
Hayley Yelling © Marisa Reich
Hayley Yelling, die Crosslauf-Europameisterin des Jahres 2004, hat sich mit einem Sieg beim 10-km-Lauf im Londoner Hyde Park im internationalen Geschehen zurückgemeldet. Bei dem Rennen mit 11.000 Teilnehmern gewann die Britin bei warmen Wetterbedingungen in 33:23 Minuten deutlich vor Nadia Ejjafini (Bahrain). Auf einem kurvigen Kurs setzte sich Hayley Yelling erst auf dem letzten Kilometer von der gebürtigen Äthiopierin ab und kam dann trotzdem noch mit 13 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Tatiana Mezentseva (Ukraine) belegte in 33:51 Minuten Rang drei.
„Auch wenn dies jetzt ein schöner Erfolg war, ändert dies nichts an meiner Saisonplanung: Die Qualifikation für die WM in Osaka war für mich nie ein Thema“, erklärte Hayley Yelling, die sich stattdessen auf verschiedene Straßenrennen im Herbst vorbereiten möchte. Ihre Schwester ist die Marathonläuferin Liz Yelling.
Bei den Männern setzte sich im Hyde Park mit Ismael Kirui ein zweimaliger 5.000-m-Weltmeister durch. Der 35-jährige Kenianer löste sich ebenso wie Yelling erst kurz vor dem Ziel vom letzten verbliebenen Konkurrenten. In 29:22 Minuten hatte er schließlich sechs Sekunden Vorsprung vor Alberto Chaica (Portugal). Dritter wurde der vermeintliche Favorit Said Azouzi (Marokko), der aufgrund von Wadenproblemen mit deutlichem Rückstand in 30:15 das Ziel erreichte.
Jonathan Wyatt siegt am Großglockner
Der Neuseeländer Jonathan Wyatt, der seit Jahren zu den stärksten Bergläufern weltweit gehört, hat einen weiteren Klassiker gewonnen. Er siegte beim 12,6 km langen Großglockner-Rennen in Heiligenblut (Österreich). Bei dem Berglauf werden 1.514 Höhenmeter zurückgelegt. Wyatt benötigte für diese Klettertour 1:12:22 Stunden. Schnellste Frau war Anna Pichrtova (Tschechische Republik) in 1:21:25.
Pech für Tahri: Hindernis zu früh abgebaut
Nach dem glänzenden Weltrekord über 5.000 m durch Meseret Defar zum Auftakt der Golden League-Serie in Oslo konnten die beiden folgenden Meetings der Serie, Paris und Rom, keine derartigen Topzeiten im Langstreckenbereich verzeichnen. In Paris gab es ein Kuriosum in einem Langstreckenrennen.
Über 3.000 m Hindernis geriet im Stade de France der Rundenzähler durcheinander. Dies führte dazu, dass die letzte Runde zu früh eingeläutet wurde und das Gros der Läufer davon ausging, dass dies tatsächlich die letzte Runde sei. Der Kenianer Paul Kipsiele Koech lief jubelnd ins vermeintliche Ziel, um dann jedoch festzustellen, dass noch eine Runde zu laufen ist. Davon profitierte Bob Tahri. Der Franzose hatte sich offenbar nicht beirren lassen und richtig mitgezählt. Schließlich gewann er das Rennen in flotten 8:08,47 Minuten vor Koech (8:12,73).
Doch die erstklassige Zeit von Bob Tahri erwies sich im Nachhinein trotzdem als wertlos. Er lief zwar die korrekte Streckenlänge, doch das zu frühe Einläuten der Schlussrunde hatte auch die Helfer im Stadion irritiert. Auf der letzten Runde fehlte dadurch mindestens ein Hindernis, das bereits abgebaut worden war. Die IAAF wird alle Ergebnisse des Pariser Rennens annullieren.
AIMS-Marathon-Symposium in der Stadt Marathon
Eine Premiere wird es in diesem Jahr im Rahmen des Athen-Marathons geben, der am ersten November-Sonntag stattfindet. Gemäß eines Vorschlags des ,Athens Classic Marathon Organizing Committee’, haben die Organisationen AIMS (Association of International Marathons and Road Races) und IAAF (Internationaler Leichtathletik-Verband), die Stadt Marathon und SEGAS (Griechischer Leichathletik-Verband) der Einrichtung eines internationalen AIMS Marathon-Symposiums zugestimmt, das dann jährlich am Schauplatz des historischen Starts des ,Athens Classic-Marathon’ in Marathon stattfinden soll.
Am 3. November 2007 wird das Symposium unter dem Thema ,Der Klassische Marathon: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft’ stattfinden. Das Ziel dieses neuen jährlichen Events ist es, eine enge Kooperation und einen Meinungsaustausch bezüglich gemeinsamer Interessen anzuregen. Dies wird die Organisatoren bei dem ständigen Bemühen, ihre Läufe zu verbessern, unterstützen. Die Organisation eines jährlichen Symposiums an der Geburtsstätte des Marathons hat auch eine wichtige symbolische Bedeutung mit Blick auf den Weltfrieden, die Olympischen Spiele und Fair Play.
Das Symposium wendet sich in erster Linie an Marathon-Organisatoren. Vier Referenten werden eingeladen, zu aktuellen Themen zu sprechen. Unter den Teilnehmern werden AIMS- und IAAF-Repräsentanten, Race-Direktoren, bekannte ehemalige oder aktive Marathonläufer, Vertreter von Marathon-Städten, Vertreter von Wissenschafts- und Sport-Institutionen sowie Journalisten sein.
Weitere Informationen über das Symposium wird es auch auf der AIMS-Internetseite geben: www.aimsworldrunning.org