Neben den Europameisterschaften in Göteborg, die die ganze Woche über für Schlagzeilen sorgten, fanden auch noch die Afrikameisterschaften in den vergangenen Tagen statt. Mittelstreckenläufer Alex Kipchirchir sorgte für ein ungewöhnliches Doppel in Bambous (Mauritius). Der Kenianer siegte zuerst über die 800 Meter, vor Ahmed Ismail (Sudan/1:46,65) und Alfred Kirwa (Kenia/1.46,85), in 1:46.62 Minuten und sicherte sich anschließend den Sieg über die 1.500 m. In 3:46,54 Minuten gewann er knapp vor Adil Kaouich (Marrokko/3:46,72) in einem taktischen Rennen.
Die beste Leistung bei den Männern erzielte Paul Kipsiele Koech. Der Kenianer holte sich den Titel über 3.000-m-Hindernis mit einem neuen Meisterschaftsrekord von 8:11,74 Minuten. Er war mit über 20 Sekunden Vorsprung vor Abdelkader Hachlaf (Marrokko/8:33,52) im Ziel.
Kenenisa Bekele holte sich wie erwartet den Titel über die 5.000 m. Aber es war ein ungewöhnlich langsames Rennen – wahrscheinlich das langsamste Rennen, in dem Bekele jemals eine internationale Goldmedaille gewonnen hat. In 14:03,41 Minuten schlug er Mike Kigen (Kenia/14:05.12). Die Kenianer wurden auch über die 10.000 m geschlagen. Moses Kipsiro (Uganda) sicherte sich den Titel nach einer erneuten Sprintentscheidung in 28:03,46. Mike Kigen gewann ein zweites Mal Silber in 28:03,70. „Ich kenne Kigen sehr gut, da wir zusammen trainieren. Ich wollte unbedingt die Kenianer schlagen”, sagte Kipsiro gegenüber der Homepage der IAAF (www.iaaf.org).
Beim 800-m-Finale der Frauen ärgerte Janeth Jepkosgei (Kenia) mit ihrem Sieg in 2:00,64 Maria Mutola (Mozambique). Mutola kam in 2:01,08 auf den zweiten Platz. Nouria Merah Benida (Algerien) gewann die 1.500 m in 4:23,26 während Jeruto Kiptum (Kenia) im 3.000-m-Hindernisrennen (10:00,02) gewann. Auch die 5.000 m der Frauen waren langsam. Meseret Defar (Äthiopien) siegte in 15:56,00, kurz vor Tirunesh Dibaba (Äthiopien/15:56,04). Das beste Resultat bei den Frauen gab es im 10.000-m-Rennen. Edith Masai (Kenia) lief neuen Meisterschaftsrekord in 31:27,96 Minuten. Ihre Landsfrau Isabella Ochichi (31:29,43) und Emily Chebet (31:33,39) gewannen Silber und Bronze.