Emily Chebet siegt mit Kursrekord beim Frauenlauf in Albany

Sie hat allen Grund für ein strahlendes Lächeln – die Siegerin des diesjährigen Frauenlaufes – Emily Chebet. © Take The Magic Step

Sie hat allen Grund für ein strahlendes Lächeln – die Siegerin des diesjährigen Frauenlaufes – Emily Chebet. © Take The Magic Step

Bei der 32. Auflage des Freihofer’s Run for Women in Albany (New York/USA) gewann die Kenianerin Emily Chebet in 15:12 Minuten über die 5-Kilometer-Distanz. Damit verbesserte sie die alte Bestzeit der Marokkanerin Asmae Leghzaou aus dem Jahr 2005 um sechs Sekunden. Nach dem Rennen erklärte eine strahlende Emily Chebet gegenüber der Website ‚Universal Sports’: „Jetzt bin ich glücklich. Ich bin die Siegerin.”

Nach einem eher verhaltenen Anfangstempo wurde das Rennen bei warmem Wetter in der zweiten Hälfte schnell. Emily Chebet, die im März bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften den Titel gewonnen hatte, verließ sich dabei auf ihre Grundschnelligkeit. Rund 350 Meter vor dem Ziel zog sie zu einem Spurt an, der ihrer Landsfrau Edna Kiplagat keine Chance ließ. Diese wurde schließlich in 15:20 Minuten Zweite vor zwei starken äthiopischen Läuferinnen: die Gewinnerin des 2010 BolderBOULDER 10-km-Laufes Mamitu Daska folgte in 15:23 vor der Boston-Marathon-Siegerin und Titelverteidigerin Teyba Erkesso (15:36). KIMbia’s Jelliah Tenega (Kenia) wurde Sechste in 15:48. Als beste Nicht-Afrikanerin belegte die frühere Cross-Weltmeisterin Benita Willis (Australien) mit 15:49 Platz sieben.

Der Start des Freihofers Run for Women im vergangenen Jahr. © www.photorun.net

Der Start des Freihofers Run for Women im vergangenen Jahr. © www.photorun.net

Der beliebte Frauenlauf durch die Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates New York zeichnet sich durch viel Spaß und Unterhaltung entlang der hügeligen Strecke aus. Begleitet von Country- und Rock-Musik auf fast jedem Schritt zum Ziel sowie Tausenden von jubelnden Zuschauern liefen fast 4.000 begeisterte Teilnehmerinnen über den anspruchsvollen Kurs. Ein Teil der Läuferinnen bestritt das Rennen als Team. Sie konnten sich beispielsweise als Mutter/Tochter-, Schwester/Schwester- oder Familie/Freunde-Team registrieren lassen und so gemeinsam an diesem verbindenden Erlebnis teilnehmen. Zum zweiten Mal in Folge waren auch die Charity-Läufer der ‚Leukemia and Lymphoma Society’ für wohltätige Zwecke am Start.

Jan Fitschen meldet sich mit EM-Qualifikation zurück

Jan Fitschen, hier zu sehen bei seinem Europameisterschaftssieg 2006 über 10.000 m, wird bei der EM in Barcelona an den Start gehen. © www.photorun.net

Jan Fitschen, hier zu sehen bei seinem Europameisterschaftssieg 2006 über 10.000 m, wird bei der EM in Barcelona an den Start gehen. © www.photorun.net

Europameister Jan Fitschen ist zurück. Der 10.000-Meter-Überraschungssieger der kontinentalen Titelkämpfe 2006 in Göteborg hat sich für die Europameisterschaften in Barcelona qualifiziert und wird nun Ende Juli zur Titelverteidigung antreten. Beim Europa-Cup in Marseille (Frankreich) lief der 33-Jährige auf Rang sechs und unterbot mit 28:32,20 Minuten die EM-Norm von 28:45 deutlich. Der Läufer des TV Wattenscheid stellte zudem eine deutsche Jahresbestzeit auf.

In der Folge seines 10.000-m-Triumphes von Göteborg 2006 war Jan Fitschen immer wieder verletzt. Im Mai lief er zu Pfingsten sein erstes Bahnrennen seit zwei Jahren. Über 3.000 m wurde er dabei Zehnter in 8:08,13 Minuten. Jetzt nutzte Jan Fitschen die Chance, sich mit einem beherzten Rennen über 10.000 m für die EM zu qualifizieren.

An der Spitze lief in Marseille der favorisierte Mo Farah sein eigenes Rennen. Der Brite gewann in 27:28,86 Minuten und stellte damit eine europäische Jahresbestzeit auf. Er dürfte auch in Barcelona der Favorit sein, wenn er über diese Strecke antritt. Mit großem Abstand folgten Abdellatif Meftah (Frankreich/28:12,83) und José-Manuel Martinez (Spanien/28:13,82) in Marseille auf den Plätzen zwei und drei.

Ein starkes Rennen lief bei den Frauen Sabrina Mockenhaupt. Die Läuferin des Kölner Vereins für Marathon wurde hinter der souveränen Ines Monteiro (Portugal/31:13,58) Zweite in 31:23,86 Minuten. Sabrina Mockenhaupt hatte die EM-Norm bereits zuvor erfüllt. Rang drei ging an Sara Moreira (Portugal) mit 31:26,55. Die aktuelle World Marathon Majors (WMM)-Siegerin Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) kam auf Rang neun in 32:48,69 Minuten.