KIMbias Bob Tahri hat beim Weltmeisterschafts-Finale über 3.000 Meter Hindernis in Helsinki am Dienstagabend den achten Platz belegt. Der Franzose lief 8:19,96 Minuten, war aber am Ende nicht mehr frisch genug, um in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.
Das Rennen war lange Zeit langsam gewesen, und 2.000 m waren nach 5:40,39 Minuten erreicht. Erst 600 Meter vor dem Ziel forcierte der spätere Sieger und große Favorit Saif Saaeed Shaheen (Katar) das Tempo. Am Ende lief er 8:13,31 Minuten. Wenn Bob Tahri in frischer Form gewesen wäre, hätte er angesichts des Rennverlaufes sicherlich gute Chancen gehabt. Der Franzose gab anschließend das folgende Interview:
Der Lauf war doch eigentlich wie geschaffen für Sie, wenn dieser vor drei Wochen stattgefunden hätte. Sie sind Achter mit 8:19,96 Minuten geworden. Wie war das Rennen aus Ihrer Sicht?
Bob Tahri: Irgendwie habe ich mich müde gefühlt. Meine Beine sind in der letzten Runde ziemlich schwer gewesen. Und ich konnte nicht mehr sprinten in der letzten Runde, so wie ich es normalerweise kann. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte zuviel Druck auf meinen Schultern lasten und konnte damit nicht richtig umgehen.
Was sind die nächsten Schritte für Sie? Werden Sie die Saison zu Ende bringen und dann gleich ins Training zurückkehren?
Bob: Ich muss erst mit meinem Trainer darüber reden, und dann werden wir entscheiden, wie und womit es weitergehen wird. Aber ich werde noch ein paar Rennen machen, bevor die Saison endet.
Sie haben eine schwarze Schleife während des Rennens an Ihrem Trikot getragen. Was war der Grund?
Bob: Heute ist die französische Olympiasiegerin von 1968, Colette Besson, gestorben. Sie hatte in Mexiko die Goldmedaille über die 400 m gewonnen.
Was nehmen Sie von dieser WM mit in die nächste Saison?
Bob: Ich muss lernen, aggressiver an ein Rennen ranzugehen und es als Chance nutzen und mir selber keinen Druck auferlegen. Ich werde meine Hauptziele nun auf die nächste WM in Osaka im Jahr 2007 und ein Jahr später auf die Olympischen Spiele in Peking richten. Es hat Anfang des Jahres gut angefangen. Ich bin eine neue Bestzeit über 3.000 m gelaufen, doch leider habe ich mich auf ein paar Dinge konzentriert, die mir im Endeffekt heute im Finale in den Beinen lagen.