Pamela Jelimo setzt ihre Siegserie fort

Pamela Jelimo bleibt über 800 m ungeschlagen. Auch in Rom gewann sie mit großem Vorsprung. © www.photorun.net

Pamela Jelimo bleibt über 800 m ungeschlagen. Auch in Rom gewann sie mit großem Vorsprung. © www.photorun.net

Kenias Aufsteigerin des Jahres bleibt im Jackpot-Rennen der IAAF Golden League: Beim dritten von sechs Meetings der Serie in Rom siegte Pamela Jelimo erneut über 800 m. Gewinnt sie nun auch noch nächste Woche in Paris sowie nach den Olympischen Spielen bei den Meetings in Zürich und Brüssel partizipiert sie am Golden League-Jackpot von einer Million US-Dollar. Dabei sind nach Rom nicht mehr fünf, sondern nur noch zwei Athleten im Rennen: Neben Pamela Jelimo gilt dies noch für die kroatische Hochspringerin Blanka Vlasic. Bleiben beide siegreich, kassiert also jede eine halbe Million Dollar.

Newcomerin Pamela Jelimo, die beim DKB ISTAF in Berlin am 1. Juni mit 1:54,99 Minuten ihren eigenen Juniorinnen-Weltrekord sowie den Afrika-Rekord verbesserte, lief dieses Mal 1:55,69 Minuten – einmal mehr eine Weltklassezeit. Die frühere 400-m-Läuferin bleibt damit über 800 m weiterhin ungeschlagen. Pamela Jelimo siegte souverän vor der Weltmeisterin Janeth Jepkosgei (Kenia/1:58,74), die sich mit einer Hundertstelsekunde vor Yuliya Krevsun (Ukraine) durchsetzte. Die 1.500-m-Weltmeisterin Maryam Jamal (Bahrain) wurde in 1:59,34 Minuten Vierte.

Gute Ergebnisse gab es in Rom auch über 5.000 m: Weltrekordlerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) siegte in 14:36,58 Minuten vor ihrer Landsfrau Meselech Melkamu (14:38,78) während die beste Kenianerin, Priscah Jepleting Cherono, als Dritte in 14:45,12 mit deutlichem Abstand folgte. Hier sind die Äthiopierinnen beim Rennen um olympisches Gold in Peking ganz klar favorisiert. Auch bei den Männern siegte ein Äthiopier: Sileshi Sihine, der in China über 10.000 m antreten wird, setzte sich in 13:04,94 Minuten vor Eliud Kipchoge (Kenia/13:05,26) durch. Dritter wurde mit Tariku Bekele (13:06,00) der Bruder des Weltrekordlers Kenenisa.

Starkes russisches Frauen-Trio im olympischen Marathon

Ein starkes russisches Frauen-Trio wird bei den Olympischen Spielen im Marathon an den Start gehen. Für Russland werden in Peking Galina Bogomolova, Irina Timofeyeva und Svetlana Zakharova über 42,195 km laufen. Die 30-jährige Bogomolova steigerte sich in diesem Jahr als Siegerin des Rom-Marathons auf 2:22:53 Stunden. Als 38-Jährige lief auch Timofeyeva im Frühjahr ihre Bestzeit. Sie gewann in Hamburg mit 2:24:14. Zakharova schließlich hat eine Bestzeit von 2:21:31 Stunden, die aber bereits sechs Jahre alt ist. Die 37-Jährige meldete sich aber nach einer Babypause als Zweite in Frankfurt 2007 zurück und wurde dann erneut Zweite in London im April mit 2:24:39.

Frankfurt-Marathon lockt Topläufer und Manager mit hohen Prämien

Die deutsche Börsenmetropole wird für Weltklasseläufer, aber auch für laufende Manager immer interessanter: Beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon sind die Zeitprämien für die Veranstaltung am 26. Oktober 2008 angehoben worden und befinden sich nunmehr auf internationalem Topstandard. „Es wird jetzt richtig aufregend“, freut sich Race-Direktor Jo Schindler. Für den Sieg bei den Männern zahlt Dresdner Kleinwort bei einer Laufzeit unter 2:07 Stunden eine Prämie von 75.000 Euro. Der Sieg wird mit weiteren 15.000 Euro honoriert, für die Verbesserung des Streckenrekords von Wilfred Kigen (2:07:58/2007) sind nochmals 5.000 Euro ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt für den siegreichen Topläufer im besten Fall demnach 95.000 Euro. Auch die schnellste Läuferin kann maximal 95.000 verdienen, das Zeitlimit für den neuen Sonderbonus in Höhe von 75.000 Euro beträgt 2:22:30 Stunden. Der Kursrekord wird seit drei Jahren von der Russin Alevtina Biktimirova gehalten (2:25:12).

Eine weitere Neuerung bei der diesjährigen Veranstaltung ist der so genannte „Marathon Manager 2008“, eine Sonderwertung für Führungskräfte, seien es Unternehmer, Selbstständige, Manager aus Unternehmen und Organisationen. Initiiert hat die Aktion die Business Performance Academy (BPA) in Heidelberg, genauer Chairman Hans Verheijke. „Gemäß unserer Philosophie wollen wir damit die Verbindung zwischen Sport und Management stärken“, so Verheijke. Dass die Sonderwertung in der Banken- und Börsenmetropole ein Erfolg wird, davon sind Schindler und Verheijke fest überzeugt. Eine Klasse für sich sind nämlich auch die Siegerpreise für den schnellsten Manager und die schnellste Managerin in Höhe von jeweils 15.000 Euro. Ein Bestandteil ist die Teilnahme – inklusive kompletter Kostenübernahme – am Dubai-Marathon im Januar 2009.

Es geht auch breitensportlich weiter aufwärts mit dem Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon. Dies belegen die neuesten Meldezahlen. Bislang haben sich für die Traditionsveranstaltung am 26. Oktober knapp zehn Prozent mehr Marathonläufer registrieren lassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Natürlich muss man im seit Jahren zunehmend umkämpften Marathonmarkt etwas vorsichtig sein“, sagt Jo Schindler. „Angesichts der neuesten Zahlen gehe ich aber davon aus, dass wir in Frankfurt unser gesetztes Jahresziel von mehr als 12.000 Marathonstartern erreichen werden.“ Im Vorjahr sind beim ältesten deutschen Stadtmarathon – die Premierenveranstaltung fand 1981 statt – 11.507 Teilnehmer am Start gewesen. Die Attraktivität des für Elite-, Breiten- und Hobbysportler gleichermaßen interessanten Kurses ist in diesem Jahr nochmals gesteigert worden, wobei die wichtigste Änderung nach dem ,Relaunch’ den Opernplatz betrifft: Hier wird nun dreimal vorbei gelaufen, und zwar bei Kilometer 9, 38 und 41. Zudem fällt die zweite Passage des Startbereichs weg, stattdessen führt die Strecke über die Senckenberganlage und die Bockenheimer Landstraße.