KIMbias Gilbert Okari gewinnt World’s Best 10 km in Puerto Rico

KIMbias Gilbert Okari © www.photorun.net

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Gilbert Okari sorgte beim ersten großen internationalen 10-km-Rennen des Jahres für einen perfekten Start für KIMbia. Der 28-jährige Kenianer, der zur Trainingsgruppe von Dieter Hogen gehört, gewann den World’s Best 10-km-Lauf in Puerto Rico. In einem spannenden Zweikampf hatte er am Ende eine Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Kimutai Cosmos Koech. Okari, der im vergangenen Jahr bei diesem Rennen Zweiter war und dann eine Siegserie im US-Straßenlauf startete, rannte 28:08 Minuten. Dritter wurde Martin Lel (Kenia) in 28:13. Auf Rang fünf kam mit John Yuda (Tansania/28:38) ein weiterer KIMbia-Läufer. Hochkarätig war auch das Rennen der Frauen besetzt. Hier siegte Lornah Kiplagat (Niederlande) überraschend deutlich in erstklassigen 31:05 Minuten vor der äthiopischen 5.000-m-Weltrekordlerin Meseret Defar (32:08). Dritte wurde Zhor El Kamch (Marokko/32:20). 12.482 Läufer erreichten das Ziel.

Glück im Unglück für Kipchoge bei der kenianischen Cross-WM-Ausscheidung

Einer der Topfavoriten ist bei den kenianischen Ausscheidungsrennen für die Crosslauf-Weltmeisterschaften gescheitert, hatte am Ende aber Glück: Eliud Kipchoge ist einer der Hoffnungsträger für die Kenianer im Kampf gegen die Äthiopier bei der WM am 24. März. Bei sehr warmen und feuchten Bedingungen war Kipchoge unter einer Reihe von Favoriten, die bei dem 12-km-Rennen in Nairobi Probleme bekamen. Nach 9 km in Führung liegend, stoppte der 5.000-m-Weltmeister von 2003 plötzlich aufgrund von Magenproblemen. Mehrere Läufer sollen unter derartigen Schmerzen gelitten haben. Nachdem ein erstes WM-Team ohne Kipchoge nominiert wurde, wurde sein Name später noch hinzugefügt. Für die Kenianer haben die Cross-Weltmeisterschaften am 24. März besondere Bedeutung, denn sie sind in Mombasa erstmals Gastgeber dieser Titelkämpfe, die sie viele Jahre lang dominiert hatten.

Das 12-km-Rennen in Nairobi gewann Moses Mosop in 38:40 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung vor Gideon Ngatuny. Dritter wurde Hosea Macharinyang (38:49), der von den acht für die WM nominierten Männern bei den globalen Titelkämpfen 2006 am besten abgeschnitten hatte: Damals wurde er Sechster. Moses Mosop hatte bei der Cross-WM 2005 Rang 18 belegt. Über 10.000 m hatte der starke Bahnläufer 2005 bei der WM Bronze gewonnen.

Deutlicher war der Erfolg von Florence Kiplagat bei den Frauen. Sie gewann die 8-km-Distanz auf der Rundstrecke in 29:40 Minuten vor Prisica Jepleting (29:48) und Pamela Chepchumba (29:55).

Flanagan und Tegenkamp gewinnen US-Hallentitel

Während Kipchoge und seine Landsleute um die Startplätze bei der Cross-WM kämpften, verzichtet Shalane Flanagan freiwillig auf die Titelkämpfe in Kenia. Nach ihrem 3.000-m-Sieg bei den US-Hallenmeisterschaften in Boston am Sonnabend, erklärte sie, dass sie sich vollkommen auf das Bahntraining für den Sommer konzentrieren möchte und daher auf die Reise nach Kenia verzichten wird. Flanagan hatte sich als Zweite bei den nationalen Crossmeisterschaften für die WM qualifiziert.

Eine ganze Reihe von internationalen Athleten haben in der Zwischenzeit ihren Verzicht auf die Cross-WM bekannt gegeben. Dies hängt auch damit zusammen, dass diese Titelkämpfe in Mombasa und nicht im kenianischen Hochland stattfinden, wo es keine Gefahr einer Malaria-Infektion gegeben hätte.

Shalane Flanagan hatte vor kurzem, ebenfalls in Boston, mit einem US-Hallenrekord über 3.000 m auf sich aufmerksam gemacht. Damals rannte sie 8:33,25 Minuten. Dieses Mal reichten der 25-Jährigen 8:56,74 Minuten, um deutlich vor Lisa Galaviz (9:10,75) und Emily Field (9:11,32) zu gewinnen. „Ich laufe sehr gerne hier in Boston und denke, dass ich eine solide Leistung geboten habe“, sagte Shalane Flanagan, für die die WM-Teilnahme im August in Osaka das Saisonziel ist.

Beim 3.000-m-Rennen der Männer gab es einen Erfolg für einen Läufer des KIMbia-Teams: Matt Tegenkamp gewann dieses Rennen in 7:46,08 Minuten klar vor Jonathon Riley (7:49,73) und Sean Graham (7:52,31). Tegenkamp hatte zuvor in dieser Saison mit 7:40,25 seine Bestzeit bis auf rund eine Sekunde an den US-Rekord herangebracht.

Negussie startet beim Boston-Marathon, Kibiwott in Rotterdam

Die beiden Titelverteidiger des Boston-Marathons, die Kenianer Robert Kipkoech Cheruiyot und Rita Jeptoo, werden bei der 111. Auflage des Rennens am 16. April auf starke Konkurrenz treffen. Bei den Männern wird unter anderen der Boston-Sieger des Jahres 2005, der Äthiopier Hailu Negussie, im Rennen sein. Negussie hatte bei seinem Sieg vor zwei Jahren eine einmalige kenianische Siegserie gestoppt: 16 Mal in Folge hatte ein Athlet aus Kenia den Boston-Marathon gewonnen. „Ich freue mich, dass ich wiederum in Boston laufen kann – das Rennen gehört zu den besten Marathonläufen der Welt und es ist mein Lieblingslauf“, sagte Negussie.

Ebenfalls in Boston am Start sein wird der Vorjahres-Zweite Benjamin Maiyo (Kenia), der zur KIMbia-Gruppe gehört und bereits in Chicago Zweiter war, sowie dessen Landsmann Robert Cheboror, der 2004 in Boston Zweiter war. Cheboror hat eine Bestzeit von 2:06:23. Weitere Topläufer, die in Boston starten, sind die Kenianer Stephen Kiogora (KIMbia) und Philip Manyim, der 2005 den Berlin-Marathon gewonnen hat. Kiogora wurde vor wenigen Monaten Zweiter beim New York City-Marathon.

Bei den Frauen wird Titelverteidigerin Rita Jeptoo auf die Vorjahres-Zweite Jelena Prokopcuka (Lettland) treffen. Außerdem gab Lyubov Denisova (Russland), die 2003 Zweite in Boston war und bereits zweimal den Los-Angeles-Marathon gewonnen hat, ihre Startzusage. Prokopcuka gewann 2006 den New York City-Marathon und übernahm damit die Führung bei den World Marathon Majors. Die US-Rekordlerin Deena Kastor (2:19:36) hatte bereits vor einigen Wochen ihre Startzusage gegeben.

Zu den hochklassigsten Frühjahrs-Marathonrennen gehört auch der Rotterdam-Marathon. Hier wird am 15. April unter anderen Charles Kibiwott an den Start gehen. Der KIMbia-Läufer hatte in Rotterdam vor einem Jahr den Durchbruch in die Marathon-Weltklasse geschafft. Trotz Rückenprobleme lief er in 2:06:52 Stunden auf den dritten Platz. Der Kenianer wird in Rotterdam unter anderen auf seine Landsleute William Kipsang (2:06:39) und Wilson Onsare (2:06:47) treffen.