paul versprach, den Kindern zu helfen, um so eine tolle Schule zu unterstützen.
Sehen Sie das als langfristiges Engagement für die Kinder in Kenia?
Victor: Ich habe Tom Ratcliffe und Paul Koech gesagt, dass ich mein Bestes geben werde, um das mindestens für die nächsten 10 Jahre zu machen. Es ist wirklich eine ganz spezielle Schule.
Wollen Sie mit der Schule und den Kindern in Kontakt stehen? Vielleicht um zu sehen, wie Ihre Spenden verwendet werden?
Victor: Ich möchte meiner Nichte und Familie das kenianische Leben näher bringen. Meine Nichte wird mit der Schule per Post in Kontakt stehen. Ich hoffe, dass ich meine Schwester und meine Nichte 2007 nach Kenia mitnehmen kann.
Haben Sie in der Vergangenheit schon einmal etwas Vergleichbares gespendet?
Victor: Ich habe nur einmal mein altes Auto karikativ gespendet, aber das ist jetzt meine Premiere.
Was denken Sie über Kenia?
Victor: Ich bin jetzt dreimal in Kenia gewesen und habe jedes einzelne Mal genossen. Das kenianische Leben ist im Gegensatz zu unserem europäischen und amerikanischen Leben so einfach.