
Ramilia Burangolova siegte in Los Angeles, verpasste aber die ganz große Prämie.
Der Kenianer Fred Mogake hat die ,Challenge’ beim Los Angeles-Marathon gewonnen. Die Veranstalter des Rennens hatten wie in den letzten Jahren eine Prämie von 100.000 Dollar ausgelobt für den ersten Finisher des Laufes. Bei der Challenge treten die besten Männer und die besten Frauen gegeneinander an. Dabei erhalten die Elite-Frauen einen Vorsprung beim Start von 20 Minuten vor den Männern. Nach 2:17:14 Stunden war Fred Mogake im Ziel, nachdem er zuvor die beste Frau überholt hatte.
Zusätzlich bekam Fred Mogaka die Männer-Siegprämie von 20.000 Dollar sowie ein Auto für den Erfolg. Schnellste Frau beim Los Angeles-Marathon war Ramilia Burangolova. Die Russin lief 2:37:54 Stunden und erhielt dafür immerhin noch 20.000 Dollar plus ein Auto. Rund zwei Kilometer vor dem Ziel war sie von Fred Mogaka überholt worden. In den letzten drei Jahren hatten die Frauen bei diesem Handikap-Rennen zweimal gewonnen.
Überraschung beim Lake Biwa-Marathon
Eine Überraschung gab es beim Lake Biwa-Marathon in Japan: Hier siegte Samson Ramadhani (Tansania) in 2:10:43 Stunden vor den favorisierten William Kiplagat (Kenia/2:10:47) und Ambesse Tolossa (Äthiopien/2:11:15).
Mikitenko Dritte beim Frankfurt-Halbmarathon, Kenianer Chirchir mit Streckenrekord
Mit 2873 Läufern verzeichnete der Frankfurt-Halbmarathon einen Teilnehmerrekord. Für das Highlight über die 21,0975 km lange Strecke sorgte der erst 17-jährige Anderson Chirchir. Der Kenianer gewann bei seinem ersten Start außerhalb seines Heimatlandes das Rennen in 62:25 Minuten. Dies war zugleich ein neuer Streckenrekord. Chirchir war damit mehr als zwei Minuten schneller als der bisherige Rekordhalter Nicholas Koech, der 2006 in 64:44 gewonnen hatte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Wirimai Juwawo aus Simbabwe (66:06) sowie Wellay Amare (Äthiopien/68:44).
Auch die Siegerin kam aus Kenia: Milka Jerotich lief 1:11:01 Stunden und gewann letztlich ungefährdet vor der Irina Mikitenko (TV Wattenscheid/1:13:06). Die 34-Jährige hatte sich am Donnerstag spontan für den Start entschieden. „Immer nur trainieren, ist langweilig“, meinte Mikitenko, die in den zurückliegenden drei Wochen jeweils Umfänge von 180 Kilometern hinter sich gebracht hatte. „Ich brauche jetzt einfach ein paar Wettkämpfe.“ Am nächsten Wochenende wird Irina Mikitenko bei den Deutschen Crossmeisterschaften starten, am 1. April läuft sie beim Berliner Halbmarathon gegen starke Konkurrenz
Auf Rang drei in Frankfurt lief mit persönlicher Bestzeit Anke Holljesiefken von Spiridon Frankfurt (1:19:04). Sie sicherte sich damit auch die erstmals ausgeschriebene Kreismeisterschaft. Bei den Männern ging dieser Titel an Frank Zimmer (Skills 04 Frankfurt/1:16:29), den zweimaligen Gesamtsieger der regionalen Laufserie Rosbacher Main-Lauf-Cup.
Noguchi fällt für London-Marathon aus
Die Olympiasiegerin Mizuki Noguchi musste ihren Start beim Flora London-Marathon am 22. April aufgrund einer Achillessehnenverletzung absagen. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass Noguchi in London im Frühling nicht laufen kann“, erklärte Race-Direktor David Bedford und fügte hinzu: „Ihr Trainer erklärte, dass sie seit Ende Januar an einer entzündeten Achillessehne im linken Bein litt. Diese Verletzung behinderte sie so sehr, dass sie in dieser Zeit kaum laufen konnte. Entsprechende Behandlungen haben die Verletzung inzwischen so gut wie beseitigt. Aber insgesamt hat sie dadurch einen Monat an wichtigem Training verloren.“
„Es ist uns klar, dass Noguchi nicht nach London kommen würde, wenn sie sich nicht selbst gerecht werden kann. Wir wünschen ihr, dass sie so bald wie möglich wieder vollkommen fit sein wird“, sagte David Bedford.
„Ich bin sehr enttäuscht, dass ich die Gelegenheit verpassen werde, beim Flora London-Marathon zu starten. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, gegen diese außergewöhnliche Konkurrenz im April in London antreten zu können – und ich wollte natürlich gerne auf der Weltrekordstrecke laufen. Aber dadurch, dass mir jetzt ein Monat an Training fehlt, ist mir klar, dass ich es bis zum 22. April nicht mehr schaffen würde, in Topform zu kommen.“
Kipchoge doch für Cross-WM-Team nominiert, Starter-Chaos in Kenia
Kenias vermeintlich aussichtsreichster Crossläufer im Kampf gegen die Äthiopier bei den Cross-Weltmeisterschaften am 24. März, Eliud Kipchoge, darf sich jetzt doch noch Hoffnungen machen, bei den Titelkämpfen im kenianischen Mombasa an den Start zu gehen. Kipchoge hatte aufgrund von Magenkrämpfen am vergangenen Wochenende die Qualifikation im Ausscheidungsrennen verpasst.
Nach 9 km in Führung liegend, hatte der 5.000-m-Weltmeister von 2003 aufgrund der auftretenden Probleme plötzlich gestoppt. In einer ersten Nominierungsliste fehlte daraufhin der Name Kipchoge. Doch, wie die kenianische Zeitung The Standard berichtet, wurde der 22-Jährige inzwischen vom nationalen Verband Athletics Kenya doch noch ins Team berufen. Welche neun der elf Team-Mitglieder letztlich an den Start gehen, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Die Zeitung berichtet außerdem von einem chaotischen Start-Prozedere bei dem WM-Ausscheidungslauf. Offenbar hatte die Startpistole des Starters zunächst mehrfach versagt, so dass es drei Fehlstarts gab. Danach wollte der Starter die Pistole testen, die dann plötzlich einen Schuss abgab, was nicht beabsichtigt war. Ein großer Teil der Athleten des 12-km-Männerfeldes rannte los, andere blieben stehen. Erst als die Läufer bereits einige 100 Meter absolviert hatten, wurde das Feld zurückgeschossen. Nach 15 Minuten wurde das Rennen neu gestartet – diesmal dann regulär.