
Lineth Chepkurui setzt ihre beeindruckende Siegesserie bei den diesjährigen amerikanischen Straßenrennen fort. © www.photorun.net
Mit ihrem Sieg beim 13. Annual TD Bank Beach to Beacon 10-Kilometer-Rennen in Cape Elizabeth, Maine, bewies KIMbias Lineth Chepkurui am Samstag erneut ihre Überlegenheit bei den US-Straßenrennen in diesem Jahr. Ihre Siegzeit von 30:59 war die erste Zeit unter 31 Minuten, die je von einer Läuferin in Maine bei einem 10-km-Rennen gelaufen wurde, und bedeutete zudem einen neuen Streckenrekord. Damit unterbot sie den vier Jahre alten Rekord der Russin Alventina Ivanova um 26 Sekunden. „Ich habe versucht, alles zu geben und das Tempo zu forcieren, so dass ich meine Bestzeit laufen konnte”, sagte sie. „Ich wusste, dass meine Kolleginnen sehr stark waren, und war deswegen besorgt. Ich musste das ganze Rennen über Druck machen, und hatte Glück, dass ich die Ziellinie in dieser Zeit überquert habe”, erzählte sie Race Results Weekly nach dem Rennen. Wude Ayalew aus Äthiopien wurde Zweite in 31:07, während Lineth Chepkuruis Landsfrau Edna Kiplagat den dritten Platz in 31:33 belegte. Als Vierte kam die Titelverteidigerin Irene Limika (Kenia) nach 33:06 ins Ziel.
Das Frauen-Rennen auf dem Punkt-zu-Punkt-Kurs mit der hügeligen Streckenführung entlang der schönen Küste von Maine war von Anfang an schnell, da Edna Kiplagat, Wude Ayalew und Lineth Chepkurui über die erste Meile mit den führenden männlichen Läufern mitgingen. So setzte sich diese Gruppe schnell von den restlichen Läuferinnen ab, und fast bis zum Schluss blieb es ein Drei-Frauen-Rennen. Edna Kiplagat war schließlich die erste, die zurückfiel und Wude Ayalew sowie Lineth Chepkurui die Führung überließ. Als die beiden den Anstieg kurz vor dem Ziel am historischen Portland Headlight erreichten, war es Lineth Chepkurui, die das Tempo vorgab und die Äthioperin schließlich klar hinter sich ließ. Lineth Chepkurui sah locker und entspannt aus, als die Ziellinie überquerte. Der Sieg der
22-Jährigen am Samstag in Maine war ein weiterer in einer ganzen Reihe von Erfolgen bei hochrangigen amerikanischen Straßenrennen in diesem Jahr – dazu zählten Siege bei den Lilac Bloomsday 12 km, den Bay to Breakers 12 km und dem Cherry Blossom
10-Meilen-Rennen.

Gebre Gebremariam aus Äthiopien setzt sich im Schlusssprint knapp vor KIMbias Alan Kiprono durch und gewinnt den Beach to Beacon 10-Kilometer-Lauf. © www.photorun.net
Im Rennen der Männer fiel die Entscheidung viel enger aus. So siegte der 25-jährige Gebre Gebremariam aus Äthiopien in 27:40 Minuten mit nur zwei Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten, KIMbias Alan Kiprono aus Kenia (27:42), der das erste Mal an einem Rennen in den USA teilgenommen hatte. Dritter wurde der Kenianer Wilson Chebet in 27:45. Dieser hatte von Anfang an für ein schnelles Tempo gesorgt. Bis zur fünften Meile sah es so aus, als wäre es sein Rennen. Dann jedoch ließ er nach, und Gebre Gebremariam, Alan Kiprono sowie Stephen Kibet (Kenia) schlossen schnell zu ihm auf. Einen Kilometer vor dem Ziel schien es, als wären Wilson Chebet, Gebre Gebremariam und Stephen Kibet die ersten drei Plätze sicher, aber Alan Kiprono ließ sich nicht abschütteln und schloss die Lücke. Auf den letzten 800 Metern kämpften alle vier um den ersten Platz. Letzten Endes war es jedoch Gebre Gebremariams Schlussspurt, der sich auszahlte. Der gerade einmal
20-jährige Alan Kiprono wird trainiert von Utas Coach, Dieter Hogen. Nach dem Rennen erzählte er Take The Magic Step®: „Es war Alans erstes Rennen in den USA. Er ist ein großes Talent, und natürlich freue ich mich als sein Trainer für ihn.” Die Masters Division der Männer wurde von einem weiteren KIMbia-Athleten gewonnen: James Kosgei (Kenia) überquerte in 29:55 Minuten die Ziellinie.
Fast 6.000 Läufer aus 17 Nationen gingen bei nahezu perfekten Wetterbedingungen bei dem Rennen an den Start und wurden von Tausenden von Zuschauern entlang der Strecke angefeuert. Ein Teil des Erlöses aus diesem Rennen kommt dem Junior Achievement in Maine zugute, einer gemeinnützigen Organisation, die Schulungen im Bereich Wirtschaft anbietet. Diese haben bisher fast 9.000 Schulkinder in Maine inspiriert, Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen zu entwickeln, die ihnen zu mehr Erfolg in einer globalen Wirtschaft verhelfen können.