
Benita Johnson © www.photorun.net
John Kibowen und Benita Johnson haben den Great Yorkshire Run über 10 km in Sheffield gewonnen. Beide liefen in der nordenglischen Stadt mit deutlichem Vorsprung ins Ziel.
Der Kenianer John Kibowen, der in seiner Karriere zweimal Crosslauf-Weltmeister wurde, hatte keine Mühe, das Rennen in 28:40 Minuten für sich zu entscheiden. Er siegte vor dem Australier Andrew Letherby (29:04) und Tomas Abyu. Der aus Äthiopien stammende Brite wurde in 29:19 Dritter. Auf Rang fünf rannte Marathonläufer Jon Brown (29:28), der im Frühjahr aufgrund von Atemproblemen auf seinen Start beim London-Marathon hatte verzichten müssen. Vor fünf Wochen hatte Brown beim Great Wales Run in Cardiff sein Comeback gestartet und war über 10 km auf Rang 14 ins Ziel gekommen. „Dieses Rennen heute lief bereits fiel besser“, erklärte Jon Brown. Der Marathon-Vierte der Olympischen Spiele von Athen 2004 hofft, dass er sich für das olympische Rennen in Peking im nächsten Jahr qualifizieren kann.
Noch deutlicher fiel der Sieg von Benita Johnson aus. Die Australierin war nach 32:55 Minuten vor den Britinnen Birhane Dagne (34:02) und Vicky Gill (34:06) im Ziel. „Dieses Rennen war gut für mein Selbstvertrauen, nachdem was mir in Osaka passiert war“, erklärte Benita Johnson. Im WM-Finale über 10.000 Meter waren unter anderen Benita Johnson und Tirunesh Dibaba in einen Sturz verwickelt. Während Dibaba wieder aufholte und gewann, blieb für Johnson am Ende nur ein enttäuschender 17. Rang mit gut einer Minute Rückstand in 32:55,94 Minuten. „Dieser Sieg ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Benita Johnson, die sich nun auf einen Start beim Chicago-Marathon in einem Monat vorbereitet.
Edna Kiplagat triumphiert erneut in Virginia Beach

Edna Kiplagat © www.photorun.net
Einen feinen Erfolg feierte KIMbias Edna Kiplagat. Die 27-jährige Kenianerin gewann bereits in der vergangenen Woche den Rock’n’Roll-Halbmarathon in Virginia Beach am Ende souverän in 71:14 Minuten. Damit wiederholte Edna Kiplagat ihren Vorjahreserfolg und erreichte fast genau die gleiche Zeit wie 2006 (71:08). In einem hochkarätigen Feld, in dem unter anderen Topläuferinnen aus Japan und Äthiopien am Start waren, entwickelte sich lange Zeit ein taktisches und weniger schnelles Rennen.
Zwei Kilometer vor dem Ziel setzte sich Edna Kiplagat ab und erlief noch einen Vorsprung von acht Sekunden. Die Japanerin Akane Wakita wurde in 1:11:22 Stunden Zweite, Rang drei belegte die Äthiopierin Teyba Erkesso mit 1:11:39. „Ich bin hier an den Start gegangen, um meinen Vorjahressieg zu wiederholen“, erklärte Edna Kiplagat.
Fest in kenianischer Hand war das Männerrennen in Virginia Beach. Hier siegte Haron Toroitich in 62:20 Minuten vor Yusuf Songoka (62:27). Auch bei den Männern gab es einen Erfolg für das KIMbia-Team, denn Tom Nyariki (Kenia) wurde in 62:30 Minuten Dritter. Der Rock’n’Roll-Halbmarathon ist mit rund 20.000 Läufern eines der größten Rennen seiner Art weltweit.
Chinesin Zhou übernimmt Führung in WMM-Serie
Eine Chinesin hat erstmals die alleinige Führung in einer Serie der World Marathon Majors (WMM) übernommen. Durch ihren zweiten Platz beim Weltmeisterschafts-Marathon in Osaka hat Chunxiu Zhou, in der WMM-Serie 2007-2008 nunmehr 40 Punkte und führt vor der Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia) sowie der Boston-Siegerin Lidiya Grigoryeva (Russland/beide 25 Punkte). Zhou hatte im April bereits den London-Marathon gewonnen. In der ersten WMM-Serie (2006-2007), die in diesem November endet, ist Chunxia Zhou Zweite. Hier hat sie noch theoretische Siegchancen. Zum ersten Mal fanden Rennen der World Marathon Majors (WMM) im Rahmen der Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.
Der Männer-WM-Sieger Luke Kibet (Kenia) lief 2:15:59 Stunden und erhält für Platz eins, wie bei allen anderen WMM-Rennen, 25 Punkte. Während Kibet, wie auch die weiteren WM-Platzierten, keinen Einfluss mehr haben auf die im November beim New York City-Marathon endende WMM-Serie 2006-2007 liegt er in der neuen Serie 2007-2008 nun gleichauf mit den führenden Läufern, Robert Cheruiyot (Kenia/Boston-Sieger) und Martin Lel (Kenia/London-Sieger). Mubarak Hassan Shami (Katar) wurde in Osaka in 2:17:18 Stunden Zweiter und erhält dafür 15 Punkte. Shami liegt damit auf Rang vier der Serie 2007-2008. Der WM-Bronzemedaillengewinner Viktor Röthlin (Schweiz/2:17:25) ist mit 10 Punkten auf Platz sieben dieser Wertung.
Weltmeisterin Catherine Ndereba liegt in der Serie 2006-2007 nun an vierter Stelle mit 35 Punkten. Die Kenianerin hat aber nur noch theoretische Chancen, die erste WMM-Serie zu gewinnen. Weiter nach vorne geschoben hat sich in Osaka die Silbermedaillengewinnerin Chunxiu Zhou. Mit 40 Punkten ist sie gemeinsam mit Gete Wami (Äthiopien) Zweite hinter Jelena Prokopcuka (Latvia/55).
In Zwei-Jahres-Zyklen sammeln die Läufer jeweils Punkte für die entsprechenden WMM-Serien, die sich immer um ein Jahr überlappen. Dadurch wird am Ende der Jackpot von einer Million Dollar, den sich der beste Mann und die beste Frau teilen, jährlich vergeben. Zu den WMM-Rennen zählen jährlich die Marathonrennen von Boston, London, Berlin, Chicago und New York. Außerdem fließen die WM-Rennen und die olympischen Marathonläufe mit in diese Wertung. In der Premieren-Serie der WMM (2006-2007) ergibt sich bei noch drei ausstehenden Rennen der folgende Stand an der Spitze:
Männer:
| 1 | Robert K. Cheruiyot | KEN | 75 Punkte |
| 2 | Martin Lel | KEN | 40 Punkte |
| 3 | Felix Limo | KEN | 35 Punkte |
| 4 | Haile Gebrselassie | ETH | 25 Punkte |
| 4 | Marilson Gomes dos Santos | BRA | 25 Punkte |
| 4 | Stephen Kiogora | KEN | 25 Punkte |
| 4 | Luke Kibet | KEN | 25 Punkte |
Frauen:
| 1 | Jelena Prokopcuka | LAT | 55 Punkte |
| 2 | Gete Wami | ETH | 40 Punkte |
| 2 | Chunxiu Zhou | CHN | 40 Punkte |
| 4 | Rita Jeptoo | KEN | 35 Punkte |
| 4 | Catherine Ndereba | KEN | 35 Punkte |
| 6 | Berhane Adere | ETH | 30 Punkte |
| 7 | Deena Kastor | USA | 26 Punkte |