KIMbias Okari verteidigt Titel in Falmouth

Gilbert Okari gewann das Falmouth-Straßenrennen vor seinem KIMbia-Teamkameraden Tom Nyariki, den er bei Meile sechs des insgesamt 7,1 Meilen langen Kurses überholte. Okaris Sieg am vergangenen Sonntag in 31:53 Minuten war sein dritter aufeinander folgender Triumph bei diesem klassischen Rennen, das am Meer entlang in Massachusetts ausgetragen wird. Nyariki wurde in 32:03 Minuten Zweiter. KIMbias John Korir, der das Falmouth-Rennen 1999, 2001 und 2003 gewann, wurde Dritter in 32:39.

Auch wenn das Wetter in diesem Jahr mit leichtem Rückenwind und kühlen Temperaturen glänzend war, kam Okari nicht an den Streckenrekord von 31:08 Minuten heran, den er 2004 aufgestellt hatte. Das Rennen begann gemächlich, die ersten Meilen wurden in Zeiten von rund 4:40 Minuten gelaufen. Dann aber zog Okari spürbar das Tempo an, auf 4:20. In der sechsten Meile, die Okari in 4:18 lief, konnte Nyariki nicht mehr mithalten und lief das Rennen alleine zu Ende.

Okari hatte erst in der letzten Woche beim Beach to Beacon 10-Kilometer-Lauf in Maine eine ähnliche Taktik versucht. Dort machte ihm aber sein linkes Bein zu schaffen, und er musste das Tempo herausnehmen. Nyariki konnte dadurch gewinnen. Nach dem Sieg in Falmouth sagte Okari: „Ich bin die ganze Woche über ruhig gelaufen, und das Problem mit meinem Bein wurde von Tag zu Tag besser. Deshalb war ich überzeugt, dass es heute klappen könnte. Ich weiß, dass Tom schneller ist als ich, also habe ich nach drei Meilen angefangen auf das Tempo zu drücken. Ich bin sehr glücklich, hier gewonnen zu haben. Jetzt habe ich auch dreimal in Falmouth gesiegt, genauso wie Korir.” Okari gesellt sich damit zu Korir und Bill Rodgers, die alle jeweils dreimal das Rennen gewinnen konnten. Von diesen dreien ist Okari aber der einzige, der dreimal in Folge siegreich war. Auch wenn er mit 58 Jahren kein Kandidat mehr im Rennen um den Sieg in Falmouth ist, ließ es sich Rodgers nicht nehmen, in diesem Jahr auch wieder dabei zu sein – wie in fast jedem Jahr seit seinen Siegen in den 70ern. Aber auch andere ehemalige Sieger, wie die Beach-to-Beacon-Initiatorin Joan Samuelson, die trotz einer Wadenverletzung gute 42:30 Minuten lief, und Frank Shorter waren dabei.

Zwei ehemalige Sieger liefen weiter vorne: Die Russin Alventina Ivanova, die im Jahr 2004 in Falmouth siegte und letzte Woche beim Beach to Beacon dominierte, rannte mit einer Zeit von 35:43 ganze 47 Sekunden schneller als die dreimalige Falmouth-Gewinnerin Catherine Ndereba, die in diesem Jahr nach 36:30 Minuten als Zweite ins Ziel kam. Für KIMbias Edna Kiplagat folgte nach ihrem zweiten Platz beim Beach to Beacon nun ein dritter Rang in 36:51.

Was vor über 30 Jahren als Fun-Run begann, ist heute zu einem wichtigen Bestandteil des amerikanischen Straßenlaufes geworden. In diesem Jahr kamen 8.256 Läufer auf der Punkt-zu-Punkt-Strecke, die von einer schmalen Zugbrücke in Woods Hole bis zu den Falmouth-Höhen führt, ins Ziel.