Kenianische Läufer siegen in Venedig

Mit einer Steigerung auf 2:10:18 Stunden hat der Kenianer Jonathan Kipkorir Kosgei den Venedig-Marathon am Sonntag gewonnen. In einem spannenden Finish hatte der Sieger am Ende nur einen Vorsprung von drei Sekunden vor dem Italiener Alberico di Cecco. Auch im Kampf um Platz drei ging das kenianisch-italienische Duell zu Gunsten des Afrikaners aus. Paul Lokira wurde Dritter in 2:11:00 vor Migidio Bourifa (2:11:09).

Begleitet von Tempomachern hatten die ersten vier Läufer sowie der spätere fünftplatzierte William Todoo Rotich (Kenia/2:11:31) die Hälfte nach 64:49 Minuten und die 30-Kilometer-Marke nach 1:32:20 Stunden erreicht. Später entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Kosgei und di Cecco.

Bei den Frauen siegte Lenah Cheruiyot (Kenia) in 2:33:44 Stunden vor ihrer Landsfrau Tegla Loroupe. Die frühere Marathon-Weltrekordlerin, die zuletzt unter Verletzungsproblemen litt, war nach 2:35:50 im Ziel. Dritte wurde die Italienerin Ivana Iozzia in 2:36:13. Alle drei hatten die Halbmarathonmarke nach 1:16:16 Stunden erreicht. Iozzia fiel nach 30 km zurück, Loroupe konnte 7 km vor dem Ziel das Tempo nicht mehr halten.

Beim Great South Run in Portsmouth sorgte Jo Pavey für einen Heimsieg. In Süd-England lief sie die 10-Meilen-Distanz in 52:46 Minuten und hatte dabei einen großen Vorsprung vor Olivia Jevtic (Serbien-Montenegro), die nach 53:53 Minuten im Ziel war. Die Kenianerin Catherine Mutwa wurde Dritte in 54:16 vor Haley Yelling (Großbritannien/55:01). Vor drei Wochen war Jo Pavey bei ihrem Halbmarathon-Debüt beim Great North Run in Newcastle auf Platz vier gelaufen in 70:42.

Bei den Männern verpasste Jon Brown den ersten britischen Sieg seit zehn Jahren um zwei Sekunden. Brown, der sich auf seinen Start beim Fukuoka-Marathon Anfang Dezember vorbereitet, war nach 47:19 Minuten im Ziel. Der Kenianer Simon Arusei siegte in 47:17 Minute mit einer Sekunde Vorsprung vor dem am Ende stark aufkommenden Spanier Chema Martinez.

Kenianer Talam läuft beim Dresden-Marathon Streckenrekord

Einen kenianischen Doppelerfolg gab es beim Morgenpost Dresden-Marathon: Joseph Talam gewann das Rennen über die 42,195 Kilometer in der Streckenrekordzeit von 2:15:26 Stunden vor seinem Landsmann Mathew Serem (2:16:19). Dritter wurde der Russe Oleg Kulkov in 2:17:16, Vierter mit John Rotich (2:20:25) ein weiterer Kenianer. Alle vier hatten die Halbmarathonmarke noch zusammen nach 66:45 Minuten durchlaufen.

Schnellste Frau war die Russin Olga Glock, die vom Start weg ihr eigenes Rennen lief. Nach einer Halbmarathonzeit von 1:15:53 erreichte sie nach 2:35:26 Stunden das Ziel mit großem Vorsprung vor Remalda Kergyte (Litauen/2:54:28) und Olga Goncharenko (Ukraine/2:54:55).

Den parallel ausgetragenen Halbmarathon gewannen André Pollmächer (LAC Chemnitz) in 66:51 Minuten und Sandra Boitz (SC DhfK Leipzig) mit 1:22:55. Außerdem fand im Rahmen des Dresden-Marathons ein 10-km-Rennen statt. Hier bestimmten wiederum die Kenianer das Geschehen. Titus Kimani lief 28:51 Minuten Streckenrekord und hatte eine Sekunde Vorsprung vor Julius Muriuki. Dritter wurde Charles Korir in 28:54. Schnellste Frau war Jana Bürgelt (LG Asics Pirna) mit 37:09.

Insgesamt gingen in Dresden rund 7.500 Läufer an den Start, davon etwa 1.700 über die Marathondistanz. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Teilnehmerzuwachs von rund 20 Prozent.