
Irina Mikitenko siegte über 10 km in Oelde. © www.photorun.net
Lornah Kiplagat ist in New York zu einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg gelaufen. Die gebürtige Kenianerin, die für die Niederlande startet, gewann das 10-km-Frauenrennen in 32:10 Minuten. Dabei schaffte die 33-Jährige einen Hattrick. Denn nach 2003 hat Lornah Kiplagat die ,New York Mini 10 k’ auch 2005 und 2006 gewonnen. In der 36-jährige Geschichte des Rennens haben nur zwei Frauen noch einen Sieg mehr errungen: Grete Waitz (Norwegen) und Tegla Loroupe (Kenia). Das traditionelle Event war 1972 der erste reine Frauenlauf der Welt.
„Ich komme immer wieder gerne zu diesem Rennen, denn ich mag Atmosphäre“, erklärte Lornah Kiplagat. „Ursprünglich wollte ich eine schnelle Zeit laufen, aber nach der ersten Hälfte der Strecke merkte ich, dass das heute nicht klappt.“ Kiplagat war die ersten 5 km in 15:39 Minuten gerannt und benötigte dann für den zweiten Teil mangels Konkurrenz 16:31. Im Ziel hatte sie acht Sekunden Vorsprung auf die überraschend starke Neuseeländerin Kim Smith. In einem Sprintduell um Platz drei war die Britin Mara Yamauchi in 32:21 Minuten vor der zeitgleichen Benita Johnson (Australien) im Ziel. Fünfte wurde mit Jelena Prokopcuka (Lettland) eine weitere prominente Marathonläuferin.
Lornah Kiplagat hatte im vergangenen Oktober als Straßenlauf-Weltmeisterin über 20 km einen Weltrekord von 63:21 Minuten aufgestellt. Im März feierte sie den größten Erfolg ihrer Karriere, als sie in Mombasa (Kenia) Cross-Weltmeisterin wurde. Nun bereitet sie sich auf ihren WM-Start in Osaka Ende August über 10.000 m vor.
Doppelerfolge für KIMbia beim Bellin-Lauf
Beim Bellin-Lauf in Wisconsin (USA) feierten die Athleten von KIMbia einen Doppelerfolg. John Korir (Kenia), in den vergangenen Jahren immer wieder einer der stärksten Straßenläufer in den USA, gewann das 10-km-Rennen in 28:09 Minuten vor seinem Trainingspartner Tom Nyariki (28:20). Auch Rang drei ging an einen Kenianer: Charles Munyeki lief 29:17.
Immer besser in Form kommt KIMbias Edna Kiplagat. Die Kenianerin gewann den Bellin-Lauf souverän in 32:28 Minuten vor der Britin Kathy Butler (33:16), die ebenfalls zum KIMbia-Team gehört. Dritte wurde Jenny Crain (USA) in 34:18. Edna Kiplagat, die versuchen wollte, ihre 10-km-Bestzeit von 32:02 Minuten zu verbessern, hatte bereits in der Anfangsphase des Rennens ihre Konkurrentinnen hinter sich gelassen. Uta Pippig, die den Bellin-Lauf 1995 gewonnen hatte, lief locker mit und war nach 42:17 Minuten im Ziel.
Mottram gewinnt zwei Meilen, Tegenkamp läuft US-Rekord
Beim Prefontaine Classic in Eugene (USA), einem Meeting der IAAF World Athletics Tour, gewann Craig Mottram das Zwei-Meilen-Rennen in starken 8:03,50 Minuten. „Ich bin noch nicht ganz da, wo ich hin möchte – aber ich bin froh darüber, wie die Dinge laufen“, sagte der Australier, der Tariku Bekele, den jüngeren Bruder von Kenenisa, besiegte. Bekele lief über die selten gelaufene Distanz 8:04,83 Minuten. Vierter wurde KIMbias Matt Tegenkamp, der in 8:07,07 Minuten den US-Rekord um über vier Sekunden verbesserte. Die alte Marke hatte Alan Webb vor zwei Jahren mit 8:11,68 aufgestellt.
Irina Mikitenko bleibt auf der Straße erfolgreich
Irina Mikitento bleibt auf der Straße. Die international erfolgreichste deutsche Bahn-Langstreckenläuferin der letzten Jahre gewann den Oelder City-Lauf über 10 km in 32:39 Minuten. Das ist die schnellste Zeit einer deutschen Läuferin über diese Straßendistanz in diesem Jahr. Die 34-jährige Läuferin des TV Wattenscheid plant in diesem Herbst ihr Marathondebüt, so dass sie ein wesentlich stärkeres Gewicht auf die Straßenläufe legt als in der Vergangenheit.
Mit 69:46 Minuten hält Irina Mikitenko auch die deutsche Jahresbestzeit im Halbmarathon. Im Marathon möchte Irina Mikitenko bei ihrem Debüt auf jeden Fall unter 2:30 Stunden laufen. Gemessen an ihren Bahn-Bestzeiten dürfte das Potenzial der Olympia-Siebenten über 5.000 Meter von Athen 2004 im Marathon sicherlich bei Zeiten von mindestens 2:25 Stunden liegen.
Auf der Bahn ist Irina Mikitenko in diesem Jahr nur bei den Deutschen 10.000-m-Meisterschaften an den Start gegangen. Dort wurde sie in 32:42,95 Minuten Zweite. Die WM in Osaka dürfte für Irina Mikitenko kein Thema sein. Auf der Straße lief sie nun in Oelde schneller als auf der Bahn. Dabei ließ sie die zweitplatzierte Kenianerin Alice Mogire (32:53) deutlich zurück. Dritte wurde Beatrice Omwanza (Kenia) in 32:56. Auf den Plätzen fünf und sechs liefen Luminita Zaituc (LG Braunschweig/33:26) und Susanne Hahn (SV Saar Schlau.com Saarbrücken/33:59) ins Ziel.
Bei den Männern belegten die Kenianer die ersten fünf Plätze. Hier siegte Charles Koech in 28:27 Minuten vor Paul Langat (28:45) und Ben Kimwole (28:46).