Sabrina Mockenhaupt siegt zum zweiten Mal in Berlin

Sabrina Mockenhaupt gewinnt in Berlin. © Marisa Reich

Sabrina Mockenhaupt gewinnt in Berlin. © Marisa Reich

Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) hat zum zweiten Mal nach 2005 den AVON RUNNING Berliner Frauenlauf gewonnen. Über die 10-km-Distanz reichten der 26-Jährigen, die vor einer Woche Deutsche Meisterin über 10.000 m geworden war, im Tiergarten 34:41 Minuten. Bei der 24. Auflage der Veranstaltung ging die Rekordzahl von 12.615 Frauen und Mädchen aus 49 Nationen an den Start. „Die Zahlen zeigen, dass der Laufboom nicht abschwächt“, erklärte Race-Direktor Mark Milde. In der Geschichte des AVON RUNNING Berliner Frauenlauf sind nunmehr schon über 100.000 Frauen und Mädchen in Berlin an den Start gegangen.

„Das ist ein echtes Highlight, die Stimmung an der Strecke war wieder super“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die vom Start weg die Führung übernahm und das Rennen souverän gewann. Im Ziel hatte sie gut drei Minuten Vorsprung auf Claudia Tutsch (OSC Berlin/37:43). Dritte wurde Maria Heinrich (LAV Halensia/38:05). Bei den 5-km-Läuferinnen war Juliane Becker (LAC Quelle Fürth) mit 17:38 Minuten die schnellste.

Sabrina Mockenhaupt will nun zunächst versuchen, sich über 5.000 m für die WM in Osaka zu qualifizieren, nachdem sie bei zwei Versuchen die Norm über 10.000 m verpasst hatte. „Ob ich es über 10.000 Meter noch einmal versuche, weiß ich jetzt noch nicht genau. Ich muss mir meine Kräfte auch einteilen“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die in Köln im Oktober ihr Marathon-Debüt laufen wird. „Wenn es dann bedeuten sollte, dass ich bei der WM nicht dabei bin, dann ist es eben so.“

Vivian Cheruiyot bei Frauenlauf in Glasgow vorne

Auch in Glasgow fand am Wochenende ein großer Frauenlauf statt. Hier siegte die Kenianerin Vivian Cheruiyot. Die frühere Cross-Weltmeisterin bei den Juniorinnen lief über die 10-km-Strecke 32:08 Minuten und hatte im Ziel einen Vorsprung von elf Sekunden auf die Äthiopierin Aslech Mergi. Dritte wurde Hilda Kibet (Kenia) in 32:25. Die 23-jährige Vivian Cheruiyot war erst zwei Tage zuvor beim IAAF Super-Grand-Prix-Meeting in Doha über 1.500 m an den Start gegangen. Trotz der Reisestrapazen war sie nicht zu schlagen in Glasgow.

Katie McGregor US-Meisterin über 25 km

Die US-Amerikanerin Katie McGregor hat die 30. Auflage des Grand Rapids über 25 km gewonnen und sich damit zugleich den nationalen Titel über diese Distanz gesichert. Die 29-Jährige lief bei ihrem Debüt über diese Strecke 1:25:53 Stunden und lag damit deutlich vor der Russin Tatiana Chulakh (1:28:33). Dritte wurde Alicia Craig (USA) in 1:29:25. McGregor, die eine hochklassige 10.000-m-Bestzeit von 31:21,20 Minuten (2005) hat, war allerdings im vergangenen Jahr bereits den New-York-Marathon gelaufen. Dabei hatte sie 2:32:36 erreicht. Bei den Männern gewann Julius Kibet das Rennen in 1:14:25 Stunden. Dabei verpasste der Kenianer die eine Woche zuvor von seinem Landsmann Patrick Makau Musyoki in Berlin aufgestellte Jahresweltbestzeit um drei Sekunden. Zweiter war Brian Sell, der sich in 1:14:48 den US-Titel sicherte.

Kenianische Gewinner beim Karstadt-Marathon

Rund 22.000 Teilnehmer hatten sich für den Karstadt-Marathon im Ruhgebiet gemeldet, in den auch Rennen über kürzere Distanzen integriert waren. Aus zwei unterschiedlichen Startorten ging es dabei in Richtung Ziel nach Essen. Einmal mehr dominierten die Kenianer das Geschehen. Sie belegten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die ersten drei Ränge.

Auf dem Kurs von Oberhausen nach Essen erreichte Sieger Jonathan Keiyo 2:13:28. Bei seinem überlegenen Sieg distanzierte er Jospeh Ngolepus um über sechs Minuten. Während der Zweitplatzierte 2:20:07 lief, wurden für Eliud Kering auf Rang drei 2:22:49 gestoppt. Bei den Elite-Frauen, die von Dortmund nach Essen liefen, gewann Mary Ptikany in 2:30:05 vor Salima Chelimo (2:36:58) und Irene Cherop (2:41:09). Deutsche Topathleten waren beim Karstadt-Marathon nicht am Start. Frank Busemann, der frühere Weltklasse-Zehnkämpfer, lief den Marathon von Oberhausen nach Essen und war nach 4:09:51 Stunden im Ziel.

Hitze stoppt Rekordhoffnungen in Prag

Ein weiteres traditionelles Frühjahrs-Marathonrennen in Europa litt am Sonntag unter warmen Wetterbedingungen. Beim Prag-Marathon machten Temperaturen von über 20 Grad Celsius sämtliche Hoffnungen auf schnelle Zeiten zunichte. Schließlich gewann der Portugiese Helder Ornelas in 2:11:49 Stunden vor dem Kenianer Luka Chelimo (2:12:36) und einem weiteren Potugiesen: Paulo Gomes wurde Dritter in 2:12:51. Der vermeintliche Favorit Joseph Riri (Kenia) wurde Vierter in 2:13:50. Bei den Frauen siegte Nailya Yulamanova (Russland) in 2:33:10 vor der Polin Malgorzata Sobanska (2:35:02). Den Startschuss zu dem Rennen mit rund 4.000 Läufern hatte der Staatspräsident der Tschechischen Republik, Vaclav Klaus, gegeben.