Henry Tarus und Chikako Ogushi gewinnen Klassiker in Athen

Jason Mbote siegte in Seoul. © Victor Sailer

Jason Mbote siegte in Seoul. © Victor Sailer

Der Klassiker schlechthin unter den Rennen über die 42,195 Kilometer ist der Athen-Marathon. Doch es scheint, als ob die Griechen die einmalige Position ihres Laufes nicht richtig ausnutzen. International spielt der Athen-Marathon keine besondere Rolle, das Elitefeld ist nur mäßig besetzt. Und auch die Terminwahl erscheint unglücklich: Das Rennen fand parallel zum New York-Marathon am vergangenen Sonntag statt.
Im Gegensatz zu New York kamen die Sieger in Athen aus starken Lauf-Nationen. Ein Brasilianer und eine Lettin hatten in Manhattan triumphiert, in Griechenland siegten ein Kenianer und eine Japanerin. Henry Tarus lief nach 2:17:45 Stunden ins Ziel im alten Athener Olympiastadion. Sein Landsmann Paul Lopio wurde Zweite mit 2:18:08, Rang drei belegte Habtamu Bekele (Äthiopien) in 2:20:04.

Schnellste Frau auf dem anspruchsvollen Kurs von Marathon nach Athen war die Japanerin Chikako Ogushi in 2:40:47 Stunden. Sie hatte sich einen spannenden Dreikampf mit der Äthiopierin Letay Hadish geliefert. Erst im Endspurt konnte Ogushi sich von ihrer Konkurrentin lösen, die nach 2:40:53 im Ziel war. Dritte wurde Zinash Alemu (Äthiopien) in 2:42:02.

Jason Mbote läuft Streckenrekord in Seoul

Vor einigen Wochen war Jason Mbote noch als einer der Tempomacher für Haile Gebrselassie beim Berlin-Marathon im Rennen. Nun gewann der Kenianer selbst sein erstes Rennen über die 42,195 km und verbesserte dabei seinen persönlichen Rekord auf 2:08:13 Stunden. Damit stellte er beim Seoul-Marathon auch einen neuen Streckenrekord auf. Und er war schneller als der Sieger des New-York-Marathons am gleichen Tag.

Gleich die ersten vier Plätze belegten Kenianer – und alle blieben unter 2:10 Stunden. Paul Kirui wurde in 2:09:05 Zweiter, Philip Manyim folgte mit 2:09:35, und Wilson Onsare lief mit 2:09:47 auf Rang vier. Das Frauenrennen war im Gegensatz zu den Männern nicht hochklassig besetzt. Hier fehlte gute internationale Konkurrenz. So war die Koreanerin Kim Hye-Kyong nach 2:40:36 Stunden als erste im Ziel.

Ein besseres Frauen-Rennen gab es beim Istanbul-Marathon. Den gewann die Russin Madina Biktagirova in 2:28:21. Schnellster Man in der Türkei war Mindaugas Puktstas (Litauen) mit 2:12:52.