Die Läufer von KIMbia haben in den vergangenen Wochen wiederum eine Reihe von Topleistungen gezeigt. Sammy Kipketer (Kenia) wurde Dritter über die 5.000 Meter beim Finale der TDK Golden League in Berlin. Währenddessen konnte Gilbert Okari (Kenia) seine Siegserie bei den US-Straßenrennen fortsetzen. Er gewann in Puerto Rico über 10 Kilometer das sechste Rennen in Folge.
Sammy Kipketer hat wiederum einen starken Lauf gezeigt. Der 23-jährige Kenianer kam beim TDK Golden League Finale am Sonntag (4. September) als Dritter ins Ziel. Beim ISTAF im historischen Olympiastadion konnte er sich mit einem starken Finish von hinten auf Platz drei vorarbeiten und kam nach 13:01,55 Minuten ins Ziel.
Beim letzten Wettkampf der höchsten Kategorie der Leichtathletik-Meetings, der TDK Golden League, haben 50.000 Zuschauer ein spannendes 5.000-m-Rennen verfolgt. Während die Spitze das Rennen mit hohem Tempo anging, blieb Sammy Kipketer zu Beginn des Rennens am Ende des Feldes. Aber dann fing er an, dieses von hinten aufzurollen. Kurz vor der letzten Runde hatte er die Führungsgruppe erreicht. Mit einem starken Schlusssprint konnte er sich den dritten Platz sichern und überholte fast noch den Weltmeister Benjamin Limo (13:45,45). Außer dem Gewinner Bernard Lagat, einem ehemaligen Kenianer, der nun für die USA startet, war Sammy Kipketer offenbar der Schnellste im Feld im letzten Teil des Rennens.
„Ich habe mich während des Rennens gut gefühlt, und das Ergebnis ist gut. Es war ein wenig zu heiß heute”, sagte Sammy Kipketer nach dem Rennen. Im Gegensatz zu vielen anderen Wettkämpfen in diesem Sommer schien die Sonne bei einer Temperatur von über 25° Celsius. „Ich freue mich nun auf das World Athletics Final in Monte Carlo am nächsten Wochenende”, sagte Sammy Kipketer. Neun Tage zuvor war er in Brüssel beim TDK Golden League Meeting als Fünfter die zweitschnellste Zeit seiner Karriere über die 10.000 m gelaufen (26:52,60). Auch Bob Tahri belegte in Brüssel den fünften Platz, allerdings über die 3.000-m-Hindernis in 8:10.22.
Sechster Sieg für Gilbert Okari in Puerto Rico
Keinem scheint es zu gelingen, Gilbert Okari auf den Straßen Amerikas zu stoppen – und ebenfalls nicht in Puerto Rico. Es war in Toa Baja, wo Gilbert Okari seine Serie ausweitete zum sechsten Sieg in Folge ausweitete. Er gewann das Carrera International Abraham Rosa 10-km-Rennen am 21. August mit 28:41 Minuten. Sein KIMbia-Team-Kollege John Korir wurde Dritter.
An einem warmen Nachmittag hätte Gilbert Okari noch einfacher gewinnen können, wenn er nicht kurz vor dem Ziel falsch abgebogen wäre. Nachdem es immer wieder Führungswechsel mit seinen kenianischen Kollegen Wilson Kiprotich, John Korir und Paul Kosgei auf den ersten vier Kilometern gegeben hatte, entschied sich Gilbert Okari dafür, sein eigenes Rennen zu laufen. Die anderen konnten ihm nicht folgen, und er konnte einen 50-m-Vorsprung heraus arbeiten. Aber dann bog er falsch ab, und das kostete ihm den Streckenrekord von 28:29 Minuten und fast auch das gesamte Rennen. Am Ende war Gilbert Okari eine Sekunde vor Wilson Kiprotich (28:42) im Ziel. John Korir wurde Dritter mit 28:45. Eine große Lücke gab es hinter Korir: Robert Cheruiyot wurde Vierter in 29:05 Minuten.
Vor dem Rennen in Puerto Rico hatte Gilbert Okari Falmouth, Beach to Beacon, Bix 7 in Davenport, Atlantas Peachtree und den Utica-Boilermaker-Lauf gewonnen. Dazu kommt noch der Sieg im Mai in San Francisco (Bay to Breakers).
Gilbert Okari ist nun wieder im Training in Kenia und bereitet Starts bei den Herbst-Rennen vor. Der 27-Jährige hofft auf die Nominierung durch den kenianischen Verband für die IAAF-Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Edmonton am 1. Oktober. Er wird außerdem als Hase beim Chicago-Marathon am 9. Oktober fungieren. Eine Reihe von KIMbia-Athleten werden dort starten.