Amane Gobena gewinnt den Frauen-Marathon in Osaka

Amane Gobena feierte den größten Sieg ihrer Karriere beim Osaka-Marathon. © www.photorun.net

Amane Gobena feierte den größten Sieg ihrer Karriere beim Osaka-Marathon. © www.photorun.net

Die 27-jährige Äthiopierin Amane Gobena gewann am Sonntag in 2:25:14 Stunden den prestigeträchtigen Osaka-Marathon in Japan und feierte damit den größten Triumph ihrer Karriere. Bei sehr kühlem und zeitweise leicht regnerischem Wetter war sie vor der Portugiesin Marisa Barros (2:25:45) und der Japanerin Mari Ozaki (2:26:27) im Ziel. Der Osaka-Marathon ist traditionell ein reiner Frauen-Elitemarathon. In Japan finden innerhalb der Marathonsaison zwischen November und März eine Reihe von Eliterennen statt, die jeweils nur Männern oder nur Frauen vorbehalten sind.

Nach einem schnellen ersten Rennabschnitt erreichte eine sechsköpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke in Osaka in 1:10:44 Stunden. Rund fünf Kilometer später hatte sich die Führungsgruppe halbiert, obwohl das Tempo etwas langsamer geworden war. Marisa Barros hatte die Spitze übernommen, gefolgt von Amane Gobena und Mari Ozaki. Die Japanerin verlor dann kurz nach der 30-km-Marke (1:40:57) den Kontakt, so dass sich ein spannendes Duell entwickelte. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel forcierte Amane Gobena das Tempo und setzte sich entscheidend von ihrer portugiesischen Konkurrentin ab, die immerhin bei der WM in Berlin 2009 Rang sechs im Marathon belegt hatte. Barros wurde Zweite, Ozaki lief auf Rang drei, gefolgt von Lidia Simon (Rumänien/2:27:11), Kyoko Obata (2:27:19) und Ryoko Kizaki (beide Japan/2:27:34). Insgesamt sechs Läuferinnen blieben somit unter 2:28 Stunden.

Mit 2:25:14 Stunden stellte Amane Gobena in Osaka auch eine persönliche Bestzeit auf. Erst im vergangenen Jahr lief die Äthiopierin ihr Marathon-Debüt und wurde in Houston Fünfte in 2:32:06. Anschließend belegte sie im Mai beim Los Angeles-Marathon einen guten zweiten Platz und steigerte sich dabei deutlich (2:26:53). Im Herbst lief die 27-Jährige dann noch ein drittes Marathonrennen und gewann diesmal in Toronto mit 2:28:31.

Bernard Lagat schreibt Millrose Games-Geschichte in New York

Bernard Lagat krönte seine Siegserie bei den Millrose Games. © www.photorun.net

Bernard Lagat krönte seine Siegserie bei den Millrose Games. © www.photorun.net

Der US-Amerikaner Bernard Lagat erzielte bei den Millrose Games in New York einen Rekordsieg: Er gewann zum achten Mal das Meilenrennen auf der engen Bahn im Madison Square Garden. Lagat war bei dem Lauf über elf Runden nach 3:56,34 Minuten im Ziel und hatte einen komfortablen Vorsprung auf Asbel Kiprop (Kenia/3:58,03) und den Briten Andy Baddeley (3:58,09).

Einen Bonus über 2.500 US-Dollar, den Bernard Lagat bei dieser Veranstaltung erhielt, sowie weitere mögliche Bonus-Einnahmen dieser Hallensaison, wird er nach Angaben der Millrose Games Website an die Hilfsorganisation ‚Haiti Relief Fund’ zu Gunsten der Erdbebenopfer in Haiti spenden.

Bernard Lagat schrieb mit seinem Sieg ein Stück Millrose Games-Geschichte, denn bei der 103. Auflage des Leichtathletik-Hallenmeetings übertrumpfte er die Meilen-Siegzahl von Eamonn Coghlan. Der Ire hatte das Rennen bei den Millrose Games sieben Mal gewonnen.

„Dass ich heute gewonnen habe, ist für mich wie ein Olympiasieg. Ich gehe hier seit 2001 an den Start. Und heute habe ich Kindern Autogramme gegeben, die damals noch nicht einmal auf der Welt waren”, erklärte der 35-jährige Bernard Lagat, der 2007 bei den Weltmeisterschaften in Osaka mit einem Doppelsieg über 1.500 und 5.000 Meter für Furore gesorgt hatte. Zwei Jahre später gewann er bei der WM in Berlin Bronze über 1.500 m und Silber über 5.000 m.

Bei den Frauen gewann die Britin Hannah England den Meilenlauf im Madison Square Garden in 4:31,49 Minuten vor der US-Amerikanerin Sarah Hall (4:31,50) und der Kenianerin Sally Kipyego (4:32,30).