
Benita Johnson gewinnt den Freihofer's Run for Women. © www.photorun.net
Sechs Wochen nach ihrem enttäuschenden siebenten Platz beim London-Marathon hat sich Benita Johnson mit einem Sieg zurückgemeldet. Die Australierin, die im April zunächst den Berliner Halbmarathon gewonnen hatte, dann jedoch als Mit-Favoritin in London aufgrund von Krämpfen keine Chance hatte, siegte nun beim Freihofer’s Run for Women in Albany (New York). Benita Johnson gewann das 5-km-Rennen mit 3.123 Läuferinnen in 15:22 Minuten und verfehlte den zwei Jahre alten Kursrekord der Marokkanerin Asmae Leghzaoui dabei nur um vier Sekunden. Bei der 29. Auflage des Freihofer’s Run for Women – Ende der 70er Jahre Trendsetter für den Frauenlaufsport – entwickelte sich ein spannendes Rennen zwischen Johnson und der Streckenrekordhalterin Leghzaoui. Dabei war die Marokkanerin zunächst in Führung gegangen, doch bei Kilometer drei hatte Johnson aufgeschlossen. Die Australierin löste sich dann erst auf den letzten 400 Metern, hatte aber noch so viele Reserven, dass sie einen Vorsprung von zehn Sekunden auf Asmae Leghzaoui (15:32) herauslaufen konnte. Rang drei belegte Teyba Erkesso (Äthiopien) in 15:46. Sowohl Johnson als auch Leghzaoui wollen bei den Weltmeisterschaften in Osaka über 10.000 m an den Start gehen.
Kenianische Sieger beim Rock’n’Roll-Marathon in San Diego
Lange Zeit sah es beim Rock’n’Roll-Marathon in San Diego nach einem neuen Streckenrekord aus. Doch als Daniel Yego auf den letzten rund 10 Kilometern alleine unterwegs war, verlor der Kenianer die Zeit, die er gebraucht hätte, um die acht Jahre alte Marke seines Landsmannes Philip Tarus (2:08:33) zu brechen. Schließlich war Daniel Yego in flotten 2:09:04 Stunden im Ziel und erhielt dafür neben 20.000 Dollar noch ein Auto. Yegos Landsleute Christopher Cheboiboch (2:10:58) und Sylvester Chebii (2:12:00) belegten die nächsten Ränge. Schnellste Frau im Feld der 17.800 Läufer war die Kenianerin Hellen Kimutai, die 2:32:40 lief. Im Kampf um die 20.000 Dollar und das Auto machte es die Kenianerin spannend, denn sie löste sich erst auf dem letzten Kilometer von der Außenseiterin Svetlana Pretot (Frankreich), die in 2:32:50 vor der Äthiopierin Worknesh Tola (2:32:59) Zweite wurde.
Kigen siegt in Neuss, Mikitenko Zweite
Moses Kigen hat die 25. Auflage des Neusser Sommernachtslaufes gewonnen. Der Kenianer lief über 10-km-Strecke 28:50 Minuten und war am Ende eine Sekunde schneller als der gebürtige Kenianer Mushir Salem Jawher, der seit gut einem Jahr für Bahrain startet. John Rogat (Tansania) wurde mit deutlichem Abstand in 29:17 Dritter, bester Deutscher war bei den Männern Stefan Koch (TV Wattenscheid) als Achter in 29:47. Währenddessen zeigt der Start von Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) einmal mehr, wo ihre Prioritäten in diesem Jahr liegen: auf der Straße. In Neuss wurde Mikitenko, die im Herbst ihr Marathon-Debüt laufen möchte, Zweite in 15:45 Minuten. Drei Sekunden schneller war Ashu Kasim Rabu (Äthiopien), während die Kenianerin Anitha Jeptum in 15:56 Dritte wurde. Auf Rang fünf lief Luminita Zaituc (LG Braunschweig) in 16:14.
Chicago ausgebucht, nur noch 7.000 Plätze in Berlin
Die Top-Marathonläufe sind weiter gefragt und scheinen nicht von einem Teilnehmerrückgang betroffen zu sein, den mittelgroße und kleinere Rennen über die klassischen 42,195 km seit dem vergangenen Jahr registrieren. Während der Hamburg-Marathon mit 16.485 Läufern im Ziel leicht zulegen konnte im Vergleich zum Vorjahr, stehen für den Berlin-Marathon am 30. September nur 7.000 der insgesamt 40.000 Startnummern für Läufer zur Verfügung. Zulegen konnte zuletzt auch der Frankfurt-Marathon, der am 28. Oktober stattfinden wird. Auch international wachsen die größten Marathonläufe: 20.348 Athleten wurden in Boston im April trotz extrem schlechter Wetterbedingungen im Ziel registriert. Beim London-Marathon erreichten bei hohen Temperaturen mit 35.674 Läufern so viele das Ziel wie nie zuvor. Und der Chicago-Marathon ist am 7. Oktober bereits ausgebucht – obwohl die Veranstalter das Meldelimit auf 45.000 erhöht hatten.
Für den 34. real,- Berlin-Marathon liegen bereits 33.000 Meldungen vor. Damit sind für das populäre Rennen am 30. September nur noch 7.000 Startnummern übrig. Das Teilnehmerlimit für Läufer liegt beim größten und spektakulärsten deutschen Marathonrennen wie in den letzten Jahren bei 40.000. Das Rennen ist durch die Zugehörigkeit zu den World Marathon Majors (WMM) auch international noch attraktiver geworden. Mit seiner schnellen, attraktiven Strecke und dem einmaligen Zieleinlauf am Brandenburger Tor gehört der Berlin-Marathon weltweit zu den Klassikern. Auch für die Topathleten ist das Rennen nicht zuletzt aufgrund der Zugehörigkeit zu den World Marathon Majors, zu denen auch Boston, London, Chicago und New York gehören, sehr attraktiv. Im vergangenen Jahr lief Haile Gebrselassie (Äthiopien) in Berlin die Jahresweltbestzeit von 2:05:56 Stunden. Anmeldungen für das Rennen am 30. September sind auch online im Internet möglich unter: www.berlin-marathon.com