Nelson Kiplagat und Hiromi Ominami gewinnen in San Diego

Hiromi Ominami gewann das Jubiläumsrennen in San Diego. © www.photorun.net

Hiromi Ominami gewann das Jubiläumsrennen in San Diego. © www.photorun.net

Der Kenianer Nelson Kiplagat und die Japanerin Hiromi Ominami haben die 30. Auflage des San Diego-Halbmarathons gewonnen, bei dem zum Jubiläum die Rekordzahl von 7.633 Läufern an den Start ging.

Im Männerrennen fiel die Entscheidung bei Kilometer 15, als sich der 27-jährige Kiplagat von seinem schärfsten Konkurrenten Tesfaye Girma löste. Der Äthiopier, der eine Bestzeit von 61:24 hat, fiel aufgrund von Magenproblemen deutlich zurück, wurde aber am Ende noch Zweiter in 66:20 Minuten. Nelson Kiplagat hatte das Ziel nach 64:25 erreicht. Rang drei belegte der Kenianer Josphat Ndeti in 66:41.

Bei den Frauen kam es erstmals in den USA zu einem Aufeinandertreffen der 31-jährigen Zwillinge Hiromi und Takami Ominami. Beide trainieren zurzeit in Boulder (Colorado). Dabei setzte sich Hiromi bereits unmittelbar nach dem Startschuss von ihrer Schwester ab und lief einem klaren Sieg entgegen. Am Ende gewann sie in 72:49 vor ihrer Schwester (74:58). Dritte wurde Magdalena Lewy Boulet (USA) mit 75:22.

Beide Vorjahressieger wieder in New York am Start

Der ING New York City-Marathon wird am 4. November mit beiden Vorjahressiegern gestartet. Sowohl der brasilianische Überraschungssieger Marilson Gomes dos Santos als auch die Lettin Jelena Prokopcuka gaben ihre Zusagen für das Rennen, das mit über 40.000 Anmeldungen ausverkauft ist. Für Breitensportler gibt es Startnummern für New York aber noch über Reisebüros in Verbindung mit Flug und Hotel.

Der 29-jährige dos Santos hatte sich im vergangenen Jahr unter anderen gegen den Weltrekordler und Titelverteidiger Paul Tergat (Kenia) sowie den Olympiasieger Stefano Baldini (Italien) durchgesetzt. Der erste brasilianische Sieger des New York-Marathons lief 2:09:58 Stunden. „Es war erstaunlich, welche Begeisterung mein Sieg in meiner Heimat auslöste“, sagte dos Santos. „Ich weiß, dass es nicht leicht wird, diesen Erfolg zu wiederholen. Aber ich weiß seit dem letzten Jahr auch, dass ich mit den besten Marathonläufern der Welt nicht nur mithalten kann sondern sie auch besiegen kann.“

Für Jelena Prokopcuka geht es am 4. November um zweierlei: Sie könnte als zweite Frau nach Grete Waitz den New York-Marathon zum dritten Mal in Folge gewinnen. „Das ist eine aufregende Herausforderung, denn mit einem weiteren Sieg könnte ich zu einer Legende werden“, sagt die 30-jährige Läuferin, die in New York unter anderen auf die Kenianerinnen Rita Jeptoo (Boston-Siegerin 2006), Catherine Ndereba (Weltmeisterin 2003) und Susan Chepkemei (Rotterdam-Siegerin 2001) treffen wird. Gewinnt Jelena Prokopcuka in New York, ist sie zudem die erste Siegerin der World Marathon Majors (WMM). Hier teilen sich der beste Mann und die beste Frau nach zwei Jahren einen Jackpot von einer Million Dollar.

Auch Gete Wami läuft in Berlin

Gete Wami wird beim 34. real,- Berlin-Marathon am 30. September als Titelverteidigerin an den Start gehen. Nach der Startzusage der Äthiopierin werden somit auch in Berlin beide Vorjahressieger antreten. Wamis Landsmann Haile Gebrselassie will den Welt- und Streckenrekord von Paul Tergat (Kenia/2:04:55 Stunden) angreifen.

Auch für Gete Wami geht es um mehr als nur den Sieg in Berlin. Gewinnt sie erneut das Rennen mit rund 40.000 Läufern, würde sie die Führung in der Serie der World Marathon Majors übernehmen. Wird Wami in Berlin Zweite, wäre sie punktgleich mit der derzeit führenden Jelena Prokopcuka.

Gete Wami hatte im vergangenen Jahr in Berlin ihre heute noch gültige Bestzeit von 2:21:34 Stunden aufgestellt. Damals war diese Zeit auch ein äthiopischer Rekord. In der Zwischenzeit hat diesen Berhane Adere jedoch auf 2:20:42 Stunden verbessert. Die Bestmarke wieder an sich zu reißen und als neunte Läuferin der Leichtathletik-Geschichte unter 2:20 Stunden zu laufen, das sind die Ziele von Gete Wami in Berlin. Damit würde die 10.000-m-Weltmeisterin von 1999, die im April beim Flora London-Marathon als Zweite 2:21:45 gelaufen war, auch die Jahresweltbestzeit von 2:20:38 unterbieten. Diese hält die London-Siegerin Chunxiu Zhou (China).