Afrikas Läufer siegen in Japan

Der Irischer Läuferstar Sonia O'Sullivan startet jetzt auch für Australien.

Der Irischer Läuferstar Sonia O'Sullivan startet jetzt auch für Australien.

Drei traditionell hochklassige Marathonrennen fanden in den Winterwochen in Japan statt. Die Sieger bei diesen reinen Eliteläufen kamen dabei jeweils aus Afrika. Am vergangenen Sonntag gewann der Äthiopier Ambesse Tolossa den Tokio-Marathon in 2:08:58 Stunden. Tolossa, der bei Kilometer 36 seine Konkurrenten hinter sich gelassen hatte, verpasste seine persönliche Bestzeit dabei um lediglich zwei Sekunden. Zweiter wurde in Tokio der Japaner Toshinari Takaoka in 2:09:31. Vor dem Rennen hatte er gesagt: „Ich glaube nicht, dass man mit einer 2:09 das Rennen gewinnen kann.” Er sollte bei windigem Wetter Recht behalten.

Eine Woche zuvor hatte ein Südafrikaner in Japan triumphiert: Gert Thys gewann den Beppu-Oita Mainichi-Marathon in 2:09:45 Stunden. Thys hatte dieses Rennen bereits 1996 gewonnen und hält seitdem auch den Streckenrekord von 2:08:30. Der Südafrikaner hatte bei 30 km das Tempo forciert und hatte dann mit über zwei Minuten Vorsprung vor dem Japaner Tomoyuki Sato (2:11:46) gewonnen. Der Kenianer Benjamin Kipchumba wurde in 2:13:11 Dritter.

Die Marathon-Weltmeisterin von Paris 2003 und Olympia-Zweite Catherine Ndereba (Kenia) hatte Ende Januar den ersten japanischen Elite-Marathon des Jahres gewonnen: In Osaka lief die 33-jährige Ndereba, die im vergangenen Jahr den Boston-Marathon zum vierten Mal gewonnen hatte, flotte 2:25:05 Stunden. Die Kenianerin hatte damit 47 Sekunden Vorsprung vor der zweitplazierten Japanerin Kayoko Obata. Kiyoko Shimamura, ebenfalls aus Japan, wurde Dritte in 2:26:47. Catherine Ndereba, die mit ihrer Bestzeit von 2:18:47 Stunden die zweitschnellste Marathonläuferin aller Zeiten ist, war das erste Mal bei einem japanischen Marathon an den Start gegangen.

Sonia O’Sullivan jetzt auch Australierin

Währenddessen kam Irlands Läuferstar Sonia O’Sullivan zwar bei den Australischen Commonwealth Games-Trials nur auf Platz zwei, erreichte jedoch die Norm über 5.000 Meter. Erst seit zwei Wochen war O’Sullivan Doppel-Staatsbürgerin. Sie hofft nun, für die Commonwealth Games im März in Melbourne nominiert zu werden. Eloise Wellings hatte das Rennen in 15:28,72 Minuten gewonnen, während O’Sullivan die Norm von 15:45,00 ganz knapp um 0,74 Sekunden unterbot. Sonia O’Sullivan stellte aber klar, dass sie in keinem Fall in einer Meisterschaft für Australien starten würde, wenn auch Irland am Start sein würde. Sie möchte im August bei den Europameisterschaften in Göteborg laufen.