
Lornah Kiplagat siegte erneut beim World's Best 10 km-Rennen. © www.photorun.net
Lornah Kiplagat hat zum fünften Mal in Folge die ,World’s Best 10 km’ in San Juan (Puerto Rico) gewonnen. Bei dem Straßenlauf am Sonntagabend lief die gebürtige Kenianerin, die für Holland startet, flotte 31:02 Minuten. Schnellster Mann war nach einem dramatischen Finish der Äthiopier Deriba Merga in 28:03.
Lornah Kiplagat zeigte sich in San Juan gut erholt, nachdem sie beim Dubai-Marathon vor einem Monat aufgrund einer Wadenmuskel-Verletzung aufgegeben hatte. Allerdings entwickelte sich ein spannendes Rennen mit Mestawet Tufa. Die Äthiopierin ließ sich nicht abschütteln und übernahm in der Schlussphase sogar die Führung. Doch am Ende reichten Tufas Kräfte nicht, so dass die Halbmarathon-Weltmeisterin und –Weltrekordlerin noch mit zehn Sekunden Vorsprung gewann. Dritte wurde die 10.000-m-Vize-Weltmeisterin von Osaka 2007, Elvan Abeylegesse. Die Türkin, die aus Äthiopien stammt, lief 31:38 Minuten. Insgesamt fünf Läuferinnen blieben unter 32 Minuten.
Bei den Männern belegten die Afrikaner die ersten zehn Plätze in San Juan. Dabei hatte Silas Kipruto Pech, nachdem er kurz vor dem Ziel die Führung übernommen hatte, dann aber einem Fahrzeug folgte, das die Strecke verließ. Der Kenianer bemerkte den Fehler zwar sofort, hatte aber entscheidende Meter verloren, so dass Deriba Merga schließlich in 28:03 Minuten eine Sekunde vor ihm im Ziel war. Dritter wurde der Kenianer Wilson Kipsang in 28:09.
Drei Läufer unter 61 Minuten beim Rom-Halbmarathon
Gute Zeiten erzielten die schnellsten Männer beim Rom-Ostia-Halbmarathon. Hier gewann der Kenianer Jonathan Kosgei in 60:19 Minuten vor zwei Landsleuten, die ebenfalls noch unter 60:30 Minuten liefen. James Kwambai wurde Zweiter in 60:22, David Mandago Kipkorir belegte Platz drei mit 60:23. Bei den Frauen gewann Souad Ait Salem zum zweiten Mal ein großes Rennen in der italienischen Metropole. Im März 2007 hatte die Läuferin aus Algerien überraschend den Rom-Marathon in der Streckenrekordzeit von 2:25:08 Stunden gewonnen, nun siegte sie in 69:15 Minuten über die halbe Distanz. Vincenza Sicari (Italien/70:21) und Margaret Okayo (Kenia/73:06) belegten die nächsten Plätze. Die frühere Weltklasse-Marathonläuferin Okayo, die unter anderem in London und New York gewonnen hatte, startete ein Comeback nach einer langen Verletzungspause.
Jan Fitschen gewinnt siebenten Hallentitel in Folge
Jan Fitschen hat seine Erfolgsserie in der Halle fortgesetzt: Der 10.000-m-Europameister von Göteborg gewann das 3.000-m-Rennen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Es war bereits das siebente Mal in Folge, dass der 30-Jährige diesen Titel gewann. Fitschen war nach 7:54,43 Minuten vor Arne Gabius (7:58,32) und dem Hindernis-Spezialisten Filmon Ghirmai (beide LAV Asics Tübingen/8:00,44) im Ziel.
„Nach der bisher verkorksten Saison war das Rennen für mich wie ein Befreiungsschlag“, erklärte Jan Fitschen, der lange Zeit von der Tempoarbeit durch Arne Gabius profitierte. Gabius hatte dabei erfolglos versucht, Fitschen abzuhängen. In der Endphase des Rennens konnte er dann nicht mehr gegenhalten, nachdem der Europameister das Tempo forciert hatte. Während ein Hallen-WM-Start für Fitschen alleine schon deswegen nicht in Frage kommt, weil er die Norm von 7:52 Minuten nicht erreicht hat, wird Gabius sicherlich vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für die globalen Titelkämpfe in Valencia Anfang März nominiert. „Ich habe vor zehn Tagen meine Diplomarbeit abgegeben. Jetzt kommen noch ein paar Prüfungen und dann geht es optimistisch in die Olympiavorbereitung“, sagte Jan Fitschen, der Physik studiert.
Eine Marathon-Spezialistin diktierte im 3.000-m-Rennen der Frauen das Tempo: Melanie Kraus (Bayer Leverkusen) machte einen für sie sehr ungewöhnlichen Ausflug in die Halle und gewann am Ende immerhin eine Bronzemedaille in 9:32,60 Minuten. Im Spurt am Ende lag Antje Mödner (SC Potsdam) in 9:23,18 Minuten deutlich vor Simret Restle (Eintracht Frankfurt/9:26,21).
Sabrina Mockenhaupt gewinnt Militär-WM-Gold im Cross
Nicht am Start in Sindelfingen war Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon eV). Sie reiste stattdessen nach Thun und startete bei den Militär-Cross-Weltmeisterschaften. Der Ausflug in die Schweiz hat sich gelohnt: Mockenhaupt wurde über die 4-km-Distanz Weltmeisterin in 12:56 Minuten vor Maria Laghrissi (Marokko/13:04) und Natalie de Vos (Belgien/13:12). Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch (LAV Rostock) wurde 15. in 13:56.