Daniel Njenga gewinnt neuen Tokio-Marathon

Start zum neuen Tokio-Marathon © www.photorun.net

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Daniel Njenga hat den neuen Tokio-Marathon gewonnen. Der 30-jährige Kenianer lief nach 2:09:45 Stunden ins Ziel und siegte damit vor den beiden Japanern Tomoyuki Sato (2:11:22) und Satoshi Irifune (2:12:44). Bei nassem Wetter hatte sich Njenga, der eine Marathon-Bestzeit von 2:06:16 aufweist, bei 25 km von seinen Konkurrenten gelöst.

Der Tokio-Marathon fand zwar seit 1981 jährlich statt. Jedoch war dieser Lauf bisher, so wie viele Marathonrennen in Japan, ein reines Männer-Eliterennen. Jetzt haben die Veranstalter daraus einen Massenlauf gemacht, der mit 25.000 Teilnehmern nicht nur auf Anhieb zum größten japanischen Marathon wurde sondern auch zu einem der größten der Welt. Die Strecke führt vorbei an etlichen Sehenswürdigkeiten der japanischen Metropole.

Allerdings ist der neue Tokio-Marathon noch nicht ganz vergleichbar mit den großen internationalen Rennen über die 42,195 km. Denn bezüglich des Elitefeldes waren hier nur Männer am Start. Dies liegt daran, dass es nach wie vor auch den Tokio-Marathon der Elitefrauen gibt, der jährlich im November stattfindet. Dieses Rennen wiederum wird von einem anderen Veranstalter organisiert. Die schnellste Frau war am Sonntag dennoch nicht langsam: Die Japanerin Hitomi Niiya lief bei ihrem Debüt 2:31:02.

Für die besten japanischen Männer ging es in Tokio am Sonntag auch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Osaka. Da Sato jedoch als Sieger das Zeitziel von 2:09:30 Stunden verpasste, ist noch nicht sicher, ob er für den WM-Marathon nominiert wird.

Kenenisa Bekele läuft 2.000-m-Hallen-Weltrekord in Birmingham

Kenenisa Bekele hat einen weiteren Weltrekord seines Vorbildes gebrochen: Der 24-jährige Äthiopier lief in Birmingham, wo in zwei Wochen die Hallen-Europameisterschaften stattfinden, beim hochklassigen Indoor-Meeting 4:49,99 Minuten über die allerdings nur selten gelaufene 2.000-m-Strecke. Damit war Bekele fast drei Sekunden schneller als sein prominenter Landsmann Haile Gebrselassie, der vor neuen Jahren in Birmingham 4:52,86 gerannt war.

„Ich wusste vorher, dass ich den Rekord brechen würde, denn ich hatte sehr gut trainiert“, erklärte der 10.000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele, der in der nächsten Woche in Stockholm über 3.000 m starten wird. Dann möchte er versuchen, den Hallen-Weltrekord des Kenianers Daniel Komen (7:24,90 Minuten) zu brechen.

In erstklassiger Form präsentierte sich in Birmingham auch Bernard Lagat, der den US-Rekord über 3.000 m mit 7:32,43 Minuten brach. Damit wurde er zum viertschnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle über diese Distanz.

Den avisierten Zwei-Meilen-Weltrekord – auch dies ist eine selten gelaufene Distanz – deutlich verpasst hat Jo Pavey. Die 33-jährige Britin gewann das Rennen in 9:32,00 Minuten, was immerhin einen Commonwealth-Rekord bedeutete. Den Weltrekord über diese Strecke hält Regina Jacobs (USA) mit 9:23,38.

Jan Fitschen und Sabrina Mockenhaupt gewinnen 3.000-m-Titel

Der 10.000-m-Europameister Jan Fitschen und Sabrina Mockenhaupt haben die 3.000-m-Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig gewonnen.

Nach 2.000 Metern hatte mit Jan Fitschen, Arne Gabius, André Pollmächer und Carsten Schlangen eine Vierergruppe abgesetzt, die das Rennen unter sich ausmachte. Dabei gab es jedoch einen unglücklichen Einfluss von Außen, denn zeitweilig wurden statt drei nur zwei zu laufende Runden angezeigt. Schlangen sprintete dann tatsächlich 200 m zu früh los und bemerkte sein Missgeschick erst nach dem vermeintlichen Zieldurchlauf knapp hinter Fitschen. Am Ende verpasste er deswegen eine Medaille und wurde Vierter in 8:03,36 Minuten während Jan Fitschen den Titel in 7:57,30 Minuten verteidigte. Platz zwei ging an Arne Gabius (7:59,94), Dritter wurde André Pollmächer (8:02,67).

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut in die Hallensaison hineinkomme, daher hatte ich von Anfang an nicht mit der EM geplant. Stattdessen fahre ich wie 2006 wieder für viereinhalb Wochen ins Trainingslager nach Flagstaff“, sagte Jan Fitschen.

Im Verhältnis noch deutlich langsamer ging es im 3.000-m-Finale der Frauen zu. Sabrina Mockenhaupt und Antje Möldner hatten sich an die Spitze gesetzt und bestimmten das ,Tempo’. Nach 3:19,29 Minuten war die 1.000-m-Marke erreicht. Gemessen an Weltklasseathletinnen wäre dies ein gutes Tempo – allerdings in einem Marathonrennen! Da käme dann eine Zeit um 2:20 Stunden heraus. „Die Zeit war mir egal, deswegen habe ich erst in den letzten zwei Runden Gas gegeben“, erklärte Sabrina Mockenhaupt später, nachdem sie sich 350 Meter vor dem Ziel von Antje Möldner gelöst hatte und schließlich in 9:25,28 Minuten gewann. Möldner wurde Zweite in 9:30,56. Rang drei ging an Imke Schmidt (9:41,97).