
Trotz starken Regens triumphierte Haile Gebrselassie 2009 in Dubai. © Standard Chartered Dubai Marathon
Zum dritten Mal in Folge will Haile Gebrselassie am kommenden Freitag auf der superflachen Strecke des Dubai-Marathons seinen eigenen Weltrekord angreifen. In Dubai erreichte er bisher 2:04:53 Stunden (2008) und 2:05:29 (2009). Vor zwei Jahren war der Äthiopier zu schnell angegangen und am Ende eingebrochen. Nachdem er sich dann in Berlin 2008 auf 2:03:59 Stunden verbessert hatte, stoppte ihn vor einem Jahr in Dubai ein Unwetter im zweiten Streckenabschnitt.
„Wir freuen uns, dass Haile Gebrselassie zurückkommt – vielleicht klappt es im dritten Anlauf mit dem Weltrekord”, sagt Dubais Race-Direktor Peter Connerton. Der als Favorit geltende Gebrselassie wird in Dubai unter anderen auf seinen Landsmann Tesfaye Tola (Bestzeit: 2:06:57) sowie die Kenianer Sammy Korir (2:04:56) und Joshua Chelanga (2:07:05) treffen.
Bei den Frauen kündigt sich ein offeneres Rennen an. Am Start sein werden unter anderen die Siegerinnen aus den vergangenen drei Jahren: Bezunesh Bekele (Bestzeit: 2:23:09) gewann 2009, Berhane Adere (2:20:42) siegte 2008 und Askale Magarsa (2:21:31) war vor drei Jahren vorne.
Charity-Running in der Hitze Mumbais
Der 26-jährige Kenianer Denis Ndiso und die erst 20 Jahre alte Äthiopierin Bizunesh Urgesa feierten beim Mumbai-Marathon am vergangenen Wochenende die jeweils bisher größten Erfolge ihrer Karriere. Bei hohen Temperaturen gewannen sie das IAAF,Gold Label‘-Rennen in Indien. Trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse stellten beide Sieger persönliche Bestzeiten auf: Ndiso war nach 2:12:34 Stunden im Ziel, Urgesa lief 2:31:09.
Rennen über kürzere Distanzen hinzugerechnet, gingen in Mumbai über 20.000 Läufer an den Start. Nach Veranstalterangaben wurden durch ,Charity-Running’ über eine Million Euro an Spenden gesammelt – eine erstaunliche Summe für einen Lauf in Indien.
Der Marathon beginnt und endet vor dem Chhatrapati Shivaji Bahnhof, einem viktorianischen-gotischen Gebäude, das zum Weltkulturerbe zählt. Der Kurs führt zudem an Teilen der Küste Mumbais entlang und über eine erst 2009 eröffnete 5,6 km lange Seebrücke, die den Vorort Bandra mit dem Bezirk Worli verbindet.
Denis Ndiso löste sich nach etwa 35 Kilometern entscheidend von seinen Konkurrenten und lief dann einem souveränen Sieg entgegen. In seiner bisherigen Karriere hatte der Kenianer bereits eine Reihe von Halbmarathonläufen gewonnen (Bestzeit: 60:33 Minuten). In Mumbai siegte er nun im dritten Anlauf erstmals über die 42,195 km. Im vergangenen Herbst konnte er sich als Vierter des Eurasia-Marathons in Istanbul (Türkei) auf 2:13:51 steigern. Jetzt war er über eine Minute schneller. Mit deutlichem Abstand belegten in Mumbai Siraj Amda Bene (Äthiopien/2:13:58) und Samson Limareng (Kenia/2:14:24) die nächsten Plätze.
Zwei Marathonstarts, zwei Siege – das ist die Bilanz der 20-jährigen Bizunesh Urgesa. Die Äthiopierin hatte im Oktober 2009 ihr Debüt beim Eurasia-Marathon in 2:32:45 Stunden gewonnen und steigerte sich nun auf 2:31:09. Bei kühlerer Witterung wäre sie sicherlich ebenso wie Denis Ndiso deutlich schneller gewesen. Im Gegensatz zum Männerrennen fiel die Entscheidung jedoch erst auf den letzten Metern. Urgesa setzte sich im Schlussspurt knapp gegen ihre Landsfrau Haile Kebebush (2:31:11) durch. Auch auf Rang drei lief mit Azalech Masresha (2:32:12) eine äthiopische Läuferin.

