Athletics News

2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012

2006


Olympiasiegerin Mizuki Noguchi startet beim London-Marathon

Die Veranstalter des London-Marathons haben das Frauen-Elitefeld für das Rennen am 22. April 2006 bekannt gegeben. Die Verpflichtung der japanischen Marathon-Olympiasiegerin Mizuki Noguchi verspricht dabei zusätzliche Spannung.

Mubarak Shami und Zhou Chunxiu gewinnen Marathon-Gold bei Asienspielen

Zur Begeisterung der Katarer holte deren Landsmann Mubarak Shami bei den Asien-Spielen in Doha (Katar) die Marathon-Goldmedaille. Bei hoher Luftfeuchtigkeit siegte beim Frauenrennen die Chinesin Zhou Chunxiu.

Brite Mo Farah stoppt Sergiy Lebids Siegserie bei Cross-EM

Bei den Crosslauf-Europameisterschaften gab es eine Überraschung: Der Brite Mo Farah setzte sich gegen den ukrainischen Topfavoriten Sergiy Lebid durch. Die Ukrainerin Tetyana Holovchenko triumphierte im Frauenrennen.

Charity-Running: Große Erfolge in London und Chicago

Im deutschsprachigen Raum steckt das ,Charity-Running’ sozusagen noch in Kinderschuhen. Während das Laufen für einen guten Zweck besonders in Großbritannien und den USA enorme Erfolge verzeichnet, steht die Entwicklung hier noch am Anfang. Werden besonders in England bei den großen Straßenläufen sieben- bis achtstellige Summen für karitative Zwecke gesammelt, ist in Deutschland zurzeit eine fünfstellige Summe bei einem Rennen ein überdurchschnittlicher Erfolg. Doch vielleicht entwickelt sich zukünftig auch im deutschsprachigen Raum das Charity-Running stärker als zuletzt.

Salina Kosgei läuft Kursrekord beim Singapur-Marathon

Die 29-jährige Salina Kosgei (Kenia) gewann am Sonntag den Standard Chartered Singapur-Marathon in 2:31:55 Stunden. Das Rennen der Männer entschied bei warmen Temperaturen der Kenianer Amos Matui mit einer Zeit von 2:15:01 für sich.

Haile Gebrselassie siegt zehn Wochen nach Berlin in Fukuoka

Beim Fukuoka-Marathon – einem traditionell reinen Männer-Eliterennen – siegte der Äthiopier Haile Gebrselassie in 2:06:52 Stunden. Der Vorjahressieger Dmytrov Baranovsky (Ukraine) und Jaouad Gharib (Marokko) belegten Platz zwei und drei.

Kenianischer Tempomacher gewinnt Florenz-Marathon, Mizuki Noguchi siegt in Schanghai

James Kutto (Kenia) siegte überraschend mit einem Streckenrekord beim Marathon in Italien. In Japan gewannen das kenianische Männer- und Frauenteam den Chiba-Ekiden Staffel-Marathon, während Mizuki Noguchi (Japan) in China beim Halbmarathon ebenfalls mit einem Streckenrekord die Ziellinie überquerte.

Reiko Tosa siegt in Tokio

Die Japanerin Reiko Tosa gewann den Frauen-Elitemarathon in Japans Hauptstadt mit einer Zeit von 2:26:15 Stunden vor ihren Landsfrauen Akemi Ozaki (2:28:51) und Naoko Takahashi (2:31:22). In Holland gingen beim 15km ‚Zevenheuvelenloop’ 20.000 Läufer an den Start.

Berlin-Zweiter Gudisa Shentema gewinnt Halbmarathon in Trentino

Der Äthiopier Gudisa Shentema siegte in Italien in 64:08 Minuten vor dem Kenianer Peter Kiplagat (64:58) und dem Russen Sergej Zachepa (65:08). Schnellste Frau war die Italienerin Elisa Desco in 1:14:58 Stunden.

Lance Armstrong nach New York: „Ich bewundere die Läufer jetzt noch mehr”

Sieben Mal hat Lance Armstrong die Tour de France gewonnen, ununterbrochen in Reihenfolge von 1999 bis 2005. Der damals 35-Jährige hatte nach der Tour de France seine Karriere als Radprofi beendet und ist beim New York City-Marathon im Jahre 2006 seine Premiere über die klassischen 42,195 Kilometer gelaufen. Lance erreichte nach 2:59:35 Stunden das Ziel.

Henry Tarus und Chikako Ogushi gewinnen Klassiker in Athen

Nach dem Rennen auf dem anspruchsvollen, historischen Kurs von Marathon nach Athen überquerte der Kenianer Henry Tarus nach 2:17:45 Stunden die Ziellinie im alten Athener Olympiastadion. Die Japanerin Chikako Ogushi sicherte sich den Sieg in 2:40:47 Stunden nach einen spannenden Dreikampf.

London das nächste Ziel für New York-Siegerin Jelena Prokopcuka

Die Lettin Jelena Prokopcuka sprach nach ihrer Titelverteidigung in New York City mit Take The Magic Step® über ihre Taktik beim Rennen, ihre Vorbereitung auf diesen Marathon und ihre Pläne für die kommende Marathonsaison.

Marilson Gomes Dos Santos läuft zu erstem brasilianischen Sieg in New York

Brasiliens Marilson Gomes Dos Santos triumphierte beim ING New York City-Marathon in 2:09:58 Stunden vor zwei Millionen Zuschauern. Das Rennen der Frauen entschied die Titelverteidigerin Jelena Prokopcuka (Lettland) in 2:25:05 Stunden zum zweiten Mal in Folge für sich.

Neues Duell: Paul Tergat gegen Hendrick Ramaala in New York

In New York City startet am Sonntag auf der Verrazano Bridge mit fast 40.000 Teilnehmern einer der größten Marathonläufe der Welt. Dabei steht der Weltrekordler und Titelverteidiger Paul Tergat (Kenia/2:04:55) als einer der Favoriten wieder am Start.

Nairobi-Sieger Hosea Kiprop Rotich der nächste große Marathonläufer?

Der 25-Jährige Kenianer Hosea Kiprop Rotich gewann am Sonntag den Nairobi-Marathon in Kenia. In seinem Debüt lief er trotz der Höhenlage beachtliche 2:10:21 Stunden.

Kenias Wilfred Kigen wiederholt Vorjahressieg in Frankfurt

Angefeuert von rund 200.000 Zuschauern an der Strecke, verteidigte der Kenianer Wilfred Kigen beim 25. Messe Frankfurt-Marathon erfolgreich mit 2:09:06 Stunden seinen Titel. Das Rennen der Frauen gewann die Russin Svetlana Ponomarenko in 2:30:05 Stunden und stellte eine persönliche Bestzeit auf.

Das Feuer brennt noch immer in mir: Ein Interview mit Bill Rodgers

Bill Rodgers gewann den Boston- und New York City-Marathon jeweils viermal und war dreimal an Nummer eins der Weltrangliste gesetzt. Mit 58 fließt noch immer Wettkampfblut in seinen Adern. Als wichtiger empfindet er jedoch seine Rolle als Botschafter für den Laufsport.

Sieg von Robert Cheruiyot in Chicago

Der Kenianer Robert Cheruiyot gewann in 2:07:35 Stunden den 29. LaSalle Bank Chicago Marathon trotz eines Sturzes auf der Ziellinie. Die Äthiopierin Berhane Adere war mit 2:20:42 Stunden die schnellste Frau in der ‚windigen Stadt‘.

Kenianische Läufer siegen in Venedig

Jonathan Kipkorir Kosgei überzeugte in Italien beim Marathon mit 2:10:18 nach einem spannenden Finish vor dem Italiener Alberico di Cecco. Bei den Frauen siegte Lenah Cheruiyot in 2:33:44 Stunden vor ihrer Landsfrau Tegla Loroupe.

Erstklassiges Starterfeld beim Chicago-Marathon

Am kommenden Sonntag findet der 29. LaSalle Bank Chicago-Marathon statt. Unter den 40.000 Teilnehmern befinden sich eine Reihe vielversprechende KIMbia-Athleten. Deena Kastor (USA), Constantina Tomescu (Rumänien) und Berhane Adere (Äthiopien) sind Favoritinnen des Frauenrennens, während das Männerrennen offener ist.

Kenianischer Doppelsieg beim Amsterdam-Marathon

Der Debütant Solomon Bushendich siegte beim 31. Amsterdam-Marathon in 2:08:52 Stunden bei teilweise windigen Wetterbedingungen. Schnellste Frau war in den Niederlanden Rose Cheruiyot mit einer Zeit von 2:28:26.

Zersenay Tadesse und Lornah Kiplagat gewinnen Straßenlauf-WM

Zersenay Tadesse (Eritrea) und Lornah Kiplagat (Niederlande) haben die erstmals veranstalteten Straßenlauf-Weltmeisterschaften über die 20-Kilometer-Distanz gewonnen. Auf einem 5-km-Rundkurs im ungarischen Debrecen zeigte der 24-jährige Tadesse ein weiteres hochkarätiges Rennen.

Hendrick Ramaala und Berhane Adere gewinnen Great North Run, Kevin Sullivan und Sara Hall siegen in New York

Fast 50.000 Teilnehmer nahmen am Sonntag in Nordengland am Halbmarathon teil, dabei entschieden der Südafrikaner Hendrick Ramaala (61:03 Minutes) und die Äthiopierin Berhane Adere (70:01) haben das Rennen für sich. Tags zuvor siegten Kevin Sullivan (Kanada) und Sara Hall (USA) bei der Fifth Avenue-Meile in New York City.

Jan Fitschen und Irina Mikitenko Zweite in Tübingen

Moses Kigen (Kenia) siegte beim Tübinger Stadtlauf knapp vor Jan Fitschen (TV Wattenscheid), der zeitgleich in 21:51 Minuten ins Ziel kam. Das Frauenrennen gewann die kenianische Läuferin Edith Masai in 23:49 vor Irina Mikitenko (TV Wattenscheid/24:32).

Haile Gebrselassie und Gete Wami gewinnen in Berlin

Bei warmen Temperaturen lief der Äthiopier Haile Gebrselassie mit der Jahresweltbestzeit von 2:05:56 Stunden ins Ziel. Bei den Frauen siegte seine Landsfrau Gete Wami in erstklassigen 2:21:34. Rund eine Million Zuschauer säumten die Strecke durch das Herz der deutschen Hauptstadt.

Haile: „Ich werde in Berlin rennen so schnell es geht“

Der zweimalige 10.000-Meter-Olympiasieger Haile Gebrselassie wird am kommenden Sonntag beim 33. real,- Berlin-Marathon antreten. In diesem Interview spricht der 33-jährige Äthiopier über das anstehende Rennen und seine Vorbereitung darauf.

Berlin sieht WMM-Rennen mit Haile Gebrselassie

Mit dem Berlin-Marathon beginnen am Sonntag eine Reihe spannender Herbstmarathonläufe. Es haben sich 39.636 Athleten aus 105 Nationen für das Rennen auf der flachen Strecke durch die deutsche Hauptstadt angemeldet. Als großer Favorit steht dabei Äthiopier Haile Gebrselassie am Start.

KIMbia-Läufer überzeugen auf zwei Kontinenten

Matt Tegenkamp (USA) lief beim Weltcup in Griechenland auf Platz drei über 5.000 Meter; Edna Kiplagat (Kenia) kam beim Philadelphia Distance Run (USA) auf den zweiten Rang; und Richard Kiplagat (Kenia) siegte beim CVS/Pharmacy 5-Kilometer-Stadtlauf in Providence, Rhode Island (USA).

Saif Saaeed Shaheen gewinnt Weltcup-Doppel, Craig Mottram schlägt Kenenisa Bekele

Der Katarer Saif Saaeed Shaheen siegte am Samstag in 13:35,30 Minuten über 5.000 Meter vor Mike Kigen (Kenia/13:36,19) und Matt Tegenkamp (USA/13:36,83). Am Sonntag holte er dann auch die 3.000-m-Hindernis Goldmedaille in 8:19,09. Über 3.000 m ließ der Australier Craig Mottram in 7:32,19 den Äthiopier Kenenisa Bekele klar hinter sich (7:36,25).

Zersenay Tadesse läuft drittschnellste Zeit aller Zeiten beim Rotterdam-Halbmarathon

Der 24-jährige Eritreer Zersenay Tadesse triumphierte in den Niederlanden mit 59:16 Minuten – die drittschnellste Halbmarathonzeit aller Zeiten. Robert Kipchumba (Kenia) lief mit 59:28 auf den zweiten Platz, während Solomon Bushendich (Kenia) in 60:13 Rang drei belegte.

Meseret Defar siegt bei Golden-League-Finale auf den letzten Metern

Im Berliner Olympiastadion gewann die Äthiopierin Meseret Defar (15:02,51 Minuten) den 5.000-Meter-Lauf des ISTAFs im Endspurt vor ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba (15:02,87). Rang drei belegte die ebenfalls aus Äthiopien stammende Meselech Melkamu in 15:05,82.

KIMbias Nyariki gewinnt ersten New-York-Halbmarathon

KIMbias Tom Nyariki hat mit seinem Sieg beim ersten New-York-City-Halbmarathon in Manhattan seine ausgezeichnete Form im August einmal mehr bestätigt. In seinem ersten Halbmarathon lief Nyariki 1:01:22 Stunden und schlug den Olympiazweiten im Marathon, Meb Keflezighi, um sechs Sekunden. Der zweimalige US-amerikanische Olympiateilnehmer Abdi Abdirahman wurde in 1:01:34 Dritter.

Kenia bricht 4×800-m-Weltrekord von Coe und Co.

Eine Reihe von Weltrekorden wurden verpasst beim einmal mehr hochklassigen IAAF Golden-League-Meeting in Brüssel, doch eine Bestzeit fiel beim 30. van Damme Memorial: Über die selten gelaufenen 4×800 Meter stellte das Quartett aus Kenia einen neuen Rekord auf. Joseph Mutua, William Yiampoy, Ismael Kombich und Wilfred Bungei liefen 7:02,43 Minuten und waren nur knapp vor den USA (7:02,82) im Ziel. Damit war ein 24 Jahre alter Weltrekord der britischen Staffel gebrochen. 1982 waren Peter Elliott, Garry Cook, Steve Cram und Sebastian Coe in London 7:03,89 Minuten gelaufen.

Lel siegt, Flugzeugpanne stoppt Gebrselassie

In einer sizilianischen Kleinstadt im Südwesten der Insel findet einmal im Jahr ein hochkarätiges 10-Kilometer-Rennen statt. Bei warmen Sommertemperaturen waren es drei starke Halbmarathon- und Marathonläufer, die das Rennen in Scicli bestimmten. Am Ende siegte Martin Lel, der bereits den New-York-City-Marathon und den London-Marathon gewonnen hat. Der Kenianer lief 28:45 Minuten und war deutlich vor Robert Kipkoech Cheruiyot (Kenia/29:24) und Hassan Mubarek Shami (Katar/29:42) im Ziel.

KIMbias Okari verteidigt Titel in Falmouth

Gilbert Okari gewann das Falmouth-Straßenrennen vor seinem KIMbia-Teamkameraden Tom Nyariki, den er bei Meile sechs des insgesamt 7,1 Meilen langen Kurses überholte. Okaris Sieg am vergangenen Sonntag in 31:53 Minuten war sein dritter aufeinander folgender Triumph bei diesem klassischen Rennen, das am Meer entlang in Massachusetts ausgetragen wird. Nyariki wurde in 32:03 Minuten Zweiter. KIMbias John Korir, der das Falmouth-Rennen 1999, 2001 und 2003 gewann, wurde Dritter in 32:39.

Marathon Europameisterin Maisch im Interview: „Ich möchte jetzt New York laufen“

Ulrike Maisch (LAV Rostock) hat bei den Europameisterschaften in Göteborg sensationell Gold im Marathon geholt. Die Stralsunderin lief in neuer persönlicher Bestzeit von 2:30:01 Stunden als erste ins Göteborger Ullevi-Stadion ein. Es war nach dem Hamburg-Marathon im Frühjahr ihr zweites Rennen in diesem Jahr, nachdem sie sich im November 2004 einer Fußoperation hatte unterziehen müssen.

Doppel für Kipchirchir bei Afrika-Meisterschaften

Neben den Europameisterschaften in Göteborg, die die ganze Woche über für Schlagzeilen sorgten, fanden auch noch die Afrikameisterschaften in den vergangenen Tagen statt. Mittelstreckenläufer Alex Kipchirchir sorgte für ein ungewöhnliches Doppel in Bambous (Mauritius). Der Kenianer siegte zuerst über die 800 Meter, vor Ahmed Ismail (Sudan/1:46,65) und Alfred Kirwa (Kenia/1.46,85), in 1:46,62 Minuten und sicherte sich anschließend den Sieg über die 1.500 m. In 3:46,54 Minuten gewann er knapp vor Adil Kaouich (Marrokko/3:46,72) in einem taktischen Rennen.

Som, Espana und Tomashova gewinnen EM-Gold

Am Schlusstag der Leichtathletik-Europameisterschaften von Göteborg standen nach dem Marathon der Männer noch drei weitere Lauf-Entscheidungen auf dem Programm. In einem sehr offenen 800-Meter-Finale der Männer triumphierte schließlich Bram Som. Der 26-jährige Holländer gewann seine erste große Medaille in 1:46,56 Minuten vor David Fiegen (Luxemburg/1:46,59) und dem Briten Sam Ellis (1:46,64).

Stefano Baldini zum zweiten Mal Marathon-Europameister

Einen Tag nach dem sensationellen Marathontriumph der Rostockerin Ulrike Maisch blieb zumindest im Rennen um Gold bei den Männern eine Überraschung aus. Am Sonntag setzte sich der große Favorit im Feld der gut 50 Marathonläufer durch: Der Italiener Stefano Baldini gewann nach 2:11:32 Stunden die Goldmedaille. Zum zweiten Mal nach 1998 wurde der inzwischen 35-Jährige Europameister über die klassische Distanz. Anders sah es dagegen auf Platz zwei aus, denn die Silbermedaille sicherte sich unerwartet der Schweizer Viktor Röthlin in 2:11:50 vor dem Spanier Julio Rey (2:12:37).

Dominguez gewinnt 5.000 m, Enttäuschung für Pavey bei EM

Jo Pavey war eine der letzten Hoffnungen für das Team von Großbritannien, bei diesen Europameisterschaften noch eine Goldmedaille zu gewinnen. Noch vor acht Jahren in Budapest, bei den vorletzten kontinentalen Titelkämpfen, hatten die Briten mit neun Goldmedaillen die Medaillenwertung vor Deutschland (8 x Gold) gewonnen. Nun erfüllten sich in Göteborg nicht einmal die Hoffnungen auf das erste Gold. Und Jo Pavey hatte am Ende gar nichts gewonnen. Als Vierte war sie in 15:01,41 Minuten im Ziel, nachdem sie in der zweiten Hälfte das Rennen schneller gemacht und fast durchweg geführt hatte.

Ulrike Maisch sensationell Marathon-Europameisterin

Die deutsche Leichtathletik hat einen weiblichen Jan Fitschen: Vier Tage nach dem völlig unerwarteten 10.000-Meter-Triumph des Wattenscheiders rannte Ulrike Maisch nicht minder sensationell und auf nicht weniger spektakuläre Art und Weise zum Marathon-Gold bei den Europameisterschaften in Göteborg. In der persönlichen Bestzeit von 2:30:01 Stunden lief Ulrike Maisch ins Ziel und gewann damit deutlich vor Olivera Jevtic (Serbien/2:30:27) und der Russin Irina Permitina (2:30:53).

Der Finne Keskisalo überrascht im Hindernis

Das 3.000-Meter-Hindernisfinale der Männer produzierte eine der größten Überraschungen der Europameisterschaften von Göteborg. Fast ebenso sensationell wie Jan Fitschen über 10.000 m gewann dieses Mal der Finne Jukka Keskisalo – und wieder waren die spanischen Favoriten geschlagen. Der 25-jährige Finne überholte ohne große Gegenwehr auf der Zielgeraden José Luis Blanco und siegte in 8:24,89 Minuten. Der Spanier wurde Zweiter in 8:26,22 während Bob Tahri (Frankreich) sich Bronze sicherte in 8:27,15.

Jan Fitschen: „Wahrscheinlich kapiere ich es erst in zwei Jahren”

Jan Fitschen ist in Göteborg sensationell Europameister geworden. In seinem gerade einmal vierten Rennen über 10.000 Meter konnte sich der 29-jährige Läufer des TV Wattenscheid gegen die starke spanische Konkurrenz durchsetzen und nach 32 Jahren das erste Mal wieder einen 10.000-m-Europameistertitel nach Deutschland bringen. Und in seinem vierten 10.000-m-Rennen blieb er ungeschlagen.

Ex-400-m-Läuferin gewinnt EM-Gold über 800 Meter

Vor zwei Jahren startete die 400-Meter-Läuferin Olga Kotlyarova ihren ersten Versuch über die doppelte Distanz. Mehr aus Spaß rannte sie auf Anhieb eine Weltklassezeit von 1:57,96 Minuten. Nun ist die 30-jährige Russin Europameisterin über diese Strecke. In 1:57,38 gewann sie das Finale von Göteborg in ihrer ersten richtigen 800-m-Freiluftsaison. Silber ging an ihre Landsfrau Swetlana Klyuka (1:57,48), Bronze gewann die Britin Rebecca Lyne mit 1:58,45.

Mehdi Baala verteidigt 1.500-m-Titel

Der Franzose Mehdi Baala hat bei der einzigen Lauf-Entscheidung am Mittwoch seinen Europameister-Titel verteidigt. Der 27-Jährige lief die 1.500 Meter in 3:39,02 Minuten und schlug dabei den favorisierten Ukrainer Ivan Heshko, der als Zweiter nach 3:39,50 ins Ziel kam. Dritter wurde der Spanier Juan Carlos Higuero in 3:39,62.

Jan Fitschen wird sensationell 10.000-m-Europameister

Vier Jahre nachdem Dieter Baumann bei den Europameisterschaften von München die Silbermedaille über 10.000 Meter gewonnen hatte, sorgte ein anderer deutschen Läufer bei den kontinentalen Titelkämpfen für eine Sensation: Der 29-jährige Jan Fitschen gewann in Göteborg die Goldmedaille. Nach 28:10,94 Minuten stürmte der Läufer des TV Wattenscheid ins Ziel.

Abitova gewinnt 10.000-m-EM-Finale, Mockenhaupt trickst Mikitenko aus

Die erste Laufentscheidung der Europameisterschaften in Göteborg brachte ein hochklassiges Rennen. Am Ende des 10.000-Meter-Laufes hatte die Russin Inga Abitova die Goldmedaille gewonnen, indem sie ihre persönliche Bestzeit um gut eine Minute auf 30:31,42 Minuten verbesserte. Für einen unerwarteten skandinavischen Erfolg sorgte die Norwegerin Susanne Wigene, die sich nach einem tollen Schlussspurt Rang zwei in 30:32,36 Minuten sicherte. Dritte wurde die Russin Lidiya Grigoryewa in 30:32,72.

KIMbias Tom Nyariki gewinnt Beach to Beacon

Tom Nyariki überholte seinen KIMbia-Teamkameraden Gilbert Okari und gewann die Beach to Beacon 10 Kilometer in Cape Elizabeth, Maine (USA). Nyariki, der im vergangenen Jahr Dritter geworden war, siegte in 27:48 Minuten vor Lawrence Kiprotich (28:04) und Okari (28:09).

Kuriose Läufe in Ostrava

Zwei kuriose Rennen gab es in dieser Saison beim Super-Grand-Prix-Meeting in Ostrava. Dabei war es zunächst ein Offizieller, der das Rennen um den Sieg beeinflusste und dann ein Athlet, der sich selbst alle Chancen nahm.

Paula Radcliffe erwartet Nachwuchs, Paul Tergat läuft New York

Die Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe wird wohl frühestens im Herbst 2007 wieder ein Rennen über die klassischen 42,195 Kilometer laufen. Die Engländerin hat vor kurzem ihre Schwangerschaft bekannt gegeben. Im Januar des nächsten Jahres erwartet sie ihr erstes Kind mit Partner Gary Lough. Beim Flora London-Marathon 2003 hatte Paula Radcliffe mit 2:15:25 Stunden die nach wie vor gültige Weltbestzeit aufgestellt.

Äthiopier stark in Rom, Mikitenko Deutsche Meisterin

Es waren einmal mehr die Äthiopier, die beim dritten IAAF-Golden-League-Meeting der Saison für die Highlights über die Langstrecken sorgten. In Rom baute Tirunesh Dibaba ihre Jackpot-Siegserie aus. Nach Oslo und Paris gewann sie einmal mehr das hochklassige Duell gegen ihre Landsfrau Meseret Defar über 5.000 Meter. Das Tempo bestimmend, war Tirunesh Dibaba auf der letzten Runde nicht zu schlagen. In 14:52,37 Minuten gewann sie das Rennen in Rom gegen Meseret Defar, die 14:53,51 lief.

Mizuki Noguchi auf dem Weg nach Berlin in Topform

Marathon-Olympiasiegerin Mizuki Noguchi präsentierte sich am Sonntag in Topform. Die 27-jährige Japanerin, die sich als Vorjahressiegerin auf den real,- Berlin-Marathon am 24. September vorbereitet, gewann den Sapporo-Halbmarathon trotz windiger Bedingungen in der Kursrekordzeit von 68:14 Minuten. Damit unterbot sie den Streckenrekord der kenianischen Olympia-Zweiten Catherine Ndereba um neun Sekunden.

Lel und Kiplagat gewinnen Peachtree in Atlanta

Der Kenianer Martin Lel und die Holländerin Lornah Kiplagat haben das traditionelle Peachtree-Rennen über 10 Kilometer in Atlanta gewonnen. Mit 55.000 Läufern ist diese Veranstaltung der größte 10-km-Lauf der Welt. Martin Lel, der den Lauf bereits vor zwei Jahren gewonnen hatte, war klar überlegen gegen ein starkes Feld. Lornah Kiplagat gewann bereits zum fünften Mal das Peachtree-Rennen.

Makau siegt in London, Shaheen beeindruckt in Athen

Beim British 10-Kilometer-Rennen gingen am Sonntag fast 20.000 Läuferinnen und Läufer in London an den Start. Die Teilnehmer sammelten Spenden für über 350 Charity-Aktionen. Der Kenianer Patrick Makau gewann das Rennen in 29:52 Minuten. Er kam vor John Nyasyina (Burundi/30:09) und Helder Orneilas (Portugal/30:48) ins Ziel. Bei den Frauen siegte ebenfalls eine Kenianerin: Catherine Mutwa lief 34:19 Minuten.

Gete Wami gewinnt Great Women Run in Sunderland

Die Äthiopierin Gete Wami sorgte für das Highlight des vergangenen Wochenendes im internationalen Straßenlauf. Die 31-jährige 10.000-Meter-Weltmeisterin von 1999 gewann den Great Women Run in Sunderland. Im Heimatland der Engländerin Paula Radcliffe, die sie auf der Bahn mehrfach bezwang, die ihr aber im Marathon noch weit voraus ist, siegte die Äthiopierin über 10 Kilometer in 33:43 Minuten vor der Portugiesin Analiasa Rosa (33:53) und ihrer Landsfrau Elfenesh Alemu (33:58).

Bekannte Gesichter gewinnen Meisterschaftstitel bei US-Meisterschaften

Der Läufer-Star der Meisterschaften war der ehemalige Kenianer Bernard Lagat, der seit 2004 US-Bürger ist und zum ersten Mal bei den US-Meisterschaften in Indianapolis teilnahm. Am Freitagabend, nur wenige Stunden nach seinem Sieg im Halbfinale über 1.500 Meter, lief er in einem heiß umkämpften 5.000-m-Finale zum Sieg. Er sprintete seinem letzten verbliebenen Konkurrenten, Matt Tegenkamp, auf den letzten 200 Metern davon und siegte in 13:14,32 Minuten. Tegenkamp kam knapp hinter ihm in 13:15,00 ins Ziel. Das bedeutete für den KIMbia-Athleten eine Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit um zehn Sekunden.

Korir und Kiplagat gewinnen Steamboat Classic

Der Kenianer John Korir, der zum KIMbia-Team gehört, gewann am vergangenen Wochenende den angesehenen Steamboat Classic-Lauf in Peoria (Illinois). Er rannte die vier Meilen in 18:16 Minuten und kam acht Sekunden vor Josh Moen (USA) ins Ziel. Es war der zweite Sieg in Folge für John Korir, der seit Jahren einer der stärksten Athleten im US-Straßenlauf ist. Eine Woche zuvor hatte der 30-jährige Kenianer bereits den Bellin Run gewonnen.

Kiplagat gewinnt New York Mini 10 km, Haile läuft Berlin

Lornah Kiplagat schlug am Sonntag ein hochklassiges Feld beim New-York-Mini-10-Kilometer-Rennen. Die ehemalige Kenianerin, die mittlerweile für die Niederlande startet, kam nach 31:27 Minuten in Manhattan ins Ziel. Lornah Kiplagat gewann das Rennen zum dritten Mal. Die 32-Jährige kam als Titelverteidigerin nach New York und hatte zuvor im Jahr 2003 ebenfalls hier gewonnen.

KIMbia-Läufer dominieren Bellin-10-km-Rennen

KIMbias Läufer haben beim Bellin-10-Kilometer-Lauf in Green Bay (Wisconsin/USA) jeweils die ersten beiden Plätze bei den Männern und Frauen belegt. Der Kenianer John Korir und die Britin Kathy Butler konnten bei dem zum 30. Mal ausgetragenen Rennen, das weiterhin wächst, gewinnen – und das auf unterschiedlichste Weise.

KIMbia’s Abraham Chebii bricht den US-All Comers-Rekord

KIMbia’s Läufer haben in letzter Zeit gute Leistungen auf der Straße und der Bahn erzielt. Dabei standen vor allem Athleten wie Abraham Chebii und Gilbert Okari im Mittelpunkt. Chebii brach am Samstag (3. Juni) einen 22 Jahre alten Rekord beim Reebok Grand Prix Meeting in New York, als er das 5.000-Meter-Rennen in 13:04,55 Minuten gewann.

Running News: Defar läuft 5.000-m-Weltrekord in New York

Eine Äthiopierin sorgte für den ersten läuferischen Höhepunkt der Bahnsaison: Meseret Defar wurde beim New Yorker Reebok Grand-Prix-Meeting am Sonnabend zur ersten afrikanischen 5.000-Meter-Weltrekordlerin der Leichtathletik-Geschichte. Die 22-Jährige lief 14:24,53 Minuten und blieb damit genau 0,15 Sekunden unter der alten Marke von Elvan Abeylegesse. Die Türkin – vor ihrem Nationenwechsel ebenfalls Äthiopierin – war vor zwei Jahren im norwegischen Bergen Weltrekord gelaufen.

Chicago-Marathon mit 40.000 Anmeldungen ausgebucht

Der diesjährige La Salle Bank Chicago-Marathon hat das Limit von 40.000 Läufern in Rekordzeit erreicht und ist damit ausgebucht. Im letzten Jahr wurde die Anmeldung mit 40.000 Teilnehmern am 14. Juli gestoppt. Über einige Charity-Partner sowie internationale Reiseveranstalter gibt es allerdings noch vereinzelte Startnummern für das Rennen am 22. Oktober.

Doppel-Olympiasieger Hicham El Guerrouj beendet Karriere

Der beste Mittelstreckenläufer des vergangenen Jahrzehnts hat seine Karriere beendet: Hicham El Guerrouj gab auf einer Pressekonferenz in Casablanca bekannt, dass er nicht mehr auf die Laufbahn zurückkehren wird. Der 31-jährige Marokkaner hält nach wie vor die Weltrekorde über 1.500 Meter (3:26,00 Minuten), die Meile (3:43,13) und 2.000 m (4:44,79). Hicham El Guerrouj, der von 1986 über 1.500 m und die Meile in 84 von 89 Rennen ungeschlagen blieb, krönte seine Karriere mit dem olympischen Doppeltriumph von Athen 2004 über 1.500 m und 5.000 m.

Japanische Olympiasiegerin und Vorjahressiegerin Mizuki Noguchi startet beim Berlin-Marathon

Die Marathon-Olympiasiegerin Mizuki Noguchi wird zum zweiten Mal in Folge beim real,- Berlin-Marathon an den Start gehen. Die Japanerin gab heute offiziell ihre Startzusage für den größten und spektakulärsten deutschen Marathon, der am 24. September stattfindet und zur neuen Serie der World Marathon Majors (WMM) gehört. Für die 33. Auflage des real,- Berlin-Marathon liegen Veranstalter SCC-Running inzwischen bereits 30.000 Meldungen vor. Damit stehen jetzt noch 10.000 Startplätze zur Verfügung. Wenn das Limit von 40.000 Läufern erreicht ist, werden keine weiteren Meldungen mehr angenommen.

Irina Mikitenko gewinnt den Avon Running Berliner Frauenlauf und plant Marathon-Debüt

Die große Favoritin hat sich souverän durchgesetzt: Irina Mikitenko hat den 23. Avon Running Berliner Frauenlauf gewonnen. Die 33-jährige 5.000-Meter-Olympiasiebente von Athen 2004, die für TV Wattenscheid startet, rannte auf der 10-Kilometer-Strecke durch den Tiergarten 33:45 Minuten. Damit hatte sie exakt eine Minute Vorsprung vor Claudia Dreher (Gänsefurther SB/34:45).

Marokkaner Mrikik bricht Kursrekord in Wien, Morimoto sorgt für ersten japanischen Triumph

Die 23. Auflage des Vienna City-Marathons produzierte eines der besten Rennen in der Historie der Veranstaltung. Während es bei den Männern einen neuen Kursrekord gab, gewann zum ersten Mal eine Japanerin die größte österreichische Sportveranstaltung eines einzelnen Tages.

Kenianer laufen Top-Zeiten beim Run Berlin: Patrick Musyoki gewinnt 25 km, Peninah Arusei schnellste Frau

Einmal mehr produzierte das traditionelle Rennen 25 Kilometer von Berlin erstklassige Ergebnisse in der Spitze. Sieger des Laufes, der einst in den 80er Jahren der erste große deutsche Straßenlauf war, war Patrick Musyoki. Der Kenianer konnte die 26. Auflage In flotten 1:14:08 Stunden gewinnen. Somit hält die kenianische Siegserie beim Run Berlin weiter an.

Paul Tergat: „Von mir aus könnte der Berliner Weltrekord ewig stehen – ich bin sicher, dass ich eines Tages nach Berlin zurückkommen werde“

Paul Tergat brach beim real,- Berlin-Marathon 2003 den Weltrekord. Seine Marke von 2:04:55 Stunden steht heute noch als Bestzeit im Marathon. Nicht einmal sein Erzrivale Haile Gebrselassie (Äthiopien) kam jemals in die Nähe von der Marke, mit der Paul Tergat Sportgeschichte schrieb. Nachdem er am vergangenen Sonntag verletzungsbedingt auf den Start beim Flora London-Marathon hatte verzichten müssen, gab er uns das folgende Interview.

Haile Gebrselassie nach der WMM-Nullnummer in London: „Das schlechteste Rennen meiner Karriere“

Auf der Jagd nach seinem Traumziel, hat Haile Gebrselassie am Sonntag beim London-Marathon einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. 20 Weltrekorde hat der Äthiopier in seiner einmaligen Karriere aufgestellt, doch die Bestzeit über die klassischen 42,195 Kilometer hat der 33-Jährige nun schon zum dritten Mal deutlich verpasst. „Das war das schlechteste Rennen meiner gesamten internationalen Karriere, die 1991 begann“, erklärte Haile Gebrselassie nach seinem neunten Platz in enttäuschenden 2:09:05 Stunden und flüchtete sich in Ironie: „Eigentlich war es ein gutes Rennen – aber für die anderen.“

Felix Limo und Deena Kastor gewinnen London-Marathon, Haile Gebrselassie bricht ein

Der bestbesetzte Marathon des Jahres produzierte hochkarätige Ergebnisse und eine große Überraschung. Während der Kenianer Felix Limo nach 2:06:39 Stunden das Ziel am Buckingham Palast erreichte, blieb Haile Gebrselassie in seinem dritten Marathon nur ein enttäuschender Rang neun in 2:09:05 Stunden. Für das Highlight des Tages sorgte die US-Amerikanerin Deena Kastor, die in der Kontinental-Rekordzeit von 2:19:36 Stunden gewann und damit zur viertschnellsten Marathonläuferin aller Zeiten wurde.

Gebrselassie und Kastor Londoner Wettfavoriten

In London wird am Sonntag der hochkarätigste Marathon des Jahres gestartet, obwohl die Organisatoren die verletzungsbedingten Absagen der beiden Weltrekordler Paul Tergat (Kenia) und Paula Radcliffe (Großbritannien) verkraften mussten. Doch es sind immer noch genügend Stars im Rennen. So trifft der Olympiasieger Stefano Baldini (Italien) auf den Weltmeister Jaouad Gharib (Marokko), und dann läuft auch noch der Äthiopier Haile Gebrselassie.

Deena Kastor: „Ich wollte mich schon einmal an Berlin gewöhnen”

Die US-Amerikanerin Deena Kastor hat bei ihrem zweiten Platz beim Vattenfall Berliner Halbmarathon vier US-Rekorde gebrochen: Im Halbmarathon stellte sie mit 67:34 Minuten dabei einen neuen Kontinentalrekord auf. 12 Kilometer passierte die Marathon-Olympia-Dritte von Athen 2004 in 38:24 Minuten, 10 Meilen in 51:31 und 20 km in 64:07. Die 33-Jährige wird als eine der Favoritinnen beim Flora London-Marathon am 23. April an den Start gehen.

Robert Cheruiyot und Rita Jeptoo gewinnen 110. Boston-Marathon

Die beiden Kenianer Robert Cheruiyot und Rita Jeptoo haben den 110. BAA Boston-Marathon gewonnen. Bei guten Wetterbedingungen gingen auf der Punkt-zu-Punkt-Strecke von Hopkinton nach Boston 22.517 Läufer an den Start. Der BAA Boston-Marathon war zugleich das Auftaktrennen der neuen World-Marathon-Majors-Serie (WMM). Robert Cheruiyot siegte in der Kursrekordzeit von 2:07:14 Stunden vor seinem Landsmann Benjamin Maiyo (2:08:21) und dem US-Amerikaner Meb Keflezighi (2:09:56). Rita Jeptoo gewann in 2:23:38 Stunden vor Jelena Prokopcuka (Lettland/2:23:48) und der Japanerin Reiko Tosa (2:24:11).

110. Boston-Marathon am Ostermontag: Vor zehn Jahren gewann Uta Pippig eines der außergewöhnlichsten Marathonrennen aller Zeiten

Wenn heute der 110. BAA Boston-Marathon gestartet wird, ist es genau zehn Jahre her, als eines der dramatischsten und größten Marathonrennen aller Zeiten stattfand. Dabei stand eine Berlinerin im Mittelpunkt: Uta Pippig schaffte im April 1996 beim 100. Boston-Marathon einen bis dahin unerreichten Hattrick. Nachfolgend lesen Sie die Reportage zum 100. BAA Boston-Marathon.

In Boston startet am Montag die Super-Marathon-Woche

Der April ist traditionell der Marathon-Monat des Jahres. Zu keiner anderen Zeit finden so viele hochklassige Rennen über die klassischen 42,195 Kilometer in dicht gedrängter Folge statt. Nach Rotterdam und Paris bildet die kommende Woche den Höhepunkt: Am Ostermontag wird der Boston-Marathon gestartet, sechs Tage später folgt der Klassiker London-Marathon sowie fast zeitgleich der Hamburg-Marathon.

Meseret Defar bricht 5-km-Weltrekord in Carlsbad

Die Äthiopierin Meseret Defar hat beim 5-Kilometer-Rennen in Carlsbad (Kalifornien) einen Weltrekord aufgestellt. Die 22-jährige 5.000-Meter-Olympiasiegerin von Athen 2004 siegte bei dem Lauf in 14:46 Minuten. Auch bei den Männern ging der Sieg an einen Äthiopier: Abreham Cherkose lief 13:15.

Korir siegt in Rotterdam, Melese in Paris

Rotterdam-Marathon hat am Sonntag einmal mehr hochkarätige Zeiten im Männerrennen produziert. Gleich drei Läufer blieben unter 2:07 Stunden. Sammy Korir (Kenia) gewann in der Jahresweltbestzeit von 2:06:38 Stunden. Mindaye Gishu (Äthiopien) war in 2:28:30 schnellste Frau. Beim zeitgleich stattfindenden Paris-Marathon gewann Gashaw Melese (Äthiopien) in 2:08:03 Stunden. Auch hier war das Frauenrennen vergleichsweise schwächer. Die Russin Irina Timofejewa siegte in 2:27:22.

Kenenisa Bekele schafft fünftes Cross-WM-Double

Kenenisa Bekele hat bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Fukuoka (Japan) am Wochenende seine einmalige Serie fortgesetzt. Der Äthiopier schaffte zum fünften Mal in Folge einen Doppelsieg bei diesen Titelkämpfen. Diese in der Leichtathletik-Geschichte einmalige Leistung wird wohl unübertroffen bleiben. Denn vom nächsten Jahr an wird es bei der Cross-WM nur noch einen Langstreckenlauf geben. Die Kurzstrecke wurde gestrichen.

Kosgei gewinnt in Berlin, Masai überrascht Kastor

Es war der Berlin-Marathon, der in den letzten Jahren immer wieder internationale Standards setzte. Fünf Weltrekorde wurden bei dem hochkarätigsten deutschen Straßenlauf bisher aufgestellt. Gestern nun schloss der Berliner Halbmarathon auch spitzensportlich endgültig zum ,großen Bruder’ auf. Einen Weltrekord gab es zwar nicht, doch rund 150.000 Zuschauer erlebten am Streckenrand eines der hochkarätigsten Halbmarathon-Rennen aller Zeiten mit insgesamt 20.419 Athleten. Nur in ganz wenigen Läufen über diese Distanz wurden weltweit bisher bessere Siegzeiten von Männern und Frauen in einem Rennen erzielt.

Mel schlägt Tergat in Lissabon, Kipkorir gewinnt Rom

Es war ein Wochenende mit zwei schnellen Läufen. In Lissabon wurde dabei Paul Tergat auf der Halbmarathon-Distanz geschlagen. Der Kenianer wurde Vierter, während sein Landsmann Martin Lel in schnellen 59:30 Minuten gewann. Im Frauenrennen verlor ebenfalls die Titelverteidigerin: Susan Chepkemei wurde von Salina Kosgei, die 67:52 Minuten lief, besiegt. In Italien wurde währenddessen beim Rom-Marathon die schnellste Zeit des Jahres von David Kipkorir aus Kenia gelaufen. Er siegte in 2:08:38 Stunden.

Sammy Kipketer verfehlt 8-km-Weltrekord knapp

Sammy Kipketer hat beim Minyeard 8-Kilometer-Rennen in Dallas am Samstag (25. März) knapp den Weltrekord verfehlt. In seinem ersten Rennen in den USA der diesjährigen Saison gewann der Kenianer mit einem neuen Streckenrekord von 22:12 Minuten. Er verfehlte den Weltrekord um neun Sekunden. Der zweite und dritte Platz ging an Läufer aus der gleichen Trainingsgruppe (KIMbia): Abraham Chebii lief 22:18, und Shadrock Kosgei (beide Kenia) kam mit 22:29 auf den dritten Rang.

WMM-Start: 110. BAA Boston-Marathon gibt Elitefeld bekannt

Der Titelsponsor des 110. BAA Boston-Marathon, John Hancock Finanzdienstleister, gab das 31 Athleten starke Top-Läuferfeld bekannt. In Boston wird am Ostermontag die WMM-Serie gestartet. Aus insgesamt 13 Ländern kommen die Top-Athleten, unter ihnen der amerikanische Olympia-Silbermedaillengewinner Meb Keflezighi, Titelverteidiger Hailu Negussie aus Äthiopien und die ehemaligen Sieger Timothy Cherigat und Robert Kipkoech Cheruiyot aus Kenia. Das Rennen wird am Montag, 17. April 2006, stattfinden. John Hancock wird in diesem Jahr zum 21. Mal Hauptsponsor des Rennens sein. Es ist zehn Jahre her, als Uta zum dritten Mal hintereinander in Boston gewann. Aus diesem Anlass wird sie in Boston als Ehrengast sein.

McCann und Ramadhani gewinnen Commonwealth-Titel

Ein umjubelter Heimsieg gelang Australiens Kerryn McCann bei den Commonwealth Games in Melbourne. Die Marathonläuferin gewann in 2:30:53 Stunden die Goldmedaille und verteidigte dabei ihren Titel. Samson Ramadhani (Tansania) siegte bei den Männern in 2:11:29. Ebenfalls am vergangenen Wochenende fand der Los-Angeles-Marathon statt, den Lidiya Grigoryeva (Russland) und Benson Cherono (Kenia) gewannen.

Victor Sailer: “Ich war so beeindruckt, dass ich versprach zu helfen”

KIMbia Athletics hat das Charity-Projekt, Schulgeld für kenianische Kinder zu sammeln, 2005 auf den Weg gebracht. Die Gebühr für ein Schuljahr beträgt zwar nur zwischen 400 und 700 US-Dollar, aber die meisten Kinder bekommen die Schulbildung, die über die Grundschule hinaus geht, einfach nicht finanziert. Um auf diesen Missstand hinzuweisen, hat KIMbia eine Stiftung gegründet, die jungen, viel versprechenden Schülern die Möglichkeit gibt, sich schulisch wie auch sportlich weiterzuentwickeln.

Bekele macht in Moskau den nächsten Schritt

Auf dem Weg zum vielleicht größten Langstreckenläufer aller Zeiten hat Kenenisa Bekele am Sonntag in Moskau einen weiteren Schritt gemacht. Bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten gewann der Äthiopier das 3.000-Meter-Rennen in 7:39,32 Minuten. Damit ist er der erste Läufer in der Leichtathletik-Geschichte, der sowohl im Crosslauf als auch bei den Weltmeisterschaften über die Bahn-Langstrecken im Sommer und in der Halle Gold gewonnen hat.

Gebrselassie bricht 25-km-Weltrekord

Haile Gebrselassie hat einen weiteren Rekord gebrochen: Er lief die 25 Kilometer in Alphen in 1:11:37 Stunden. Der äthiopische Wunderläufer verbesserte den Weltrekord des Kenianers Paul Kosgei, der am 9. Mai 2004 in Berlin 1:12:45 gelaufen war, um 1:08 Minuten.

IAAF Hallen-WM (3. Tag): Bekele und Mutola einmalig

Kenenisa Bekele und Maria Mutola haben bei den Lauf-Entscheidungen der Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften von Moskau einmalige Leistungen erzielt. Am Schlusstag der Titelkämpfe wurde der Äthiopier zum ersten Läufer, der sowohl bei der Freiluft-WM als auch im Cross und nun in der Halle gewann. Über 3.000 Meter siegte er in 7:39,32 Minuten. Maria Mutola (Mozambique) hat zum siebenten Mal die WM-Goldmedaille in der Halle gewonnen. Sie gewann die 800 m in 1:58,90.

IAAF-Hallen-WM (2. Tag): Meseret Defar stoppt russische Weltrekordlerin

Die Äthiopierin Meseret Defar hat am zweiten Tag der Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften in Moskau der Russin Liliya Shobukhova das Heimspiel verdorben. Shobukhova war im vergangenen Monat bei den nationalen Meisterschaften über 3.000 Meter Weltrekord gelaufen (8:27,86 Minuten). Doch im direkten Duell mit der 22-jährigen 5.000-m-Olympiasiegerin aus Äthiopien hatte Shobukhova keine Chance. Defar stürmte nach 8:38,80 Minuten ins Ziel.

IAAF-Hallen-WM (1.Tag): Bekele, Shaheen, Kipchoge im 3.000-m-Finale

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften der IAAF in Moskau kündigt sich ein großes 3.000-Meter-Finale an. Für den Endlauf am Sonntag haben sich unter anderem Äthiopiens 5.000-m-Weltrekordler Kenenisa Bekele und der frühere Kenianer Saif Saaeed Shaheen (Katar), der den Weltrekord über 3.000-m-Hindernis hält, qualifiziert. Bei den Vorläufen in Moskau gab es am Freitag keine Überraschungen.

Antje Möldner Doppelsiegerin bei Deutschen Meisterschaften

Eine Läuferin wurde bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Karlsruhe am Wochenende zur einzigen Doppelsiegerin in den Einzelwettbewerben: Antje Möldner (SC Potsdam) hatte am Sonnabend die 3.000 Meter zunächst in 9:14,69 Minuten gewonnen und triumphierte tags darauf genauso souverän auch über die 1.500-m-Strecke in 4:29,13. Das Niveau der Läufe war jedoch überwiegend schwach bei diesen Deutschen Meisterschaften.

Zwei Hallen-Weltrekorde in Moskau

Bei den Russischen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten gab es am vergangenen Wochenende gleich zwei Weltrekorde. Zunächst lief die Russin Liliya Shobukhova in Moskau zu einer neuen Bestzeit von 8:27,86 Minuten über die 3.000 Meter. Zuvor wurde der Weltrekord von Berhane Adere (Äthiopien) mit 8:29,15 gehalten. Adere hatte ihn im Jahr 2002 in Stuttgart aufgestellt.

Tempomacher läuft weiter und gewinnt in Dubai

Was einmal als Phänomen galt – wenn ein Tempomacher einen Marathon gewinnt – geht heute fast als Gewohnheit, wenn nicht sogar als Tradition durch. Seit dem ersten großen Tempomacher-Sieg vor über einem Jahrzehnt in Los Angeles, passiert es heute mindestens einmal jährlich. Nun war Joseph Ngeny an der Reihe. Er siegte beim Dubai-Marathon in heißen und feuchten Bedingungen in 2:13:02 Stunden.

Afrikas Läufer siegen in Japan

Drei traditionell hochklassige Marathonrennen fanden in den Winterwochen in Japan statt. Die Sieger bei diesen reinen Eliteläufen kamen dabei jeweils aus Afrika. Am vergangenen Sonntag gewann der Äthiopier Ambesse Tolossa den Tokio-Marathon in 2:08:58 Stunden. Tolossa, der bei Kilometer 36 seine Konkurrenten hinter sich gelassen hatte, verpasste seine persönliche Bestzeit dabei um lediglich zwei Sekunden.

„Die Formel 1 des Laufsports“

Der BAA Boston Marathon, der Flora London Marathon, der real,- Berlin-Marathon, der LaSalle Bank Chicago Marathon und der ING New York City Marathon haben die World Marathon Majors (WMM) gegründet. Die fünf Race-Direktoren – BAA Boston Marathon (Guy Morse), Flora London Marathon (Dave Bedford), real,- Berlin-Marathon (Mark Milde), LaSalle Bank Chicago Marathon (Carey Pinkowski) und ING New York City Marathon (Mary Wittenberg) – gaben das folgende Interview. Zusätzlich waren Top-Läufer Paul Tergat (Kenia), der den Weltrekord (2:04:55) in Berlin 2003 aufgestellt hat, und US-Marathonstar Meb Keflezighi, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Athen 2004, dabei.

Die fünf Top-Marathons der Welt bilden gemeinsam die „World Marathon Majors“

Die fünf Top-Marathonrennen der Welt – der Boston Marathon, the Flora London Marathon, der real,- Berlin-Marathon, der LaSalle Bank Chicago Marathon und der ING New-York-City-Marathon – haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Top-Liga des Marathonlaufes weltweit zu formen. Diese fünf Events präsentieren sich jetzt als World Marathon Majors® (WMM). „Ich hoffe, dass die World Marathon Majors eine größere Bedeutung und im Allgemeinen eine weitaus stärkere Begeisterung für den Marathon auslösen. Unser Sport wird dank dieser Initiative interessanter für den Zuschauer und lukrativer für die Athleten”, sagte Uta Pippig, die die Serie begrüßte.

Gebrselassie bricht Halbmarathon-Weltrekord

Äthiopiens Topläufer Haile Gebrselassie hat beim Chang’s Rock ‘n’ Roll Arizona Halbmarathon in Phönix (USA) am Sonntag einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der 32-Jährige lief die exakt 21,0975 Kilometer in 58:55 Minuten. Damit unterbot er die alte Marke um 21 Sekunden. Der mehrfache Weltrekordler, Weltmeister und Olympiasieger brach auf dem Weg zudem den 20-km-Weltrekord.

Auch Luftschlangen können Radcliffe nicht stoppen

Das Drama der internationalen Silvesterläufe fand in Madrid statt. Die britische Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe stand dabei im Mittelpunkt. Auf dem Weg zu einem sicheren Sieg, hätte sie auf der Strecke fast ein Zuschauer gestoppt. Dessen Luftschlange traf Paula Radcliffe direkt in den Mund. „Aber es war nicht so schlimm, es ist alles okay“, sagte die Engländerin, die das Rennen sofort wieder aufnahm und zu einem sicheren Sieg lief.