Korir siegt in Rotterdam, Melese in Paris

Sammy Korir (links) neben Munji und Paul Tergat beim real,- Berlin-Marathon. © Victah Sailer

Sammy Korir (links) neben Munji und Paul Tergat beim real,- Berlin-Marathon. © Victah Sailer

Der Rotterdam-Marathon hat am Sonntag einmal mehr hochkarätige Zeiten im Männerrennen produziert. Gleich drei Läufer blieben unter 2:07 Stunden. Sammy Korir (Kenia) gewann in der Jahresweltbestzeit von 2:06:38 Stunden. Mindaye Gishu (Äthiopien) war in 2:28:30 schnellste Frau. Beim zeitgleich stattfindenden Paris-Marathon gewann Gashaw Melese (Äthiopien) in 2:08:03 Stunden. Auch hier war das Frauenrennen vergleichsweise schwächer. Die Russin Irina Timofejewa siegte in 2:27:22. In Paris waren 36.500 Läufer am Start.

Ein hochkarätiges und spannendes Rennen entwickelte sich auf einem veränderten Kurs in Rotterdam. In fast sekundengenau 1:30 Stunden hatte die Spitzengruppe Kilometer 30 erreicht. Danach wurde das Tempo noch etwas forciert, so dass es bei Kilometer 35 (1:44:43) sogar nach einer Endzeit von unter 2:06 Stunden aussah. Die Führungsgruppe hatte sich zu diesem Zeitpunkt auf drei Läufer reduziert. Der spätere Sieger Sammy Korir, der in Berlin 2003 als Zweiter hinter seinem Landsmann Paul Tergat 2:04:56 gelaufen war und damit nach wie vor der zweitschnellste Marathonläufer aller Zeiten ist, rannte neben dem überraschend starken Paul Kirui und Charles Kibiwott (beide Kenia).

Das Trio lieferte sich einen erbitterten Kampf um den Sieg. Erst auf dem letzten Kilometer fiel eine Vorentscheidung. Sammy Korir konnte sich von Charles Kibiwott lösen, nachdem kurz zuvor Paul Kirui zurückgefallen war. Kirui zog dann auf den letzten Metern noch an Kibiwott vorbei und wurde Zweiter in 2:06:44. Kibiwott steigerte seine persönliche Bestzeit als Dritter ebenfalls deutlich auf 2:06:52. Dies sind die drei schnellsten Zeiten des Jahres bisher. Sieben Läufer blieben in Rotterdam unter 2:10 Stunden. Den avisierten Streckenrekord seines Landsmannes Felix Limo (2:06:14) verpasste Sammy Korir jedoch.

Das Frauenrennen ist in Rotterdam meistens vergleichsweise schwächer besetzt. So war es auch heute. Mindaye Gishu (Äthiopien) siegte in 2:28:30 vor Helena Javornik (Slowenien/2:29:37) und Isabel Eizmendi (Spanien/2:31:53). Susanne Ritter (Saarbrücken) schaffte als Vierte bei ihrem Marathon-Debüt in 2:32:34 die Qualifikation für die EM in Göteborg im August.

In Paris war es ein Äthiopier, der den Kenianern die Show stahl: Gashaw Melese siegte in flotten 2:08:03 Stunden vor den Kenianern Kiprotich Kenei (2:08:51) und Bernard Barmasai (2:08:52). Auch dieses Rennen hatte eine gute Qualität und produzierte sechs Zeiten unter 2:10 Stunden. Die Männer standen im Mittelpunkt während Irina Timofejewa in 2:27:22 vor Natalja Volgina (beide Russland/2:27:32) und Pamela Chepchumba (Kenia/2:29:48) gewann. Die Teilnehmerzahl von 36.500 war ein Rekord für Paris.