Athletics News

2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012

2007


Die tollsten Rennen – Blick zurück, Blick nach vorn

2007 war ein großartiges Jahr für den Laufsport. Die Freunde und Mitglieder des Take The Magic Step-Teams erinnern sich an für sie beeindruckende Laufmomente und geben einen Ausblick auf besonders interessante Rennen im Jahr 2008.

Martin Lel gibt Startzusage für London-Marathon

Der Race-Director des London-Marathon, David Bedford, gab das Männer-Elitefeld des diesjährigen Rennens in der britischen Hauptstad bekannt. Mit Martin Lel (Kenia) wird auch der Titelverteidiger an den Start gehen.

Sergey Lebid auf Wolke sieben bei der Cross-EM, Heimsieg für Marta Dominguez

Mit seinem siebenten Crosslauf-Europameistertitel setzte der Ukrainer Sergiy Lebid seine Siegesserie fort. Die Spannerin Marta Dominguez gewann mit einem Endspurt das Frauenrennen.

Sammy Wanjiru läuft hochklassiges Debüt in Fukuoka

Sammy Wanjiru ist in Fukuoka ein Weltklasse-Marathondebüt gelaufen. Der Kenianer gewann den traditionsreichen japanischen Lauf über die 42,195 km in der Streckenrekordzeit von 2:06:39 Stunden und rannte damit das drittschnellste Marathondebüt aller Zeiten. Nur sein Landsmann Evans Rutto (2:05:50) und Äthiopiens Haile Gebrselassie (2:06:35) waren im ersten Versuch schneller. Gebrselassie war allerdings zuvor als Jugendlicher bereits einmal Marathon gelaufen.

Japan überholt Kenia beim Chiba-Ekiden

Dank einer starken Schlussoffensive hat das japanische Team den Chiba-Ekiden gewonnen. Bei dem bekanntesten Marathon-Staffelrennen in Japan kamen die Gastgeber nach 2:05:56 Stunden ins Ziel. Zum ersten Mal gab es beim Chiba-Ekiden keine getrennten Männer- und Frauenteams mehr, sondern nur noch eine gemeinsame Mannschaft. Dabei rannten die Männer die Teilstücke eins, drei und fünf (5 km, 10 km, 10 km) der 42,195 km, während die Frauen die Passagen zwei, vier und sechs übernahmen (5 km, 5 km, 7,195 km).

Starkes Comeback von Mizuki Noguchi in Tokio

Zwei Wochen nach dem starken Marathon-Comeback von Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien) meldete sich auch die Olympiasiegerin Mizuki Noguchi eindrucksvoll zurück. Gut zwei Jahre nach ihrem letzten Marathonrennen gewann die japanische Olympiasiegerin souverän den Tokio-Marathon in der Kursrekordzeit von 2:21:37 Stunden. Nach dieser Leistung kann die 29-Jährige, die 2005 in Berlin mit 2:19:12 Stunden Asien-Rekord gelaufen war, davon ausgehen, dass sie für den olympischen Marathon in Peking im nächsten Jahr nominiert wird. In China möchte Mizuki Noguchi 2008 ihre Goldmedaille verteidigen, die sie in Athen 2004 gewonnen hatte.

Marathon-Veranstalter treffen sich in Marathon: Am Ursprung geht es um die Zukunft

Es hätte keinen besseren Ort geben können: Am Ursprung des klassischen Rennens, in der Kleinstadt Marathon in Griechenland, fand das erste Marathon-Symposium der Association of International Marathons and Road Races (AIMS) statt. Der Marathon beruht auf einer Legende. 490 vor Christus gewannen die Griechen eine entscheidende Schlacht gegen die Perser in Marathon, rund 40 Kilometer vom Zentrum Athens entfernt. Es heißt, dass der Bote Pheidippides dann nach Athen gerannt sei, um die frohe Botschaft zu überbringen.

Paula Radcliffes grandioses Comeback in New York

Knapp zehn Monate vor dem olympischen Marathon in Peking ist Paula Radcliffe wieder da: Mit einem ebenso kämpferischen wie hochklassigen Comeback hat sich die 33-jährige Engländerin beim ING New York City-Marathon zurückgemeldet. In einem mitreißenden Zweikampf rang sie dabei die Äthiopierin Gete Wami förmlich nieder. Am Ende siegte Paula Radcliffe in 2:23:09 Stunden bei dem Rennen mit über 38.000 Teilnehmern aus aller Welt.

New York-Marathon: Hochklassiges Spektakel am Sonntag

Über 37.000 Läufer, 2,5 Millionen Zuschauer und ein weltweites TV-Publikum von über 300 Millionen Menschen – das sind die eindrucksvollen Zahlen des ING New York City-Marathons, der am kommenden Sonntag zum 38. Mal gestartet wird. Auch der wirtschaftliche Effekt für die Metropole ist enorm. Jüngste Studien zeigen, dass durch das Marathon-Spektakel 220 Millionen Dollar nach New York fließen. „Wir hatten über 100.000 Bewerber für die Startnummern“, erklärte die Race-Direktorin, Mary Wittenberg. Spitzensportlich steht in New York am Sonntag das Rennen der Frauen im Mittelpunkt. Doch bereits einen Tag vorher dreht sich alles um die Männer, denn dann finden in Big Apple die US-Olympiaausscheidungen statt.

Wilfred Kigen läuft Kursrekord in Frankfurt, Melanie Kraus siegt sensationell

Der Kenianer Wilfred Kigen siegte beim 26. Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon in 2:07:58 Stunden und verbesserte seinen Kursrekord (2005) um 33 Sekunden. Melanie Kraus (Bayer Leverkusen) gewann das Frauenrennen in 2:28:56.

Top-Zeiten beim Amsterdam-Marathon

Einmal mehr hochklassige Resultate produzierte der Amsterdam-Marathon im Männerrennen. Bei sehr guten Witterungsbedingungen siegte überraschend Emmanuel Mutai in der zweitschnellsten Zeit des Jahres. Der Kenianer kam nach 2:06:29 Stunden ins Ziel im Amsterdamer Olympiastadion und verbesserte dabei seinen persönlichen Rekord gleich um gut sechseinhalb Minuten. Nur Haile Gebrselassie war bisher in diesem Jahr schneller.

Lornah Kiplagat läuft zwei Weltrekorde bei Halbmarathon-WM

Die 32-jährige Lornah Kiplagat (Holland) stellte in Italien sowohl einen Weltrekord über 20 km (63:21 Minuten) als auch über die Halbmarathondistanz (66:25) auf. Das Männerrennen gewann Zersenay Tadesse (Eritrea) in 58:59.

Haile Gebrselassie: „Ich kann nicht langsam laufen!“

Haile Gebrselassie stellte beim Berlin-Marathon mit 2:04:26 Stunden einen neuen Weltrekord auf. Der 34-jährige Äthiopier verbesserte die alte Marke des Kenianers Paul Tergat, der 2003 in Berlin 2:04:55 gelaufen war, um 29 Sekunden. Take The Magic Step™ sprach mit Haile Gebrselassie nach seinem wichtigsten Weltrekord.

Chicago-Marathon am Sonntag mit beiden Vorjahressiegern und 45.000 Läufern

Mit einer Rekord-Teilnehmerzahl wird am Sonntag der 30. LaSalle Bank Chicago-Marathon gestartet. 45.000 Läufer, so viele wie nie zuvor, haben sich für das Jubiläumsrennen angemeldet. Damit ist mit einer Zielzahl von rund 35.000 Athleten zu rechnen, womit der LaSalle Bank Chicago-Marathon in die Gruppe der sechs größten Marathonrennen aller Zeiten vorstoßen könnte.

Chicago-Marathon: Ivuti gewinnt nach Fotofinish im Hitzerennen

Zwei dramatische Zieleinläufe, ein Rekord-Teilnehmerfeld und Hitze prägten die 30. Auflage des LaSalle Bank Chicago-Marathon. Bei ungewöhnlich hohen Temperaturen gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit waren die Siegzeiten entsprechend deutlich langsamer als sonst üblich in Chicago. Bereits zur Startzeit um 8 Uhr morgens wurden 24 Grad Celsius gemessen bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Später stieg die Temperatur auf über 30 Grad, so dass Race-Direktor Carey Pinkowski gemeinsam mit seinem medizinischen Direktor entschied, das Rennen für sehr langsame Läufer vorzeitig zu beenden. Im Frühjahr war der Rotterdam-Marathon bei Hitze ebenfalls abgebrochen worden.

Haile Gebrselassie läuft Weltrekord in Berlin

Haile Gebrselassie hat das erste seiner zwei großen Ziele erreicht: In der Weltrekordzeit von 2:04:26 Stunden stürmte der 34-jährige Äthiopier ins Ziel des 34. real,- Berlin-Marathon. Gebrselassie verbesserte den vor vier Jahren von Paul Tergat (Kenia) mit 2:04:55 Stunden in Berlin aufgestellten Weltrekord um 29 Sekunden.

Haile und Wami mit unterschiedlichen Zielen beim Berlin-Marathon

Zum ersten Mal seit fünf Jahren gehen am Sonntag beide Vorjahressieger beim real,- Berlin-Marathon an den Start. Im Jahr 2002 hatte Naoko Takahashi ihren Sieg wiederholt, während der Titelverteidiger Joseph Ngolepus (Kenia) im Männerrennen keine Rolle spielte. Das dürfte dieses Mal sicher nicht passieren, denn der Vorjahressieger heißt Haile Gebrselassie.

Tadesse gewinnt ,Dam tot Dam’-Rennen mit 35.000 Läufern

Zersenay Tadesse (Eritrea) hat den ,Dam tot Dam’-Lauf gewonnen an dem sich am Sonntag rund 35.000 Läufer beteiligten. Das traditionelle holländische 10-Meilen-Rennen, das zum 23. Mal stattfand, führt von Amsterdam über 10 Meilen nach Zaandam. Tadesse siegte überlegen in 45:52 Minuten während die Äthiopierin Belaynesh Fikadu das Rennen der Frauen in 52:58 für sich entschied.

Meseret Defar läuft Weltbestzeit in Brüssel

Meseret Defar krönte das 31. Memorial van Damme Golden-League-Meeting in Brüssel mit einer Weltbestzeit über die Zwei-Meilen-Distanz. Vor 47.000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Arena rannte die 23-jährige Äthiopierin 8:58,58 Minuten, die erste Zeit unter neun Minuten einer Frau. Es war bereits die vierte Weltbestzeit von Meseret Defar in diesem Jahr nach den 3.000 m in der Halle, einem weiteren Zwei-Meilen-Rennen und den 5.000 m von Oslo.

Kibowen und Johnson gewinnen in Sheffield

John Kibowen und Benita Johnson haben den Great Yorkshire Run über 10 km in Sheffield gewonnen. Beide liefen in der nordenglischen Stadt mit deutlichem Vorsprung ins Ziel.

WM-Spezial: Bernard Lagat siegt erneut und schreibt WM-Geschichte

Vier Tage nach seinem Sieg über 1.500 m hat Bernard Lagat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Osaka eine historische Leistung vollbracht. Der 32-jährige US-Amerikaner schaffte einen Doppelsieg, der in der Geschichte dieser Titelkämpfe einmalig ist: Bernard Lagat gewann am Schlusstag auch über 5.000 Meter.

WM-Aktuell: Bernard Lagat siegt auch über 5.000 Meter

Bernard Lagat gelang am Schlusstag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Osaka ein in der WM-Historie bislang einmaliger Doppelsieg: Nach seinem Triumph über 1.500 Meter am Mittwoch gewann der US-Amerikaner am Sonntag auch das 5.000-m-Finale. Auf der Zielgerade fing er im Schlussspurt den Kenianer Eliud Kipchoge (Kenia/13:46,00) knapp ab und gewann in 13:45,87.

WM-Aktuell: Catherine Ndereba gewinnt zum zweiten Mal Marathon-Gold

Die Kenianerin Catherine Ndereba ist zum zweiten Mal nach 2003 Marathon-Weltmeisterin. Die 35-jährige Läuferin, die zudem 2004 bei Olympia und bei der WM 2005 jeweils Silber gewonnen hatte, siegte in Osaka in 2:30:37 Stunden vor der Chinesin Chunxiu Zhou (2:30:45), die mit ihrem Triumph in London im April in 2:20:38 die Jahresweltbestenliste anführt.

WM-Spezial: Bernhard Lagat ist stolz, für Amerika gewonnen zu haben

Bernard Lagat hat bei den Weltmeisterschaften für die USA die Goldmedaille über 1.500 m gewonnen. Es ist das erste Gold bei einer großen Meisterschaft für die Amerikaner über diese Distanz seit 99 Jahren. Der 32-Jährige lief in Osaka 3:34,77 Minuten.

WM-Aktuell: Jan Fitschen verpasst 5.000-m-Finale

Jan Fitschen hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Osaka das Finale über 5.000 Meter knapp verpasst. Der Läufer des TV Wattenscheid, der im vergangenen Jahr sensationell Europameister über 10.000 Meter geworden war, kam als Zwölfter seines Vorlaufes in 13:48,39 Minuten ins Ziel. Damit verpasste er den Endlauf um zwei Plätze beziehungsweise gut zwei Sekunden.

WM-Aktuell: Lagat gewinnt erstes 1.500-m-Gold für USA seit 99 Jahren

Bernard Lagat ist der neue Weltmeister über 1.500 Meter. Der 32-Jährige gewann die erste WM-Goldmedaille für Amerika über 1.500 m. Auch bei Olympischen Spielen ist es ewig her, dass zuletzt ein US-amerikanischer Mann diese Strecke gewonnen hat – das war Mel Sheppard 1908.

WM-Aktuell: Bekele verteidigt Titel, doch Kenia kommt näher

Zwei Runden vor Schluss des 10.000-m-Finales deutete sich bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Osaka eine Sensation an. Es sah so aus, als ob der Kenianer Martin Mathathi mit seiner Tempoverschärfung den Titelverteidiger und Weltrekordler Kenenisa Bekele abhängen könnte. In seiner internationalen Karriere hatte der Äthiopier seit Juni 2003 noch nie ein 10.000-m-Rennen verloren, doch nun lief er einige Meter hinter dem führenden Mathathi sowie seinem Landsmann Sileshi Sihine her. Am Ende jedoch bekam Kenenisa Bekele im schwül-heißen Osaka die zweite Luft und drehte den Spieß noch einmal um. Zum dritten Mal in Folge heißt der Weltmeister über 10.000 Meter damit Kenenisa Bekele.

WM-Spezial: Viktor Röthlins Motto: „If you can dream it you can do it“

Viktor Röthlin war die größte Hoffnung der Schweizer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Osaka. Und der 32-Jährige enttäuschte seine Landsleute nicht, als er für eine große Überraschung sorgte und die Bronzemedaille im Marathon gewann. In extremen Wetterbedingungen lief er 2:17:25 Stunden. Röthlin hatte im vergangenen Jahr bereits die Silbermedaille bei den Europameisterschaften gewonnen und im Frühjahr den Schweizer Rekord beim Sieg in Zürich auf 2:08:20 Stunden verbessert.

WM-Aktuell: Tirunesh Dibaba fällt und gewinnt trotzdem

Tirunesh Dibaba schaffte bei den Weltmeisterschaften in Osaka einen spektakulären Hattrick. Die erst 22-jährige Äthiopierin gewann bei drei Weltmeisterschaften in Folge Goldmedaillen. Obwohl sie nach gut der Hälfte der Strecke stürzte und dem Feld hinterherlaufen musste, siegte sie noch über 10.000 Meter. Nach 31:55,41 Minuten überquerte Dibaba als Erste den Zielstrich und wird nun versuchen, zum zweiten Mal nach 2005 auch die 5.000 Meter zu gewinnen und damit das Double zu wiederholen. 2003 hatte sie in Paris über 5.000 Meter triumphiert. Die Vorläufe dafür stehen in Osaka am Mittwoch auf dem Programm. Silber gewann die Türkin Elvan Abeylegesse in 31:59,40 Minuten, Bronze ging überraschend an Kara Goucher (USA/32:02,05).

WM-Aktuell: Kibet gewinnt Marathon-Gold, Röthlin Bronze

Luke Kibet heißt der neue Weltmeister im Marathon. Der Kenianer, dessen größter Erfolg bisher der Sieg beim Wien-Marathon im April dieses Jahres war, trotzte den wohl schwersten Bedingungen, die es in der Geschichte der WM für Marathonläufer bisher gegeben hat. Der 24-Jährige siegte in 2:15:59 Stunden vor Mubarak Hassan Shami (Katar/2:17:18). Es war der größte Vorsprung den ein Weltmeister bisher hatte. Zudem sorgte Luke Kibet für den ersten kenianischen Marathon-WM-Sieg der Männer seit Douglas Wakiihuri, der 1987 in Rom gewonnen hatte. Überraschend lief der Schweizer Viktor Röthlin in Osaka in 2:17:25 Stunden auf den Bronzerang.

WM-Spezial: Marathon in Japan – eine verrückte Geschichte

Marathonlaufen in Japan ist eine verrückte Geschichte. Hunderttausende säumen die Straßen von Tokio, Osaka, Fukuoka oder Nagoya, wenn in der Wintersaison die Elite-Marathonrennen gestartet werden. Millionen Japaner verfolgen die wichtigen internationalen Rennen am Fernsehschirm. Und die Stars werden in Nippon verehrt wie hier die populärsten Fußballspieler. „Irgend etwas macht uns marathon-verrückt“, antwortet die Marathon-Olympiasiegerin von Sydney 2000, Naoko Takahashi, auf die Frage, warum das so ist. „Ich kann auch nicht genau sagen, woran das liegt. Aber die TV-Quoten von Marathonrennen sind in Japan immer gut.“

Nelson Kiplagat und Hiromi Ominami gewinnen in San Diego

Der Kenianer Nelson Kiplagat und die Japanerin Hiromi Ominami haben die 30. Auflage des San Diego-Halbmarathons gewonnen, bei dem zum Jubiläum die Rekordzahl von 7.633 Läufern an den Start ging.

Micah Kogo und Catherine Ndereba gewinnen Falmouth

Micah Kogo hat das hochklassigste Straßenrennen des Wochenendes gewonnen. Der erst 21-jährige Kenianer lief in Falmouth (USA) über sieben Meilen 31:53 Minuten. Nach den rund 11,2 Kilometern hatte Kogo einen Vorsprung von 20 Sekunden auf den Marathon-Olympia-Zweiten Meb Keflezighi (USA/32:13). Schnellste Frau war Catherine Ndereba (Kenia) in 36:31 Minuten. 8.900 Läufer waren an der US-Ostküste am Start.

Haile Gebrselassie läuft Kursrekord beim New York-Halbmarathon

Haile Gebrselassie hat den Halbmarathon in New York gewonnen. Bei seinem ersten Straßenlauf in der US-Metropole siegte der Äthiopier am Sonntag in starken 59:24 Minuten. Für den 34-Jährigen war der Lauf in New York ein perfekter Test während seines Trainings für den Berlin-Marathon am 30. September. Nach einem erfolgreichen ,Ausflug’ auf die Bahn, wo er in Ostrava zuletzt im Juni die Weltrekorde über 20.000 Meter sowie im Stundenlauf gebrochen hatte, ist Haile Gebrselassie nun auf die Straße zurückgekehrt. Hier will der 23-fache Weltrekordler seine nächsten großen Ziele erreichen: den Marathon-Weltrekord und den Olympiasieg.

Jahresweltbestleistungen für Bekele und Mutola in Spanien

Der Äthiopier Kenenisa Bekele und Maria Mutola aus Mosambik haben vergangenen Samstag beim Meeting in Saragossa (Spanien) mit zwei Jahresweltbestleistungen über 5.000 Meter und 800 Meter für die Höhepunkte gesorgt. Mit 12:49:53 Minuten und 1:58:21 Minuten haben die beiden bewiesen, dass sie für die in wenigen Wochen stattfindende Weltmeisterschaft in Bestform sind.

Kibiwott und Adere gewinnen 10 km in Cardiff

Der Kenianer Francis Kibiwott und die frühere 10.000-m-Weltmeisterin Berhane Adere (Äthiopien) haben das internationale 10-km-Rennen von Cardiff (Großbritannien) gewonnen. In einem Feld von 3500 Läufern waren eine Reihe von ehemaligen prominenten Athleten, darunter der frühere Marathon-Weltrekordler Steve Jones (Großbritannien).

André Pollmächer läuft dem Europameister den Rang ab

Als vier Jahre nach dem Karriereende von Olympiasieger Dieter Baumann im vergangenen August bei den Europameisterschaften plötzlich Jan Fitschen zur Goldmedaille über 10.000 Meter gestürmt war, war dies trotzdem keine Trendwende. Denn im außereuropäischen Vergleich rannten die besten deutschen Läufer nach wie vor unter ferner liefen. Der Wattenscheider hatte in jenem EM-Finale das Rennen seines Lebens erwischt und diese Chance genutzt. Dies sah Jan Fitschen noch in der Stunde des größten Triumphes mit Blick auf die Weltmeisterschaften in diesem Jahr realistisch. Inzwischen wurde er bestätigt, denn der Europameister steht ohne WM-Norm da.

Hayley Yelling überrascht mit Sieg in London

Hayley Yelling, die Crosslauf-Europameisterin des Jahres 2004, hat sich mit einem Sieg beim 10-km-Lauf im Londoner Hyde Park im internationalen Geschehen zurückgemeldet. Bei dem Rennen mit 11.000 Teilnehmern gewann die Britin bei warmen Wetterbedingungen in 33:23 Minuten deutlich vor Nadia Ejjafini (Bahrain). Auf einem kurvigen Kurs setzte sich Hayley Yelling erst auf dem letzten Kilometer von der gebürtigen Äthiopierin ab und kam dann trotzdem noch mit 13 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Tatiana Mezentseva (Ukraine) belegte in 33:51 Minuten Rang drei.

55.000 laufen Peachtree, Abdirahman US-Meister

Der Kenianer Martin Mathathi und die Äthiopierin Wude Ayalew haben das größte 10-km-Rennen der Welt gewonnen: Beim traditionellen Peachtree-Lauf in Atlanta gingen 55.000 Läufer an den Start. Integriert in die 38. Auflage waren die US-Straßenlaufmeisterschaften über 10 km. Hier triumphierte Abdi Abdirahman, der im offenen Rennen als Zweiter hinter Mathathi ins Ziel kam.

Nach einem erfolgreichen Frühjahr: KIMbias Straßenläufer heiß auf die Sommersaison

In einer außergewöhnlich erfolgreichen Frühjahrssaison haben KIMbias Straßenläufer fast alle der bedeutenden US-Straßenläufe gewonnen. Jetzt wollen sie diese Erfolgsserie auch in der Sommersaison fortsetzen. Der erste Höhepunkt war am 4. Juli das Peachtree-Rennen von Atlanta. Der 10-km-Lauf fand am Unabhängigkeitstag statt.

24.000 Läufer rennen 48 Stunden nach der Terror-Gefahr durch London

Rund 48 Stunden nach den verhinderten Terroranschlägen sind 24.000 Läufer bei den ,British 10 km London’ durch die Straßen der britischen Metropole gelaufen. Zum Teil führte die Strecke über jene Straßen, die gesperrt worden waren, nachdem am Freitag zwei Autos mit Sprengsätzen abgestellt worden waren. Es schien jedoch, als ob den Läufern das Regenwetter mehr Sorgen bereitete als die Terrorgefahr. Polizisten mit Maschinenpistolen standen an der Strecke. Auf dem Weg zum Ziel am Big Ben gab es keine Zwischenfälle. Marathon-Olympiasieger Stefano Baldini (Italien) und die Kenianerin Hilda Kibet gewannen das Rennen bei zeitweiligem Regen und Wind.

Olympiasieger Nils Schumann auf dem Weg zurück

Von dem enormen Schlussspurt, mit dem sich Nils Schumann vor neun Jahren zum Europameister und dann zum Olympiasieger 2000 katapultierte, ist nichts mehr zu sehen. 50 Meter vor dem Ziel kommt der 800-m-Läufer im Rennen beim Leichtathletik-Meeting von Cottbus nicht mehr richtig voran. Der Kampf um Platz drei geht in einem mäßig besetzten internationalen Rennen verloren.

Sabrina Mockenhaupt überzeugt in Oslo

Die Bahn-Saison der Leichtathleten steht in den Sommermonaten in Europa im Mittelpunkt – das gilt auch für die Langstreckenläufer. Sabrina Mockenhaupt lief zum zweiten Mal binnen neun Tagen ein couragiertes 5.000-m-Rennen. In Oslo war sie im Weltrekordlauf der Äthiopierin Meseret Defar Achte in 15:10,32 Minuten. Jetzt wurde sie beim Europacup in einem Hitzerennen Zweite in 15:23,96.

Weltrekordlerin Meseret Defar: „In Äthiopien lernt man, sich zu überwinden“

Meseret Defar verbesserte beim Golden-League-Auftakt der Leichtathleten in Oslo im Bislett-Stadion ihren eigenen Weltrekord über 5.000 Meter auf 14:16,53 Minuten. Damit war sie fast acht Sekunden schneller als zuvor. Nach ihrem Rennen gab die äthiopische 5.000-m-Olympiasiegerin das folgende Interview.

Meseret Defar läuft Weltrekord in Oslo

Die 23-jährige Olympiasiegerin Meseret Defar hat die Weltrekord-Tradition bei den Bislett Games fortgesetzt und in Oslo zugleich den Ruf des Leichtathletik-Golden-League-Meetings gerettet. Denn während die Äthiopierin in 14:16,63 Minuten zu einem 5.000-m-Weltrekord stürmte, blieben die Leistungen in einer Reihe von anderen Wettbewerben hinter den Erwartungen zurück.

Europameister Fitschen läuft die Zeit und die Konkurrenz davon

Vor dem Askina-Meeting in Kassel hatten die Veranstalter ihre Stars in Cabrios um die Laufbahn fahren lassen. Einen vergaß der Ansager dabei jedoch vorzustellen: Jan Fitschen. Irgendwie ist dieses Versehen symptomatisch für die bisherige Saison des 10.000-m-Europameisters von Göteborg. Nicht einmal solche Nebensächlichkeiten laufen für Jan Fitschen.

Siege für Lornah und Edna Kiplagat in New York und Wisconsin

Lornah Kiplagat ist in New York zu einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg gelaufen. Die gebürtige Kenianerin, die für die Niederlande startet, gewann das 10-km-Frauenrennen in 32:10 Minuten. Dabei schaffte die 33-Jährige einen Hattrick. Denn nach 2003 hat Lornah Kiplagat die ,New York Mini 10 k’ auch 2005 und 2006 gewonnen. In der 36-jährige Geschichte des Rennens haben nur zwei Frauen noch einen Sieg mehr errungen: Grete Waitz (Norwegen) und Tegla Loroupe (Kenia). Das traditionelle Event war 1972 der erste reine Frauenlauf der Welt.

Benita Johnson gewinnt Freihofer’s Run for Women

Sechs Wochen nach ihrem enttäuschenden siebenten Platz beim London-Marathon hat sich Benita Johnson mit einem Sieg zurückgemeldet. Die Australierin, die im April zunächst den Berliner Halbmarathon gewonnen hatte, dann jedoch als Mit-Favoritin in London aufgrund von Krämpfen keine Chance hatte, siegte nun beim Freihofer’s Run for Women in Albany (New York). Benita Johnson gewann das 5-km-Rennen mit 3.123 Läuferinnen in 15:22 Minuten und verfehlte den zwei Jahre alten Kursrekord der Marokkanerin Asmae Leghzaoui dabei nur um vier Sekunden.

Haile Gebrselassie läuft Top-Zeit bei Bahn-Comeback

Bei seinem Comeback auf der 400-m-Bahn hat Äthiopiens Läuferstar Haile Gebrselassie in Hengelo auf Anhieb eine Weltklassezeit erzielt. Der 34-Jährige, der sich eigentlich nach Platz fünf über 10.000 Meter bei den Olympischen Spielen 2004 von den Bahnrennen verabschiedet hatte, rannte zum ersten Mal seit den Spielen von Athen wieder über die 25-Runden-Distanz. Dabei erzielte er mit 26:52,81 Minuten eine Weltklassezeit, die jedoch in einem starken Feld nur zu Rang fünf reichte. Zweimal hatte Haile Gebrselassie in der Vergangenheit bei dem Meeting in Hengelo über 10.000 m Weltrekorde aufgestellt: 1995 war er 26:43,53 Minuten gelaufen, drei Jahre später verbesserte er sich auf 26:22,75.

25 Jahre AIMS – ein Vierteljahrhundert Laufsportgeschichte

Es ist rund ein Vierteljahrhundert her, als die Deutschen ,laufen lernten’. Damals, Anfang der 80er Jahre, erlebte man in Deutschland die Anfänge eines ersten Laufbooms. Die ersten großen City-Straßenläufe entstanden 1981 mit den ,25 km de Berlin’, dem Frankfurt- sowie dem Berlin-Marathon. Es war die Zeit, als potenzielle deutsche Laufveranstalter allerdings noch mit den Behörden kämpfen mussten, um die Erlaubnis für breitensportliche Rennen durch die Innenstädte zu erhalten. „Die Straßen sind für die Autos da“ – diese Aussage eines leitenden Polizeibeamten wird der Berliner Initiator Horst Milde in seinem Leben nie wieder vergessen.

Meseret Defar läuft wieder Weltrekord

Die Äthiopierin Meseret Defar hat zum zweiten Mal in diesem Jahr einen Weltrekord gebrochen. Die 23-Jährige lief am Sonntag beim Meeting in Carson bei Los Angeles die Zwei-Meilen-Distanz in 9:10,47 Minuten. Die alte Bestmarke über diese selten gelaufene Distanz von gut 3,2 km hatte die US-Amerikanerin Regina Jacobs mit 9:11,97 vor acht Jahren aufgestellt.

Sabrina Mockenhaupt siegt zum zweiten Mal in Berlin

Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) hat zum zweiten Mal nach 2005 den AVON RUNNING Berliner Frauenlauf gewonnen. Über die 10-km-Distanz reichten der 26-Jährigen, die vor einer Woche Deutsche Meisterin über 10.000 m geworden war, im Tiergarten 34:41 Minuten. Bei der 24. Auflage der Veranstaltung ging die Rekordzahl von 12.615 Frauen und Mädchen aus 49 Nationen an den Start. „Die Zahlen zeigen, dass der Laufboom nicht abschwächt“, erklärte Race-Direktor Mark Milde. In der Geschichte des AVON RUNNING Berliner Frauenlauf sind nunmehr schon über 100.000 Frauen und Mädchen in Berlin an den Start gegangen.

Flomena Chepchirchir überrascht beim Run Berlin über 25 km

Die Kenianer haben ihre Siegserie beim Run Berlin über die 25-km-Distanz fortgesetzt. Zum siebenten Mal in Folge stellten sie bei dem Traditionsrennen beide Sieger. Dabei wiederholte Patrick Makau Musyoki seinen Vorjahreserfolg. Der 22-Jährige gewann bei hohen Temperaturen in 1:14:22 Stunden. Schnellste Frau war überraschend Flomena Chepchirchir, die nach 1:25:38 das Ziel auf der blauen Bahn im Berliner Olympiastadion erreichte. Bei der 27. Auflage des Traditionsrennens registrierte der veranstaltende Berliner Leichtathletik-Verband (BLV) 9.044 Teilnehmer aus 42 Nationen, die in verschiedenen Wettbewerben an den Start gingen.

Rodgers Rop siegt in Hamburg, Luke Kibet in Wien

Zwei Kenianer sorgten für die Topleistungen bei zwei großen europäischen Marathonrennen am Sonntag: Rodgers Rop gewann den Hamburg-Marathon in 2:07:32 Stunden mit nur einer Sekunde Vorsprung. Währenddessen siegte sein Landsmann Luke Kibet bei warmen Wetterbedingungen in Wien mit 2:10:07.

Die World Marathon Majors auf dem Weg zur Formel 1 des Laufsports

Seit einem Jahr haben die besten Marathonrennen der Welt noch zusätzlich an Attraktivität gewonnen. Denn seitdem gibt es die World Marathon Majors (WMM). In dieser Serie haben sich fünf der spektakulärsten Marathonrennen der Welt zusammengeschlossen: Boston, Berlin, Chicago, New York und London.

London-Siegerin Chunxia Zhou: „Ich will Paula Radcliffes Weltrekord brechen”

Chunxia Zhou wurde in London zur ersten chinesischen Läuferin, die einen der ganz großen internationalen Marathonläufe gewonnen hat. Die 28-Jährige lief 2:20:38 Stunden und schlug dabei ein Weltklassefeld. Chunxia Zhous Bestzeit steht bei 2:19:51, die sie beim Seoul-Marathon 2006 aufstellte. Damit ist sie die achtschnellste Läuferin aller Zeiten.

,Chinese Takeaway’ in London

Knapp eineinhalb Jahre vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking hat eine Chinesin beim hochklassigsten Marathon des Jahres den Stars die Show gestohlen und damit ein Zeichen gesetzt: Die 28-jährige Chunxiu Zhou sorgte mit ihrem Sieg beim London-Marathon in der Jahresweltbestzeit von 2:20:38 Stunden für das beste Resultat des Tages. Weder beim London-Marathon noch bei einem der anderen großen vier Läufe der World Marathon Majors (WMM) – Boston, Berlin, Chicago, New York – hatte es jemals zuvor einen chinesischen Sieg gegeben. Ebenso nicht bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen.

Auch ein Sturm kann Cheruiyot in Boston nicht stoppen

Gegen Sturmböen, zeitweilig starke Regenfälle und Kälte mussten rund 22.000 Läufer beim 111. Boston-Marathon kämpfen. Während tags zuvor Marathonläufer bei den Rennen in Europa unter der Hitze litten und das Rennen in Rotterdam nach dreieinhalb Stunden bei Temperaturen von über 25 Grad Celsius sogar abgebrochen wurde, herrschten in Boston gegensätzliche extreme Witterungsbedingungen. Da zeitweilig starke Gewitter befürchtet worden waren, soll in Polizeikreisen sogar eine Absage des Rennens, das seit 1897 jährlich stattfindet, in Erwägung gezogen worden sein. Dazu kam es dann doch nicht, aber die Ergebnisse litten deutlich unter den extremen Verhältnissen. Am Ende gewann Robert Kipkoech Cheruiyot zum dritten Mal nach 2003 und 2006 in Boston. Der Kenianer lief 2:14:13 Stunden und gewann ebenso wie die Überraschungssiegerin bei den Frauen, Lidiya Grigoryeva (Russland/2:29:18), eine Siegprämie von 100.000 Dollar. Wie stark das Wetter die Zeiten beeinträchtig hat, zeigt auch dieser Vergleich: Bei den Männern gab es zuletzt vor 30 Jahren eine langsamere Siegzeit, bei den Frauen war dies 1984 der Fall.

Shami läuft Jahresweltbestzeit in Paris

Mubarak Shami (Katar) hat in der bisher schnellsten Zeit des Jahres den Paris-Marathon gewonnen. Der frühere Kenianer lief trotz des warmen Wetters bei Temperaturen um 20 Grad Celsius 2:07:19 Stunden und hatte dabei über zweieinhalb Minuten Vorsprung auf den Äthiopier Gashaw Melese (2:09:53). Dritter wurde Daniel Rono (Kenia) in 2:10:28.

Chelanga gewinnt Hitze-Marathon in Rotterdam

Joshua Chelanga hat in der Hitze von Rotterdam den Marathon gewonnen. Der Kenianer kam mit den ungewöhnlich warmen Wetterbedingungen mit Temperaturen von am Ende 25 Grad am besten zurecht und lief erstklassige 2:08:21 Stunden. In der Schlussphase des Rennens hatte aber auch der 34-Jährige stark zu kämpfen mit der Wärme. Unter normalen Wetterbedingungen oder bei einem früheren Start wäre Joshua Chelanga sicherlich mindestens eine Minute schneller gelaufen. Schnellste Frau war die Japanerin Hiromi Ominami, die angesichts der Bedingungen ebenfalls gute 2:26:36 erreichte. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, beteiligten sich rund 20.000 Läufer an den Rennen in Rotterdam.

Deena Kastor: “Mein Ziel ist der Sieg in Boston”

Im vergangenen Jahr war Deena Kastor die schnellste Marathonläuferin der Welt. Die US-Amerikanerin gewann den London-Marathon in 2:19:36 Stunden. Damit war sie zugleich die erste Amerikanerin, die die 2:20-Stunden-Barriere durchbrach. Am kommenden Montag wird sie unter den großen Favoritinnen des 111. Boston-Marathons sein. Vor kurzem haben die Veranstalter mit der 34-jährigen Marathon-Bronzemedaillengewinnerin von Olympia 2004 ein Telefoninterview für Journalisten angeboten.

Deutscher Überraschungssieg beim 10.000-m-Europa-Cup

Die deutsche Langstrecken-Erfolgsstory auf europäischer Ebene setzt sich fort. Rund sieben Monate nach den sensationellen Siegen von Jan Fitschen (10.000 m) und Ulrike Maisch (Marathon) bei den Europameisterschaften von Göteborg, sorgte nun André Pollmächer für eine dicke Überraschung. Der Läufer des LAC Chemnitz gewann den 10.000-m-Europa-Cup im italienischen Ferrara. Pollmächer lief in 28:17,17 Minuten zum größten Erfolg seiner Karriere. Bei den Frauen setzte sich dagegen mit der Türkin Elvan Abeylegesse die Favoritin durch. Sabrina Mockenhaupt gab das Rennen auf, obwohl sie ganz vorne dabei war.

Marathon-Frühling mit Höhepunkten in Boston, London, Rotterdam, Hamburg

Traditionell ist der April der Marathon-Monat des Jahres. Doch in diesem Jahr konzentrieren sich die Toprennen des Frühjahrs über die klassischen 42,195 km auf einen noch engeren Zeitraum. An den drei Wochenenden in der zweiten Monatshälfte werden bei den verschiedenen großen Läufen in der Welt deutlich über 150.000 Teilnehmer am Start sein. Alleine 96.000 Läufer hatten sich um eine Startnummer für den London-Marathon beworben. Per Losverfahren wurde im Herbst 2006 entschieden, wer starten darf. London, Boston und Rotterdam sind die traditionell hochklassigsten Rennen im Frühjahr. In den letzten Jahren haben aber auch Hamburg und Paris immer wieder hochklassige Resultate produziert. Und auch der Wien-Marathon hat sich in der internationalen Rangliste nach vorne geschoben.
Weiter lesen…

Patrick Makau Musyoki läuft Weltklassezeit beim Berliner Halbmarathon

In einem der hochklassigsten Männerrennen über die Halbmarathondistanz aller Zeiten stürmte der Kenianer Patrick Makau Musyoki in Berlin mit einem neuen Streckenrekord von 58:56 Minuten ins Ziel. Der 22-Jährige verbesserte damit den erst vor einem Jahr von seinem Landsmann Paul Kosgei aufgestellten Kursrekord um elf Sekunden und erzielte die viertbeste Zeit im Halbmarathon aller Zeiten.

Bekele scheitert, Tadesse und Kiplagat Cross-Weltmeister

In 27 Crossrennen der höchsten Kategorie war Äthiopiens Ausnahmeläufer Kenenisa Bekele zuletzt in Folge ungeschlagen. Und insgesamt fünfmal in Serie hatte er bei den Cross-Weltmeisterschaften sowohl die Kurz- als auch die Langstrecke, also zehn Goldmedaillen, gewonnen – das alleine ist einmalig in der Leichtathletik-Geschichte. Doch ausgerechnet in Kenia, im Land seiner schärfsten Rivalen, endete die Cross-Erfolgsstory des 24-Jährigen auf tragische Art und Weise. 800 Meter vor dem Ziel gab der Äthiopier aufgrund von Magenproblemen auf, nachdem ihm kurz zuvor Zersenay Tadesse die Führung abgenommen hatte. Der ein Jahr ältere Läufer aus Eritrea, der im vergangenen Jahr bereits Weltmeister im 20-km-Straßenlauf geworden war, wurde in der Hafenstadt Mombasa Bekeles Nachfolger. Nach 35:50 Minuten war Zersenay Tadesse vor fünf Kenianern im Ziel des 12-km-Rennens.

Perfekte Boston-Generalprobe für Rita Jeptoo in Lissabon

Die Kenianerin Rita Jeptoo hat den hochkarätig besetzten Lissabon-Halbmarathon gewonnen und dabei die schnellste Zeit einer Frau seit September 2003 erzielt. Die 26-Jährige stürmte in der portugiesischen Hauptstadt nach 67:05 Minuten ins Ziel, verbesserte damit die Jahresweltbestzeit der Japanerin Kayoko Fukushi (68:00) um 55 Sekunden und sorgte für den Höhepunkt des Rennens mit 36.000 Teilnehmern.

Sammy Wanjiru läuft erneut Halbmarathon-Weltrekord

Sammy Wanjiru hat seinen eigenen, gut fünf Wochen alten Halbmarathon-Weltrekord um 18 Sekunden verbessert. Der 20-jährige Kenianer gewann das Rennen in Den Haag überlegen in 58:35 Minuten, nachdem er sich bereits bei Kilometer drei von seinen Konkurrenten gelöst hatte. Den 10-km-Punkt passierte er nach 27:27 Minuten, 15 km waren nach 41:30 erreicht und 20 km in 55:31. Sollten die Holländer am 20-km-Punkt ein offizielles Kampfgericht platziert haben, dann wäre auch diese Zeit ein Weltrekord. Die Bestmarke hält zurzeit Haile Gebrselassie mit 55:48 Minuten.

Yasuko Hashimoto gewinnt letzten japanischen WM-Quali-Marathon in Nagoya

Yasuko Hashimoto hat den Nagoya-Marathon gewonnen und damit das letzte japanische Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaften in Osaka, die am 25. August beginnen. Die 31-jährige Japanerin siegte bei guten Wetterbedingungen in 2:28:49 Stunden mit sechs Sekunden Vorsprung vor der Titelverteidigerin Harumi Hiroyama (2:28:55). Rang drei belegte Takami Ominami mit 2:29:24. Beste Nicht-Japanerin war die Kenianerin Julia Mombi, die als Fünfte 2:29:38 lief.

Kenianer Mogaka gewinnt ,Challenge’ des Los Angeles-Marathons

Der Kenianer Fred Mogake hat die ,Challenge’ beim Los Angeles-Marathon gewonnen. Die Veranstalter des Rennens hatten wie in den letzten Jahren eine Prämie von 100.000 Dollar ausgelobt für den ersten Finisher des Laufes. Bei der Challenge treten die besten Männer und die besten Frauen gegeneinander an. Dabei erhalten die Elite-Frauen einen Vorsprung beim Start von 20 Minuten vor den Männern. Nach 2:17:14 Stunden war Fred Mogake im Ziel, nachdem er zuvor die beste Frau überholt hatte.

Sabrina Mockenhaupt: „Ich werde erwachsen und muss nicht mehr weinen“

Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon e.V.) zeigte bei den Hallen-Europameisterschaften in Birmingham im Gegensatz zum 10.000-m-Finale bei der EM in Göteborg im vergangenen August endlich einmal ein couragiertes Rennen. Am Ende belegte sie damit über 3.000 m Rang vier in 8:45,77 Minuten und stellte eine persönliche Bestzeit auf.

Doppelsieg für Chojecka bei Hallen-EM, Mockenhaupt Vierte

Die Polin Lidia Chojecka lief bei den Hallen-Europameisterschaften in Birmingham zu einem Doppel-Triumph. Einen Tag nach ihrem deutlichen 1.500-m-Sieg in 4:05,13 Minuten gewann sie auch das 3.000-m-Rennen. In 8:43,25 verteidigte sie den Titel, den sie bereits vor zwei Jahren in Madrid gewonnen hatte. In einem langen Spurt war die 30-Jährige nicht zu schlagen. Marta Dominguez (Spanien/8:44,40) wurde Zweite, die Italienerin Silvia Weissteiner lief in nationaler Rekordzeit von 8:44,81 überraschend zur Bronzemedaille. Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon) belegte einen guten vierten Rang.

KIMbias Gilbert Okari gewinnt World’s Best 10 km in Puerto Rico

Gilbert Okari sorgte beim ersten großen internationalen 10-km-Rennen des Jahres für einen perfekten Start für KIMbia. Der 28-jährige Kenianer, der zur Trainingsgruppe von Dieter Hogen gehört, gewann den World’s Best 10-km-Lauf in Puerto Rico. In einem spannenden Zweikampf hatte er am Ende eine Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Kimutai Cosmos Koech. Okari, der im vergangenen Jahr bei diesem Rennen Zweiter war und dann eine Siegserie im US-Straßenlauf startete, rannte 28:08 Minuten. Dritter wurde Martin Lel (Kenia) in 28:13. Auf Rang fünf kam mit John Yuda (Tansania/28:38) ein weiterer KIMbia-Läufer.

Daniel Njenga gewinnt neuen Tokio-Marathon

Daniel Njenga hat den neuen Tokio-Marathon gewonnen. Der 30-jährige Kenianer lief nach 2:09:45 Stunden ins Ziel und siegte damit vor den beiden Japanern Tomoyuki Sato (2:11:22) und Satoshi Irifune (2:12:44). Bei nassem Wetter hatte sich Njenga, der eine Marathon-Bestzeit von 2:06:16 aufweist, bei 25 km von seinen Konkurrenten gelöst.

Russische 4×800-m-Staffel läuft Weltrekord

Einen Weltrekord erzielte ein russisches Frauenteam über die selten gelaufene Distanz von 4×800 m in der Halle. Im Rahmen der russischen Meisterschaften in Volgograd liefen Anna Balakshina, Natalya Pantelyeva, Anna Emashova und Olesya Chumakova 8:18,54 Minuten. Damit waren sie schneller als ein anderes russisches Team, das 1994 in Moskau 8:18,71 gelaufen war.

Wanjiru bricht Gebrselassies Halbmarathon-Weltrekord

Sammy Wanjiru hat sich den Halbmarathon-Weltrekord zurückgeholt. Der Kenianer rannte in Ras al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) 58:53 Minuten und verbesserte damit die von Äthiopiens Superstar Haile Gebrselassie aufgestellte Marke um zwei Sekunden. Gebrselassie war am 15. Januar 2005 in Phönix 58:55 gelaufen. Der erst 20-jährige Kenianer Wanjiru hatte 2005 den Rotterdam-Halbmarathon in 59:16 gewonnen.

Meseret Defar läuft 3.000-m-Hallen-Weltrekord in Stuttgart

Die Äthiopierin Meseret Defar hat in Stuttgart einen neuen Hallen-Weltrekord über 3.000 M aufgestellt. Die 23-Jährige lief 8:23,72 Minuten und verbesserte die knapp ein Jahr alte Marke von Liliya Shobukova gleich um gut vier Sekunden. Die Russin war am 17. Februar 2006 in Moskau 8:27,86 Minuten gelaufen.

Hara gewinnt in Osaka, Shibui verpasst WM-Qualifikation

Drei japanische Marathonläuferinnen rannten in den letzten sechs Jahren unter 2:20 Stunden, zwei von ihnen wurden Olympiasiegerinnen. Es ist nun gut möglich, dass keine von ihnen bei den Weltmeisterschaften in Osaka im August/September an den Start gehen wird. Naoko Takahashi gewann 2000 in Sydney die olympische Goldmedaille und lief dann in Berlin ein Jahr später als erste Frau unter 2:20 (2:19:46). Sie hat beim Tokio-Marathon im November die WM-Qualifikation verpasst. Mizuki Noguchi wurde in Athen bei Olympia 2004 Nachfolgerin von Takahashi und lief dann 2005 in Berlin die Asienrekordzeit von 2:19:12. Sie wird im April in London an den Start gehen und verzichtete daher auf eine WM-Qualifikation. Yoko Shibui war 2004, ebenfalls in Berlin, 2:19:41 gelaufen. Nun verpasste sie beim Osaka-Marathon am Sonntag mit einem enttäuschenden zehnten Rang den WM-Startplatz.

Tirunesh Dibaba bricht 5.000-m-Hallen-Weltrekord

Tirunesh Dibaba krönte das Hallenmeeting in Boston am Sonnabend mit einem Weltrekordlauf über 5.000 m. Die erst 21-jährige Äthiopierin verbesserte ihre eigene Marke auf 14:27,42 Minuten. Vor zwei Jahren war sie ebenfalls bei dem Meeting in Boston als 19-Jährige 14:32,93 gelaufen. Zum ersten Mal in ihrer Karriere blieb Tirunesh Dibaba nun in einem 5.000-m-Rennen unter 14:30 Minuten. Und sie bewies mit ihrem Hallen-Weltrekord einmal mehr, dass sie auf jeden Fall in der Lage ist, auch den Freiluft-Weltrekord zu brechen, von dem sie in Boston lediglich drei Sekunden entfernt war.

Marathon-Bilanz 2006: Gebrselassie und Kastor sowie London und New York auf Position eins

Die Siergerzeiten von Haile Gebrselassie in Berlin und von Deena Kastor in London sind die schnellsten Marathonzeiten des Jahres 2006. Der Äthiopier hatte das Rennen am 24. September in 2:05:56 Stunden gewonnen und erzielte damit nicht nur die siebtschnellste Zeit aller Zeiten sondern auch das einzige Ergebnis unter 2:06 Stunden im Jahr 2006. Zum Weltrekord von Paul Tergat (Kenia/2:04:55) fehlen allerdings noch 61 Sekunden beziehungsweise gut 300 Meter. Haile Gebrselassie hält aber immerhin zum zweiten Mal in Folge die Jahresweltbestzeit, nachdem er 2005 den Amsterdam-Marathon in 2:06:20 Stunden gewonnen hatte.

30. Cross-Sieg in Folge für Bekele

Kenenisa Bekele hat seine Cross-Siegserie auf 30 Rennen ausgebaut und bereits zum dritten Mal den hochklassigen Lauf in Sevilla gewonnen. Dabei bezwang der äthiopische 10.000-m-Olympiasieger und Weltrekordler über die 10,8 km lange Distanz seinen jüngeren Bruder Tariku, der an diesem Tag seinen 20. Geburtstag feierte. Bekele lief nach 31:05 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Ryan Hall bricht die Stundenbarriere und den US-Rekord im Halbmarathon

Der US-Amerikaner Ryan Hall sorgte für die erste große Überraschung des Jahres im internationalen Straßenlauf. Der 24-jährige US-Amerikaner aus Kalifornien brach beim Houston-Marathon und Halbmarathon den US- und den Nordamerika-Rekord. Ryan Hall stürmte nach 59:43 Minuten ins Ziel und unterbot damit als erster Amerikaner die Stunden-Barriere über die 21,0975 km. Den alten US-Rekord war Mark Curp vor 22 Jahren in Philadelphia mit 60:55 Minuten gelaufen.

Kipchoges Silvesterknaller: Kenianer bricht Gebrselassies 10-km-Weltrekord in Madrid

Mit einem Paukenschlag hat der Kenianer Eliud Kipchoge das Laufjahr 2006 zu Ende gehen lassen. Der 22-Jährige stellte beim hochklassigen Silvesterlauf in Madrid einen neuen Weltrekord über die 10-km-Distanz auf. Mit 26:55 Minuten erzielte der 5.000-m-Weltmeister von 2003 die erste Zeit unter 27 Minuten bei einem 10-km-Straßenrennen. Kipchoge verbesserte den 2002 in Doha von Haile Gebrselassie aufgestellten Weltrekord um sieben Sekunden, allerdings sind die Zeiten aus Madrid noch nicht offiziell.