Es gab eine Vielzahl von hochklassigen Straßenläufen in den Wochen vor den ersten großen City-Marathonläufen im April. Darunter war der Bewag Berliner Halbmarathon und der Washingtoner Cherry Blossom Lauf. Am 17. April wird der Flora London Marathon stattfinden. KIMbia’s Evans Rutto wird dort Titelverteidiger sein. Am nächsten Tag wird dann der BAA Boston Marathon gestartet, bei dem der Vorjahressieger und KIMbia-Läufer Timothy Cherigat starten wird. Es gab aber auch schon einige KIMbia-Erfolge in den vergangenen Wochen. KIMbias John Korir hat zwei Siege bei zwei Starts zu bieten. Am Sonntag, den 3. April, hat der Kenianer den Cherry Blossom, ein hochkarätiges 10-Meilen-Rennen in Washington DC, gewonnen. In seinem anderen Rennen hatte er in Puerto Rico die World’s Best 10 Kilometer gewonnen. Er kam in Washington in 46:55 Minuten ins Ziel, dahinter kam mit drei Sekunden Abstand Reuben Chebii. Es war für John Korir der dritte Sieg beim Cherry Blossom Lauf. Zwei weitere Athleten des KIMbia-Teams sind bei diesem traditionsreichen Rennen in der Hauptstadt der USA an den Start gegangen: Gilbert Okari wurde Vierter in einer Zeit von 47:16 Minuten, während Paul Koech bei einer Zeit von 47:49 Minuten Sechster wurde. John Korir, der von der Washington Post als ‚Genie der amerikanischen Straßenläufe’ tituliert wurde, hatte das Rennen bereits in den Jahren 2001 und 2003 für sich entscheiden können. Auf der Zielgeraden konnte er sich an seinem Rivalen, dem Landsmann Reuben Chebii, vorbei schieben und ein taktisches Rennen gewinnen. „Ich mag das Rennen hier. Natürlich habe ich mich besonders darauf vorbereitet. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder hierher kommen kann”, sagt John Korir.
Der Kenianer Paul Kimugul lief die zweitschnellste Zeit des Jahres beim Bewag Berliner Halbmarathon und hielt die kenianische Siegesserie damit aufrecht. Der 24 Jahre alte Kenianer kam nach 61:04 Minuten bei perfekten Wetterbedingungen auf dem flachen Berliner Kurs ins Ziel, nachdem er an über 150.000 Zuschauern entlang der Strecke vorbeigelaufen war. Nach Kimugul kamen neun weitere Kenianer hintereinander ins Ziel. Es war das zweite Mal in Folge, dass die Kenianer die ersten zehn Plätze beim größten und besten deutschen Halbmarathon einnahmen. Joseph Ngolepus kam nach 61:16 Minuten ins Ziel, und Moses Kigen wurde Dritter (61:39).
Während es für die kenianischen Männer der vierte Sieg in Folge war, kam die sechsfache Siegesserie bei den kenianischen Frauen durch eine Deutsche zum erliegen. Luminita Zaituc holte den Titel in die Heimat zurück, nachdem es das letzte Mal 1994 eine deutsche Siegerin gegeben hatte. Sie siegte mit 71:04 und schlug die Süd-Koreanerin Lee Eun-Jeong (71:15) genauso wie die drittplazierte Beatrice Omwanza aus Kenia (71:18). Eine Rekordteilnehmerzahl von 18.331 Teilnehmern aus 69 Nationen hatte sich für diesen Event angemeldet.
Aber es gab mehr Erfolge für KIMbia in den USA: Paul Koech hatte einen sehr guten Start in seine Straßenlaufsaison. Der Kenianer hat den 8-km-Lauf in Dallas am Samstag, den 26. März, dominiert und gewann in 22:56 Minuten. Zusammen mit Sammy Kipketer, der den 10-km-Lauf in New Orleans gewann, haben sie ein perfektes Osterwochenende für KIMbia geschaffen. Zwei Athleten haben an zwei verschiedenen Läufen teilgenommen – und beide haben gewonnen. Eigentlich wollte Paul Koech den 8-km-Weltrekord, der von Peter Githuka (Kenia/22:02) gehalten wird, angreifen. Doch am Tag des Laufes gab es ein Gewitter mit Wind und Regen, und auch kühlere Temperaturen machten diesen Plan zunichte. „Das ist schrecklich, aber du kannst nichts gegen das Wetter machen”, sagte Paul Koech.
In seinem Straßenlaufdebüt für die Saison 2005 startete Sammy Kipketer mit Stil: Der 23-jährige Kenianer hat gegen ein Super-Feld bei dem Crescent City Classic in New Orleans gewonnen. Er kam nach 27:47 Minuten ins Ziel über die 10 km am Samstag (26.März). Es war der gleiche Kurs, auf dem er 2002 den Weltrekord von 27:10 Minuten aufgestellt hatte. Kipketer siegte mit zwei Sekunden Vorsprung vor John Cheruiyot Korir, einem anderen sehr starken kenianischen Straßenläufer. Dritter wurde John Kibowen aus Kenia in 28:01 Minuten.